Sonderinfobrief – 09. September 2021 / Das rätselhafte Land!

Das rätselhafte Land!

 

 

Der ehemaliger Außenminister der USA ->

Henry Alfred Kissinger ->

war ein außergewöhnlicher Politiker der Republikaner. Der ->

DEUTSCH-AMERIKANER ->

spielte in der Außenpolitik der USA zwischen 1969 und 1977 eine zentrale Rolle!

Henry Alfred Kissinger ->

war Vertreter einer harten und gewaltbereiten Geheim- und Real-Politik -> aber auch einer der Architekten der Entspannung im Kalten Krieg zwischen OST und WEST. Der erfahrene Politikwissenschaftler und ehemalige Politiker der Republikanischen Partei war von 1969 bis 1975 ->

Nationaler Sicherheitsberater ->

und von 1973 bis 1977 Außenminister der der USA.

Henry Alfred Kissinger ->

erhielt gemeinsam mit dem vietnamesischen Politiker ->

Lê Đức Thọ ->

1973 den Friedensnobelpreis für ein Waffenstillstands- und Abzugs-Abkommen mit Nordvietnam -> dass den Vietnam-Krieg zu beenden half. Lê Đức Thọ lehnte die Annahme des Friedensnobelpreises ab. Von 1977 bis 1981 war Kissinger Direktor der US-Denkfabrik ->

Council on Foreign Relations.

Doch Kissingers Vorliebe galt der Geheim-Diplomatie. In einer überraschenden Aktion nahmen die USA 1971 direkte Gespräche mit dem Mao-Regime in der Volksrepublik China -> kurz VR China genannt -> auf. Die USA holten die VR China damit aus der politischen Isolation und gaben der Geo- und Welt-Politik eine vollkommen neue Richtung -> deren Langzeit-Auswirkungen derzeit nicht nur die USA zu schmerzhaft spüren bekommen. Die Geheim-Reise in ein rätselhaftes Land -> wie Kissinger die VR China vor 50 Jahren nannte -> hat bis heute alle Chancen genutzt. Denn im Juli 1971 fanden Chinas Ministerpräsident ->

Zhou Enlai ->

und der Außenminister der der USA -> trotz gravierender ideologischer Gegensätze sofort eine gemeinsame Gesprächs-Basis.

Übrigens….

…. in der Nacht auf den 09. Juli 1971 spielte sich auf dem Flughafen der pakistanischen Stadt Rawalpindi eine merkwürdige Szene ab. Auf einem Rollfeld stieg ein Mann mit einem Schlapphut und einer Sonnenbrille aus einem Automobil und bemühte sich -> schnell und unerkannt in eine bereitstehende Boeing 707 zu gelangen. Dieser um Diskretion bemühte Mann war der ->

Nationaler Sicherheitsberater der USA!

Der damals 48-jährige Sicherheitsberater des 37. US-Präsidenten Richard Nixon -> dessen Gesicht bald die Titelseiten aller Print-Medien und die Nachrichten in den TV-Medien dominieren würde -> war auf einer Geheim-Operation mit dem Codenamen ->

POLO!

Kissingers Flugzeug nahm Kurs auf Peking. Eine Stadt -> die seit der Machtübernahme der Kommunisten im Jahr 1949 noch nie eine offizielle US-Delegation betreten hatte. Die Geheim-Operation mit dem Codenamen POLO war von extremer Geheimhaltung und vielen Täuschungs-Manövern begleitet. Sogar der US- Außenminister ->

William Pierce Rogers ->

kannte die Geheim-Operation nicht -> denn Kissinger war für Rogers auf einer Asien-Tournee -> um den tatsächlichen Zweck der Reise zu verschleiern. Auf einem Bankett in Islamabad täuschte Kissinger den Gästen eine Magen-Verstimmung vor und sollte sich angeblich zur Erholung auf einen Landsitz nördlich der Hauptstadt begeben. In Wirklichkeit schickte man einen Doppelgänger dort hin.

Henry Alfred Kissinger ->

befand sich zu diesem Zeitpunkt bereits in Peking und konnte -> ungestört von den Medien -> eine Annäherung zwischen der VR China und den USA anbahnen. Auf der Rückreise telegrafierte Kissinger dem 37. US-Präsidenten Nixon nur ein einziges Wort ->

EUREKA!

