DRSB
Deutscher Rentenschutzbund e.V.
Redaktionsteam
Leitung:
Udo Johann Piasetzky ⋅ Andreas Kallen ⋅ Hans – Josef Leiting
Düsseldorf, den 14. Mai 2008
Shalom Israel
Kein anderes Volk auf dieser Welt wurde und wird noch immer so oft verkannt, verteufelt und verfolgt, wie die
Israeliten.
1209 vor Christus wurde auf einer Stele des Pharaos Merenptah erstmals der Volksstamm
Israel
in Kanaan erwähnt.
Folgt man den Ausführungen in der Bibel, so entstand der Volksstamm der Israeliten aus den zwölf Söhnen Jakobs, die den Ehrennamen
Israel
erhielten. Sie bildeten in ihrer Gesamtheit und Generationenfolge das Volk Israel, die man auch als Hebräer bezeichnete.
Gejagt, besiegt und unterjocht von den Römern kam es beim jüdischen Aufstand gegen die römische Besatzung um 70 nach Christus zum jüdischen Krieg.
Gemäß der Geschichtsschreibung verteidigten sich in den Jahren 70 bis 73 nach Christus in Masada insgesamt 973 jüdische Bürger gegen eine Übermacht von
15.000 römischen Legionären der X. Legion
unter dem Befehlshaber Flavius Silva.
Flavius Silva
ließ den Masada mit einer über vier Kilometer langen Mauer umgeben, um die Belagerten von ihrer Umgebung abzuschneiden.
Die Reste der römischen Lager sind bis heute sichtbar. An der niedrigeren Westseite des Berges bauten die Römer eine noch heute gut erhaltene Belagerungsrampe, die bis an die Mauern der Festung reichte.
Über diese Rampe führten die römischen Truppen, Rammböcke und andere Belagerungsmaschinen an die Festung heran, um die Mauer zum Einsturz zu bringen.
Allein durch die Lage und die gute Überschaubarkeit der Zugangswege war das 300 mal 600 Meter große und ebene Gipfelplateau in Form einer Raute gut zu verteidigen.
Damit die Wüstenfestung im Belagerungsfall lange verteidigt werden konnte, wurden große Nahrungsvorräte angelegt und 12 Zisternen gegraben, die mehrere zehntausend Kubikmeter Regenwasser aufnehmen konnten.
Nachdem der römische Feldherr
Flavius Silva
mit seinen Truppen die ersten Mauern von Masada schleifte, beschlossen die Belagerten, unter Führung von
Eleazar ben Ya‘ir,
angesichts der völlig aussichtslosen Lage, als freie jüdische Bürger zu sterben.
Per Losentscheid wurden einige Soldaten bestimmt, die den Rest der Gruppe und anschließend sich gegenseitig töten sollten.
Als die römischen Truppen die Festung
Masada
stürmten, fanden sie nur noch zwei Frauen und fünf Kinder lebend vor.
Masada
wurde bis heute dadurch zum Symbol des jüdischen Freiheitswillens.
Zum alljährlichen
Holocaust – Gedenktag
wird in Israel traditionell mit Schweigen und Sirenen der sechs Millionen ermordeten Juden während der fürchterlichen Nazi – Herrschaft gedacht.
Mit Feierstunden im israelischen Parlament
erinnerten führende israelische Politiker an ermordete Verwandte.
Punkt 10 Uhr Ortszeit ertönen dann landesweit die Sirenen für zwei Minuten. Das öffentliche Leben in Israel bleibt stehen, Autofahrer steigen aus ihren Fahrzeugen aus, in Büros und Schulen erheben sich die Bürger von ihren Stühlen und Passanten auf den Straßen verharren in stillem Gedenken an die sechs Millionen von den Nazis ermordeten Juden.
Mit der Gründung des Staates
Israel am 14. Mai 1948
wurde ein sicherer Hafen für alle Juden auf der Welt geschaffen.
Was die Gründungsväter sowie die israelischen Bürger bis heute aus einem Wüstenstreifen erstehen ließen, verdient Bewunderung und Anerkennung.
Leider teilen noch immer einige arabische Nachbarn nicht den tiefen Friedenswillen der
Israelis.
Fast täglich ist der israelische Staat gezwungen sich mit Waffengewalt zu verteidigen. Terroranschläge bedrohen das Leben der israelischen Bürger.
Trotz dieser ständigen Gefährdung wird der israelische Staat vollkommen falsch eingeschätzt und beurteilt.
Eine über das Internet veröffentlichte, europaweite Meinungsumfrage der
EU – Kommission hat erschreckende Ergebnisse zu Tage gefördert.
Ein ganz erheblicher Teil der befragten EU – Bürger sieht den Staat Israel als eine wesentliche Bedrohung für den Weltfrieden.
Die aus der Sicht des DRSB e.V. seltsam dubiose Meinungsumfrage stützt ihre Ergebnisse auf verschiedene Ursachen insbesondere aber den palästinensischen Terror
Und dessen Folgen.
Der palästinensische Terror, auf den die israelische Politik angeblich noch keine langfristig überzeugende Antwort findet. Dies soll zu einer beträchtlichen Erosion des Vertrauens der EU – Bürger geführt haben.
Vertrauen ist aber die unerlässliche Grundlage für mentale, soziale, wirtschaftliche und politische Stabilität.
Diesen Mangel an Vertrauen spürt man auch in den Umfragen der Bildzeitung in Deutschland.
Die gegenwärtige Ruhe in Israel darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Bedrohung wächst, auch wenn die Zahl der Attentate zurückgegangen ist, was ausschließlich auf die vorzügliche Aufklärungs- und Abwehrarbeit der israelischen Sicherheitsdienste zurück zu führen ist.
Es bleibt ein Faktum, dass der Staat Israel und seine Bürger einer latenten Bedrohung ausgesetzt sind. So etwas darf nicht wegdiskutiert werden und deutsche Bürger sollten sich aktiv damit auseinandersetzen.
Schon allein wegen der historischen – moralischen Verantwortung für die
Shoah
sollte jeden Bürger die Frage nach der Sicherheit der israelischen Bürger tief berühren.
Israel und Deutschland
verbinden heute eine breite Zusammenarbeit in Wirtschaft, Wissenschaft, Forschung und Technologie.
Ein aktiver regelmäßiger Jugendaustausch und eine Vielzahl von Partnerschaften zwischen Städten, Gemeinden und Bildungseinrichtungen verfestigen von Jahr zu Jahr die Verbundenheit zu den
israelischen Freunden.
Die Holocaust – Gedenkstätte
Jad Vashem
erinnert Besucher aus der ganzen Welt daran, dass man damals zu spät aufwachte, um der von Adolf Hitler ausgehenden Bedrohung noch vor dem Krieg begegnen zu können.
So etwas darf sich nicht wiederholen!
Hätten die jüdischen Bürger zu der Hitler – Zeit einen Staat mit der Stärke, der Kraft und mit den Fähigkeiten von
Israel
gehabt, wäre der Holocaust vermutlich vermieden worden.
Stärken wir also die deutsch – israelischen Beziehungen und werben wir alle für ein uneingeschränktes Existenzrecht von
Israel.
Shalom Israel und herzlichen Glückwunsch zum 60. Geburtstag.
