DRSB
Deutscher Rentenschutzbund e.V.
Redaktionsteam
Leitung:
Udo Johann Piasetzky ⋅ Heinrich Sternemann ⋅ Hans – Josef Leiting
Düsseldorf, den 21. November 2009
Versagen die Eliten?
Teil 29
Rückkehr der Unsicherheiten
Deformieren statt reformieren?
Armut war lange ein Tabuthema und ist nach der Jahrtausendwende fast schon zu einem Hauptthema in den Massenmedien geworden.
Seit dem die ROT / GRÜNE REGIERUNGSKOALITION ab 1998 den Arbeitsmarkt kaputt reformierte, nahm nicht nur der Druck auf Löhne und Gehälter, sondern bewusst auch die Bereitschaft der Politiker zu, ein kontinuierliches Anwachsen extremer Armut hinzunehmen.
Atlantik – Netzwerker wie zum Beispiel der CDUler Ralf Brauksiepe, wurden in der jetzigen Regierung zum Parlamentarischen Staatssekretär beim Bundesminister für Arbeit und Soziales ernannt und argumentieren schon seit Jahren modelltheoretisch und abstrakt denkend vorsätzlich an der sozialen Realität vorbei.
Das vom DRSB e.V. so genannte
Brauksiepe – Syndrom
findet also seine noch zu hinterfragende Fortsetzung.
Ein riesiger Skandal, wie sehr viele Menschen in unserer Heimat empfinden, denn der vermutlich amerikahörige Atlantik – Netzwerker möchte höchstwahrscheinlich deutsche Bürger züchten, die danach streben, ihre Existenz ausschließlich unter ökonomischen Gesichtspunkten aufrechtzuerhalten.
Einfacher ausgedrückt, bedeutet so etwas, dass die Arbeitsleistungen so billig wie möglich einzukaufen wären und der Staat kaum noch soziale Leistungen erbringen müsste.
Das mag womöglich der Grund dafür sein, dass man selbst in CDU – Kreisen die Ernennung von
Ralf Brauksiepe
zum Parlamentarischen Staatssekretär beim Bundesminister für Arbeit und Soziales als das klassische Beispiel dafür sieht, wie man einen Bock zum Gärtner machen kann.
Mit den ständigen Eingriffen in die kleinen und großen Räder der bewährten deutschen Sozialsysteme vollzieht man bereits seit Jahren einen gravierenden und gewollten Politikwechsel.
Das Ziel liegt auf der Hand und ist erschreckend durchsichtig:
Parlamentarier, Politiker, Parteien
und
Spitzenfunktionäre der Gewerkschaften
müssen sich nicht mehr bewähren oder gar quälen, die Zuwächse der Gewinne der Wirtschaft im Rahmen der Wohlstandsgesellschaft gerecht zu verteilen.
Denn angeblich muss der Sozialstaat noch weiter erheblich Federn lassen, weil er sonst angeblich unter dem Druck von Demografie und Globalisierung zusammenbrechen würde.
Dass der DRSB e.V. eindrucksvoll diese perversen Thesen widerlegen konnte, ist auf der Internetseite in vielen Aufsätzen nachlesbar.
Wie sich noch weitere Einschränkungen im Sozialsystemen auszahlen sollen, dafür gibt es weder sichere Zahlen noch feste Termine.
Da hatte es der CDUler Konrad Adenauer wesentlich leichter, als er den Menschen in unserer Heimat mit der dynamischen Rente ein sicheres „Mehr” versprechen durfte.
Weder
Angela Merkel, Guido Westerwelle, Wolfgang Schäuble
noch andere Protagonisten der heutigen Regierungskoalition können für den abstrakten Nutzen dieser gewollten
Sozialleistungsvernichtung
konkrete Zeitpunkte nennen oder gar verlässliche Aussagen über das Ausmaß des tatsächlichen Nutzens für die Menschen in unserer Heimat tätigen.
Für die intelligenten und geschickten Redenschreiber und Berater unserer verantwortlichen Politiker wird es immer unmöglicher den
galoppierenden Reformvorschlägen
mehr stabilen Überbau und Sinngebung einzuflößen.
