Terror der Banker
06. Januar 2011
Jeder kennt den Spruch aus dem Volksmund:
„Geld macht nicht glücklich, aber es beruhigt”.
Dies kompetent umzusetzen oder zu beurteilen ist den meisten Menschen in unserer Heimat noch nicht gelungen.
Obwohl unser Staat für die Freiheit der Ökonomie und für offene Märkte eintritt, hat diese Tatsache noch nicht dazu geführt, dass die deutsche Bevölkerung von finsteren Bankern mit Geldbündeln überhäuft wurde.
Viel eher scheint genau das Gegenteil zum Regelfall zu werden. Selbst wenn der EU – Rettungsschirm in diesem Jahr auf unvorstellbare 2 Billionen Euro erhöht werden sollte, wird es für die von den Bankern angerichteten Schäden nicht reichen. Da hilft es wenig weiter, dass viele Menschen in unserer Heimat jeden Mittwoch und Samstag brav die Lottoscheine ausfüllen. Die inhaltsvolle Aussage von Cicero:
PATRIA EST UBICUMQUE EST BENE
[ Vaterland ist, wo es einem gut geht ] ,
trifft lediglich noch auf wenige aus dem Banker – Jet Set zu. Denn seit der Agenda 2010 und der darauf folgenden Exklusion werden in unserer Heimat immer öfter Parallelen zwischen Hartz IV – Empfängern und Hühnerdieben gezogen. Weder die SPD noch die GRÜNEN haben schlüssige Antworten auf die Frage vieler Menschen wofür sie stehen. Selbst bei den LINKEN und in Teilen der CDU / CSU scheint der Satz von Seneca
SERVARE CIVES MAJOR EST VIRTUS PATRIAE PATRI
[ Seine Bürger zu schützen ist die wichtigste Sorge für den Vater des Vaterlands ],
völlig in Vergessenheit geraten zu sein.
Mit dem Restwert von 21% Wählerzustimmung wurde bis heute die SPD für ihr volksschädliches Verhalten folgerichtig abgestraft. Lediglich an den GRÜNEN scheint der „KELCH” noch immer vorüber zu gehen. Scheinbar, denn auch hier wird der Einbruch kommen. Vollkommen aus dem Rennen ist nach dem Debakel um WikiLeaks dagegen die FDP. Erst das völlig unnötige Chaos um die Mövenpick – Steuer und dann das falsche Personalangebot. So etwas ist für die meisten Menschen in unserer Heimat schwer verdaulich. Das Resultat ist allseits bekannt: Wählerzustimmung um die 2,9% heißt faktisch außerparlamentarische Opposition. Und dort kann man fürs Volk recht wenig Nutzmehrendes bewegen. Wenn es also ein strukturelles Defizit in unserer Heimat gibt, dann im Unvermögen eines großen Teils der politischen Klasse, aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen. Denn wenn es ein Land gibt, in dem man zurzeit mit aller Kraft den
TERROR DER BANKER
unterstützt und fördert, dann ist es die Bundesrepublik Deutschland. Anstatt wieder die Grundrechenarten zu reaktivieren und der Realität ins Auge zu sehen, werden offensichtlich Taschenrechner und Computer aus den Fenstern geworfen.
Nichts gegen Visionen des EURO, nichts gegen Visionen von EURO – LAND, aber selbst Josef Ackermann hat nach der Aufforderung des DRSB in seinen tiefsten Kellern Überraschendes gefunden [ siehe Bilanzkommentare ]. Und wenn man in den Niederlanden bei ING oder AMRO richtig sucht findet man auch dort Erstaunliches zum Thema Cash – Burning in the USA. Doch so losgelöst die „neue Klasse” des
Banker - Jet Sets
auch wirken mag, ihre europäische ökonomische Basis und Ausstattung wird [ leider ] noch immer von den Steuerzahlern in unserer Heimat sichergestellt. Die Menschen in unserer Heimat möchten erklärt bekommen warum das so sein muss.
Denn viele erinnern sich an die Anweisungen ihrer Mütter, wenn es hieß:
„Zuerst macht ihr eure Schulaufgaben
und dann dürft ihr weiter Monopoly spielen”.
Nun gelten Erfahrungen und Werte hierzulande seit langem kaum noch etwas. Die derzeitigen Sozialsysteme funktionieren auch nur, wenn man das Gehirn vollkommen abschaltet, alles Gelernte vergisst und Taschenrechner sowie Computer nachhaltig der Vernichtung zuführt.
Viele Menschen in unserer Heimat empfinden deshalb den imaginären
Vater Staat
nur noch als Profitbewahrer von Banken, Versicherungsgesellschaften und der Industrie, denn die „neue Klasse” des
Banker - Jet Sets
scheint längst in den Wolken des Kapitalismus entschwunden zu sein. Was sollen uns diese Worte sagen? Eigentlich nur das eine:
Schlimm, das es in vielen Ländern Armut gibt.
Doch viel schlimmer ist die Armut in unserem reichen Land.
