DRSB
Deutscher Rentenschutzbund e.V.
Wird
Journalismus zur vierten Gewalt
in
Deutschland?
von
Udo Johann Piasetzky
Vorstandsvorsitzender des DRSB e.V.
und
Vorsitzender der Rechtskommission des DRSB e.V.
und
Rechtsanwalt Heinrich Sternemann
Vorsitzender der Antikorruptionskommission des DRSB e.V.
Meerbusch, den 09. Januar 2007
Mehr und mehr
deutsche Bürger
klagen, dass früher alles besser war.
Das mag auf einige Bereiche des täglichen Lebens zutreffen, für die
>>> deutschen Journalisten <<<
trifft dies nicht zu.
Für sie war früher alles viel langsamer.
>>> Deutsche Journalisten <<<
müssen heute blitzschnell und aktuell die Nachrichten übermitteln.
Dabei sind viele
>>> Journalisten <<<
gezwungen, ein irres Tempo vorzulegen.
Eine umfassende und qualitativ
seriöse Recherche
bleibt dabei häufig auf der Strecke.
Dabei ist es vollkommen egal, für welches Medium ein >>> Journalist <<< tätig ist.
Hörfunk,
Fernsehen,
Nachrichtenagenturen
oder
Onlinemedien,
die durchschnittliche Recherche – Zeit nahm in den letzten 10 Jahren dramatisch ab.
Die morallose Jagd nach dem besten Bild, dem besten Ton sowie der exklusivsten Nachricht lässt viele >>> Journalisten <<< auch ethische Werte aus dem Auge verlieren.
Die Rechercheschwäche ist aber nicht das zentrale Problem des
>>> deutschen Journalismus <<<.
Das
zentrale Problem
der
>>> deutschen Journalisten <<<
ist die erkennbar zunehmende Vermischung von
>>> Journalismus <<<
und
Public Relation
( PR ).
Werden Journalisten zur
vierten Gewalt
in
Deutschland?
Wie groß ist der Einfluss wirklich schon?
Immer mehr deutsche Bürger sehen mit großer Besorgnis die Vermischungen von
>>> Journalismus <<<
und
Public Relation.
Deutlich erkennbar wird der >>> Journalismus <<< immer mehr beeinflusst durch die so genannten
PR – Strategen.
Eine klassische Trennung von
redaktionellem Inhalt und Werbung
wird dadurch immer häufiger gefährdet.
Weltweit ist der
>>> Journalismus <<<
ganz sicher noch stärker als früher abhängig von den Zuflüsterungen aus dem Bereich der
Werbung.
Diese Entwicklung muss zunächst nicht negativ bewertet werden, denn der
>>> Journalismus <<<
ist bis zu einem gewissen Grade auch direkt abhängig von Informationen aus dem Bereich der
Public Relation.
Wird „PR” jedoch zu dominant, dann muss zwangsläufig
seriöser Journalismus
darunter leiden.
Der überwiegende Teil deutscher Bürger durchschaut immer noch sehr schnell wie man eine
Trennung
zwischen
Anzeigearten und redaktionellem Teil
vornehmen muss, obwohl es eine Trennung in früherer Schärfe heute nicht mehr gibt.
Das prägt auch zunehmend bei vielen deutschen Bürgern das Bild vom
>>> Journalismus <<<.
Propagandisten wie zum Beispiel
Reinhold Beckmann,
Günter Jauch
oder
Johannes B. Kerner
erscheinen auf dem Bildschirm oftmals in unterschiedlichen
Masken
von
„Moderatoren” oder „Journalisten”,
verdienen aber gleichzeitig
extrem viel Geld mit Werbung.
Die
>>> journalistischen Werbeträger <<<
werden somit zum gigantischen Problem für die gesamte Branche.
In vielen deutschen Haushalten wird das Bild vom
>>> Journalismus <<<
ganz wesentlich von diesem vorgenannten und bekannten
>>> Medien – Trio <<<
geprägt.
Dabei sehen deutsche Bürger die Entwicklung kritischer als allgemein bekannt.
Das „lustige”
>>> Medien – Trio <<<
gilt schon lange nicht mehr als Vorbild.
Wer ständig versucht
Journalismus und Werbung
zu vereinen, bekommt früher oder später, die Quittung.