Auch die Dauerforderung der Politiker an die Medien diverse Reformvorhaben mit noch mehr inhaltlosen Visionen oder Zukunftsbildern zu verbinden, stößt an die Grenzen journalistischer Manipulationsmöglichkeiten.
Der Sprung ins globalisierte Zeitalter entwickelt sich zu einem Zeitsprung in geradezu revolutionäre Verhältnisse, die dazu führen können, dass sich die bewährten
sozialen Sicherungssysteme
dem antisozialen Neoliberalismus kampflos ausliefern müssen.
Ist man also Optimist, Pessimist oder Realist, wenn man heute schon die klar wahrnehmbaren Phänomene als
Rückkehr der Unsicherheiten
bezeichnet?
Reformieren wird immer häufiger als Deformieren empfunden, so dass die Folge eine Fehlauslegung der Reformunwilligkeit ist.
Evolution, also die harmonische Weiterentwicklung der Sozialsysteme, wie sie der DRSB e.V. vorschlägt, ist allemal besser als revolutionäre Maßnahmen.
Obwohl die deutschen Medien ständig „echte Quereinsteiger in die Parteipolitik fordern, scheint auch hier nicht der Schlüssel zur Besserung verborgen zu sein.
Angela Merkel
ist eine echte Quereinsteigerin, der ihr aber den Dauerverdacht einträgt, sie sei fremd in der CDU und verstehe die Probleme der Partei nicht richtig.
Ihre Merkmale:
Frau, ostdeutsch, evangelisch
und
Naturwissenschaftlerin
sorgen alleine schon in der CDU / CSU, die traditionell katholisch und männlich geprägt ist, zu einem immer größer werdenden Abstand.
Und wie soll eine gutbehütete Pfarrerstochter, die nach der Wende direkt in die Politik stolpern durfte, die sozialen Probleme der Menschen in unserer Heimat wahrnehmen?
Die Verhältnisse in armen Familien können von Angela Merkel genauso wenig realisiert werden wie von
Ralf Brauksiepe,
der mehrfach seine soziale Kälte in den Medien artikulieren durfte.
Personalisierte Politik kommt in Deutschland ohne eine direkte Anbindung an das politische Stammlager nicht aus.
Aber muss sich die CDU durch die Personalie
Ralf Brauksiepe
nun völlig von ihren sozialpolitischen Traditionen abhängen?
Die Stimmung in der Bevölkerung kippt und erzeugt ein Bild von Instinktlosigkeit in der CDU, die dazu führen könnte, dass man im Stammland von Ralf Brauksiepe
[ NRW ] mit deutlichen Stimmenverlusten bei der Landtagswahl im Mai 2010 rechnen muss.
Folgt auf das Debakel um den ehemaligen Generalsekretär
Laurenz Meyer
das Desaster um den Atlantik – Jünger Brauksiepe?
Man kann die öffentlichen Darbietungen von
Ralf Brauksiepe
für rührend, peinlich, aufdringlich, glaubhaft oder lächerlich halten, eines sind sie immer:
Unberechenbar!
Denn was der Atlantik – Jünger höchstwahrscheinlich zielorientiert ansteuert, ist die
Rückkehr der Unsicherheiten.
Die Vervielfältigung von Netzwerkern, Medienplattformen und Partikularinteressen der Wirtschaft, die von der Politik bedient werden wollen, verschiebt das Verhältnis zwischen den virtuellen und realen Kommunikationsprozessen, die zwischen den Menschen in unserer Heimat und den Politikern staatfinden.
Ein deutliches Absinken der CDU in NRW unter die 30%-Marke scheint sich zum realistischen Szenarium zu entwickeln und ist der direkte Ausfluss der eklatanten Kommunikationsverluste der [ noch? ] Volkspartei CDU.
Der rasant anwachsende Ansehensverlust der politischen Klasse findet seinen Ausdruck sowie die Fortsetzung somit auch im unsäglichen
Brauksiepe – Syndrom.
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