Ein vereinbartes Codewort -> wenn die Mission ein Erfolg war. Am Abend des 15. Juli 1971 informierte der 37. US-Präsident die US-Bürgerinnen und US-Bürger aus einem kalifornischen Fernseh-Studio. Nixon teilte mit -> dass er Kissinger zu Verhandlungen mit dem Ministerpräsidenten der VR China ->

Zhou Enlai ->

geschickt hatte. Nixon kündigte auch an -> dass im folgenden Jahr zu einem Gipfel-Treffen nach Peking reisen werde -> denn Peking und Washington hätten sich darauf verständigt -> eine Normalisierung ihrer Beziehungen anzustreben. Nach Ansicht des 37. US-Präsidenten -> sei dieses Treffen für den Weltfrieden unerlässlich. Die Nachricht von Nixon schlug weltweit wie ein Blitz ein. 50 Jahre später ist nur noch sehr schwer vorstellbar -> weshalb dieses Ereignis als derart monumental aufgefasst wurde. Kontakte auf höchster Ebene mit der VR China sind heute vollkommen normal. Aber im Jahr 1971 herrschte eine völlig andere politische Atmosphäre. Die Welt war geteilt in feindliche Machtblöcke und der „SO“ bezeichnete ->

KALTE KRIEG ->

zwischen dem kapitalistischen und dem kommunistischen Lagern prägte die internationale Politik. Antikommunistische Hardliner in den USA -> zu denen auch Nixon zählte -> hielten das „SO“ dargestellte ->

ROT-CHINA ->

für schlimmer als die Sowjetunion -> weil Moskau als berechenbar galt. Im sogenannten WESTEN betrachteten man die VR China als despotische, expansionistische Macht -> die die USA und den WESTEN aus Ostasien verdrängen wollte und mithilfe der kommunistischen Vietcong den USA einen endlosen Krieg um Vietnam aufgezwungen hatte. Die VR China hatte weltweit nur einen richtigen politischen Verbündeten.

Albanien ->

hielt damals Distanz zur übermächtigen Sowjetunion und verfolgte einen extrem strammen maoistischen Kurs. Die USA und der sogenannte WESTEN verweigerten der VR China sogar die Anerkennung der Führung als rechtmäßige Vertreterin des chinesischen Volkes. Diplomatische Beziehungen unterhielten man nur mit der national-chinesischen Regierung auf der Insel Taiwan. Taiwan kontrollierte zwar nur ein winziges Territorium -> konnte jedoch mit der Unterstützung der USA unter dem Namen ->

Republik China ->

den eigentlich für die VR China reservierten Sitz in der UNO und im Sicherheitsrat besetzen. 1971 gab es weder regulären Handel noch Tourismus mit der VR China -> denn Washington verbot den US-Bürgerinnen und US-Bürgern das feindliche ROT-CHINA zu besuchen. Ausnahme-Bewilligungen waren zwar möglich -> doch in Peking war man keineswegs begierig darauf -> Besucherinnen und Besucher aus der bösen und blutsaugenden kapitalistischen Welt zu empfangen. Noch 1970 thematisierte Mao die faschistischen Gräueltaten von Nixon und wollte die US-Bürgerinnen und US-Bürgern in ihrem revolutionären Kampf gegen den Kapitalismus unterstützen. Die staatliche Propaganda von Pekings überzog Washington regelmäßig mit üblen Beschimpfungen -> denn die ideologischen Gräben waren abgrundtief. Seit Jahren ist nun die VR China der wichtigste Handelspartner der USA und umgekehrt. Aus diesem Grund wunderte man sich damals -> warum der stramme Anti-Kommunist Nixon dem Mao-Regime die Hand reichte. Wie Kissinger viele Jahre später in seinem Werk ->

ON CHINA ->

beschrieb ging es keinesfalls um Freundschaft -> sondern um etwas viel Pragmatischeres. Die USA wollte eine soziale, wirtschaftliche und politische Koexistenz ermöglichen. Die Realität des Kapitalismus hat 1971 die VR China und die USA zusammengeführt. Noch heute fragen sich politisch interessierte US-Bürgerinnen und US-Bürgern -> was trieb das ungleiche Paar Nixon und Mao überhaupt an -> dass man einen Nutzen in einer sozialen, wirtschaftlichen und politischen Kooperation erkennen konnte? So verschieden die VR China und die USA damals waren -> „SO“ gab es doch einige Parallelen.

Die VR China und die USA

befanden sich in innerem Aufruhr!