Das
>>> Medien – Trio <<<
bekommt vermutlich auf Dauer
Haltungsschäden
und / oder
Persönlichkeitsstörungen,
denn sie können nicht beides gleichzeitig seriös darstellen:
Beckmann, Jauch und Kerner
können nicht kritisch Journalismus betreiben und gleichzeitig über Jahre hinweg für viel
Geld Firmen bejubeln.
Das allein ist schon ein alarmierender Zustand im
deutschen Journalismus.
Doch da gibt es eine wahrscheinlich noch gefährlichere Entwicklung in Deutschland.
Journalismus in Deutschland,
dass heißt im Klartext auch
Bildzeitung,
Focus,
Stern,
Spiegel
oder
Frankfurter Allgemeine Zeitung
und
Rheinische Post.
Was würde passieren, wenn zum Beispiel nur
3
Führungsmanager
der vorgenannten Meinungsmacher hinter den
Kulissen ein Meinungskartell bildeten?
Bildzeitungs – Chef
Kai Diekmann
und
Spiegel – Chef
Stefan Aust
suchten getarnt schon häufig den Schulterschluss.
In einträchtiger Kooperation mit dem
FAZ – Herausgeber
Frank Schirrmacher
sorgten sie hin und wieder für brisante publizistische Schlagkraft.
Viele DRSB e.V. – Leser erinnern sich noch sehr gut daran, als der
Springer – Konzern mit FAZ und Spiegel
Versuchten, die
deutsche Rechtschreibreform
zu kippen.
Höchstwahrscheinlich
hat es da hinter den Kulissen Absprachen gegeben.
War das bereits eine verwerfliche Form von Machtanmaßung?
Wenn ja, dann hätten wir in
Deutschland
ein gigantisches Problem!
Nämlich das Problem, dass man von außen
geheime Absprachen,
enge Kooperation,
Rudelbildung
oder
Freundschaften
auf den ersten Blick nicht erkennen kann.
Dazu bedarf es ausführlicher Recherche und Informationen aus dem
„Inner Circle”
die belegen können, dass die
„Leitwölfe”
der großen Zeitungen und / oder Journale sehr gern gemeinsame Sache machen.
Auch entstehen plötzlich Fragen, die von großer Bedeutung für eine
Demokratie
sind.
Wie verändern
>>> Machtkartelle <<<
journalistisches Arbeiten?
Verändert sich im
>>> Netzwerk der Interessen <<<
der journalistische Anspruch?
Wie sieht die
überwiegende Mehrheit der
48.000
deutschen Journalisten,
die nicht zu einem vermutlichen
>>> Machtkartell <<<
gehört, ihre Arbeit?
Was verändert sich, wenn Journalisten nicht mehr
Bürger befragen,
sondern selbst lamentierend in Talkshows auftreten.
Ein für viele deutschen Bürger abschreckendes Bild liefert regelmäßig Herr
Hans – Ulrich Jörges
vom Stern, der vermehrt in Talkshows herumturnt und mit seinen wechselnden Weißheit die Zuschauer beglückt.
So wie Jörges denken und arbeiten die rund
48.000 Journalisten,
auf deren Botschaften sich mehr als
80 Millionen deutsche Bürger
täglich verlassen, nicht.
Für seriös arbeitende Journalisten und solche, die es werden wollen ist der vorgenannte somit eher ein wenig geeignetes Beispiel.
Die nachfolgend genannten Persönlichkeiten aus der Welt des deutschen Journalismus sind deshalb aufgerufen für
unabhängige und saubere Berichterstattung
zu sorgen:
Dr. Josef Joffe,
Herausgeber DIE ZEIT
Hans Werner Kilz,
Chefredakteur Süddeutsche Zeitung
Helmut Markwort,
Chefredakteur Focus
Dr. Thomas Schneider,
Geschäftsleitung Bauer Verlagsgruppe
Dr. Wolfram Weimer,
Chefredakteur Cicero
Prof. Dr. Christoph Fasel,
Leiter der Henri – Nannen – Schule
Wolfgang Fürstner,
Geschäftsführer des VDZ Verband Deutscher Zeitschriftenverleger
Dr. Wilm Herlyn,
Chefredakteur Deutsche Presse Agentur.
Medien – Machtkartelle, geheime Absprachen
sowie
Neoliberalismus
zerstören auf Dauer
jede Demokratie und jede gesunde Gesellschaft.
In
Deutschland
muss wieder
unabhängiger und kritischer Journalismus
erblühen,
damit in der Zeit des extremen Wandels
Werte für alle Bürger
erhalten bleiben.
DRSB e.V.
Wir stehen für Werte
