Büchse der Pandora
Die Büchse der Pandora haben die USA vor nunmehr 12 Jahren in Afghanistan geöffnet. Die heutige Absicht der USA, mit den Taliban in Verhandlungen zu treten, ist der verzweifelte Versuch, die geöffnete Büchse der Pandora endlich zu schließen. Man schiebt den afghanischen Präsidenten einfach beiseite, um direkt mit den Taliban zu verhandeln. Dies ist erneut ein Beweis dafür, dass das weitere politische Schicksal des afghanischen Präsidenten für die Mächtigen in Washington vollkommen zweitrangig ist. So verhielten sich die USA in Vietnam und so werden sich die USA auch zukünftig verhalten. Wer mit den USA kooperiert, wer sich als Partner oder sogar Freund gefühlt hat, der wird meistens, wenn es HART auf HART kommt, von den Mächtigen in Washington enttäuscht.
Die Wut auf die Amerikaner wächst deshalb nicht nur in Kabul.
Die einstigen „SPONSOREN“ von Karsai suchen wieder einmal ihr Heil in der Flucht. Die USA werden mit Taliban verhandeln – > auch wenn sie sich nicht eindeutig von Al Kaida distanzieren. Es ist töricht anzunehmen, dass irgendeine Gruppierung der Taliban zur Aufgabe des Machtanspruchs in Afghanistan bereit wäre. Die Frage, ob die friedlichen Töne, die man von den Taliban jetzt zu hören bekommt, tatsächlich ernst zu nehmen sind – > stellt sich nicht. Wieso sollten die Taliban in dem Moment verhandeln wollen, da sich ihr Feind – > die USA – > sich aus Afghanistan zurückziehen muss? Der gesamte Staatsapparat sowie große Teile der Sicherheitskräfte sind mit Sympathisanten der Taliban durchzogen. Wenn die Taliban die NATO – TRUPPEN – > und hier insbesondere die US – Armee – > ohne größere Verluste abziehen lassen, dann nur zu ihren Bedingungen. Dien Bien Phu war die entscheidende Schlacht im ersten Indochinakrieg und besiegelte das Ende der französischen Herrschaft. Saigon war der Tiefpunkt für die US – Armee und zeigte die Schwachpunkte der USA der ganzen Welt. Kabul wird vermutlich zum weiteren Fanal für den Sieg des Islam. Diese Signale sind jedenfalls für den WESTEN nicht ermutigend.
Nach dem Abzug der NATO – TRUPPEN werden die Taliban höchstwahrscheinlich mit der „SÄUBERUNG“ „IHRES“ Landes beginnen. Deshalb ist schon jetzt ein kurzer Bürgerkrieg in Afghanistan vorprogrammiert – > zwischen den Nutznießern der Besatzer – > mit der amerikanischen Marionette Karsai an der Spitze – > und den Taliban, mit denen die USA Friedensverhandlungen führen mussten.
Was glauben Sie? Wer hat in diesem miesen Spiel die besseren Karten?
Denn nicht nur in Afghanistan kreisen seitenlange Listen mit den Nutznießern der amerikanischen Besatzer. In Kabul wird nach dem Abzug der Amerikaner DIE BÜCHSE DER PANDORA für alle Freunde und Sympathisanten der USA geöffnet. Nordvietnam löste damals mit sogenannten Umerziehungslagern das „PROBLEM“ auf eine sehr „HUMANE“ Art. In Afghanistan herrscht das Gesetz der Scharia.