Die USA wurden durch ständige Antikriegs-Proteste und Rassen-Unruhen zerrissen -> während sich die VR China im Abwärts-Strudel der Kultur-Revolution befand -> die einst Mao in einem Akt des politischen und sozialen Wahnsinns entfesselt hatte. Die Politik-Eliten in der VR China sowie in den USA blickten voller Furcht und Angst in die Zukunft. Der 37. US-Präsidenten Nixon hatte berechtigte Ängste vor einem sozialen, wirtschaftlichen und militärischen Abstieg der USA. Die inneren Unruhen und Plünderungen in Städten, die permanente militärische Aufrüstung der Sowjetunion sowie die sich abzeichnende Niederlage im Vietnam-Krieg schwächten zunehmend die USA. Die politische Führung in Peking suchte Millionen Arbeitsplätze und neue Produktions-Möglichkeiten -> damit man die Führung des chinesischen Volkes nicht verlor. Gemäß den Beurteilungen von Politik- und Wirtschafts-Wissenschaftlerinnen und Politik- und Wirtschafts-Wissenschaftlern war das Ziehen der „SO“ bezeichneten

CHINA-KARTE ->

kein soziales, wirtschaftliches oder militärisches Allheilmittel -> sondern es half den Politikerinnen und Politikern in Washington die Initiative auf der politischen Weltbühne zurückzugewinnen -> denn in Peking fürchtete man sich auch vor einem Angriff der Sowjetunion. Aus dem einstigen Verbündeten der VR China war im Laufe der sechziger Jahre des vorigen Jahrhunderts ein gefährlicher Gegner geworden. 1969 gab es sogar einen kurzen Grenzkrieg zwischen der VR China und der Sowjetunion. In Moskau spielte russische Politikerinnen und Politikern sogar mit dem Gedanken eines Nuklear-Kriegs -> damit man den aufmüpfigen ->

ROTEN BRÜDERN ->

in Peking eine Lektion erteilen konnte. In dieser prekären Situation erschien es Mao ratsamer zu sein -> sich mit dem kapitalistischen Feinden in den USA und im WESTEN zu arrangieren. Eine Annäherung an Washington bot Peking die Chance -> dass man aus der Isolation ausbrechen konnte. Zuerst gab es keine direkten Gesprächs-Kanäle und schon gar keine Vertrauens-Basis. Weder Mao noch Nixon wollten sich dem Vorwurf aussetzen -> dass man offen um die Gunst der anderen Seite buhlt! Nixon handelte gegen die Hauptströmung der Republikaner und Mao kämpfte um seinen Machterhalt. Auf der Seite der USA war hilfreich -> dass der 37. US-Präsident und sein Sicherheitsberater auf einer vergleichbaren Wellen-Länge funkten. Nixon und Kissinger waren politische Realisten mit einem ausgeprägten Instinkt für Geheim-Diplomatie. Nixon vertrat bereits 1967 die Meinung -> dass es sich die USA nicht leisten könnten -> die VR China für immer außerhalb der Welt-Gemeinschaft zu lassen. Der deutschstämmige frühere Harvard-Professor Kissinger folgte nach anfänglichem Zögern den Visionen von Nixon. Am 27. April 1971 hielt Nixon eine vage Einladung für ein Gipfel-Treffen in den Händen ohne -> dass die USA ihre Armee-Einheiten aus Taiwan abziehen mussten. Zu den Verlierern zählte zuerst Taiwan -> das seinen Platz in der UNO und sein privilegiertes Verhältnis mit den USA verlor. Es dauerte noch bis 1979 -> bis die USA volle diplomatische Beziehungen mit der VR China aufnahmen und zugleich das Militär-Bündnis mit Taiwan aufkündigten.

Übrigens….

….. dem 37. US-Präsidenten und Kissinger gelang es nicht -> von Peking eine Garantie zu erhalten -> dass man die Taiwan-Frage ausschließlich mit friedlichen Mitteln lösen möchte. Das Damoklesschwert einer möglichen militärischen Aktion der VR China -> gegen die vermeintlich abtrünnige Provinz Taiwan -> ist bis heute existent. Das Problem hat nun der 46. US-Präsident vor der Brust -> denn die VR China spekuliert eindeutig darauf -> dass mit JOE BIDEN ein wesentlich schwächerer Politiker im Weißen Haus sitzt -> als DONALD TRUMP. Zu den Verlierern der Geheim-Diplomatie von Nixon und Kissinger zählte deshalb auch das überflüssige, marode und zerstrittene Kunstgebilde der EU-Vertragsgemeinschaft. Mit der Öffnung gegenüber der VR China schufen die USA eine neue -> und wie sich heute herausgestellt hat -> eine unvorteilhafte Konstellation -> weil man Peking die Möglichkeit bot -> sich sowohl sozial, wirtschaftlich, militärisch und politisch erheblich zu stärken. Trotzdem verharrt Kissinger in der Überzeugung -> dass eine Isolierung Chinas den Welt-Frieden gefährdet. Der inzwischen 98-jährige ->

DEUTSCH-AMERIKANER ->

hat in den vergangenen Jahren wiederholt mehrfach davor gewarnt -> dass eine Atmosphäre des gegenseitigen Argwohns in einen katastrophalen Konflikt ausarten könnte.

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