DRSB
Deutscher Rentenschutzbund e.V.
Redaktionsteam
Leitung:
Udo Johann Piasetzky ⋅ Andreas Kallen ⋅ Hans – Josef Leiting
Düsseldorf, den 22. Dezember 2007
„Verschenktes Geld?”
Wer spart, kann sich was leisten
Die letzten Tage vor Weihnachten sind für Generationen deutscher Sparschweine der „blanke” Horror.
Meistens werden sie von ihren kleinen Besitzern geschlachtet, damit man für
Mami, Papi, Oma oder Opa
noch ein Geschenk besorgen kann.
Wer spart, sichert sich ab!
Wer spart, kann sich was leisten!
So könnten auch die neuen Motivationsstrategien unserer Politiker lauten, die sie „uneigennützig” – eigentlich wie immer – den deutschen Bürgern ans Herz legen wollen.
Was aber bedeutet das Sparen in Wirklichkeit?
Ist sparen nur eine Modeerscheinung?
Der Gedanke, etwas zurückzulegen in guten Zeiten, damit man in schlechten noch etwas hat, ist so alt wie die Menschheit selbst.
Aber erst auf einem internationalen Sparkassenkongress 1924 in Mailand beschlossen die Teilnehmer, einen Weltspartag auszurufen.
Die von Kriegsmangelwirtschaft und Inflation gebeutelten Bürger sollten wieder für das
Sparen
begeistert werden.
Dieser Sparappell traf den Nerv der Zeit, so dass sich im Laufe der Jahre immer mehr Sparkassen, Banken oder Kreditinstitute der Sparbewegung anschlossen.
Am 31. Oktober 1925 fand der erste Weltspartag statt.
In den nunmehr 83 Jahren seines Bestehens ist der Weltspartag seiner ursprünglichen Bestimmung immer treu geblieben.
Noch heute dient er als
Impuls und Anregung zum planmäßigen Sparen.
Da am 31. Oktober in vielen deutschen Bundesländern der Reformationstag als Feiertag begangen wird, einigte man sich in Deutschland auf den 30. Oktober oder, sollte dieser Tag auf ein Wochenende fallen, auf den letzten Werktag im Oktober.
Arbeitslosigkeit, Armut und Wirtschaftsflauten
sind nicht spurlos an den deutschen Bürgern vorübergegangen.
Rund
160 Euro
legt im Durchschnitt jeder Bürger im pro Monat zur Seite.
Zusammengenommen ergeben diese Ersparnisse die stattliche Summe von circa
78 Milliarden Euro
Jahr für Jahr. Das entspricht in etwa dem Jahresumsatz des Siemens – Konzerns.
Bei dem guten Sparwillen achten viele deutsche Bürger allerdings noch immer nicht auf die besten Geldanlagemöglichkeiten und machen dadurch große Fehler.
Die deutschen Verbraucherzentralen stellen jedes Jahr erneut fest:
„Die deutschen Sparer
verschenken Jahr für Jahr Milliarden Euro an Zinserträgen”.
Mehr als geschätzte
650 Milliarden Euro
fristen immer noch auf bundesdeutschen Sparbüchern ein zinsschwaches Dasein.
Besonders erschreckend:
Mehr als 84% der deutschen Bürger lassen ihre
Ersparnisse auf Girokonten oder Sparbüchern vergammeln,
die nur gering verzinst werden.
Anlage – Alternativen sind den Bürgern durchaus bekannt, werden aber nicht durchlässig genutzt.
Wer zum Beispiel 18 Jahre lang monatlich 25 Euro spart, erhält durchschnittlich
auf einem Sparbuch
5.600 Euro
auf einem Tagesgeldkonto
7.100 Euro
auf einem Jahresfestgeld – Konto
9.400 Euro.
So genannte Schuldscheindarlehen bieten langfristig sogar noch mehr Zinserträge und sind darüber hinaus auch noch besonders sichere Anlageformen.
Gleichgültig welche Sparziele deutsche Bürger verfolgen, sie sollten darauf achten, dass sie nicht in die Hände von skrupellosen
„Cashburnern” oder „Finanzjongleuren”
fallen.
Denn wer spart,
sichert sich ab und kann sich was leisten!
Was 1924 begann, sollte auch heute noch Gültigkeit haben:
Deutsche Bürger
haben kein Geld zu verschenken!
DRSB
Wir kämpfen seit 19 Jahren mit der Stimme der Demokratie
für
einen modernen Sozialstaat,
sichere, langfristige Arbeitsplätze,
sinnvolle, gerechte und lernfähige Rentensysteme,
sichere, gerechte und leistungsfähige Sozialsysteme,
und für
korruptionsfreie Demokratie in Deutschland und der EU.
