ist korruption eine feste institutionalisierte einrichtung in deutschland

DRSB

Deutscher Rentenschutzbund e.V.

 

Ist

Korruption

eine feste institutionalisierte Einrichtung in Deutschland?

Wie kann das bekämpft werden?

von

Udo Johann Piasetzky

Vorstandsvorsitzender des DRSB e.V.

und

Rechtsanwalt Andreas Kallen

Leiter der Rechtskommission des DRSB e.V.

und

Steuerberater Hans-Josef Leiting

Leiter der Rentenkommission des DRSB e.V.

 

 

Meerbusch, den 06. April 2006

 

Folgendes ist in der Rot >< Schwarzen Regierung ein heiß umstrittenes Thema:

 

Die Kernkraft >< Atomstrom!

 

Nach Angaben von Umweltminister

Sigmar Gabriel

 

stand der Streit über den Atomausstieg aber nicht im Mittelpunkt des dreieinhalbstündigen Energiegipfels der Regierung mit Vertretern der Energiewirtschaft.

 

Warum auch, jeder Bürger weiß es in der Zwischenzeit schon sehr genau, dass die Energie-Multis durch ihre systematische Beeinflussung auf unsere Politiker ihre Wunschprogramme ohnehin durchsetzen.

 

Nach Aussagen der Kanzlerin Merkel soll in den kommenden Monaten weiter debattiert werden

 

sie vermutet auch kontrovers. ???

 

Debattieren?

Sofortiges Handeln ist angesagt!

 

Die Umweltorganisation Greenpeace äußerte sich schon skeptisch.

 

Dieses erste energiepolitische Spitzengespräch zeigt, dass Kanzlerin Merkel

sich von den >>> Falschen <<< beraten lässt”,

 

erklärte Energieexperte Thomas Breuer.

 

Die

Energie-Multis

 

haben bis heute keinerlei Interesse gezeigt,

 

Versorgungssicherheit und Klimaschutz

 

unter einen Hut zu bringen.

 

Von einem Interesse an Arbeitsplätzen gar nicht zu reden.

 

Den konsequenten Einsatz

erneuerbarer Energien haben sie eher behindert als gefördert.

 

Auch das Einsetzen von drei Arbeitsgruppen, die die internationalen und die nationalen Gesichtspunkte der Effizienz durchleuchten sollen, ist eine

 

Verschleppungstaktik auf hohem Niveau.

 

Im September 2006 soll es ein weiteres Treffen mit gleichem Teilnehmerkreis geben indem dann womöglich die Ergebnisse debattiert werden.

 

Das Milliarden-Versprechen beim Energiegipfel bis zu 70 Milliarden Euro in neue Kraftwerke und Netze zu investieren ist vermutlich eine

 

Verhöhnung aller Bürger.

 

Geschätzte 30 Milliarden Euro sollen in konventionelle Stromerzeugung fließen, weitere 40 Milliarden in erneuerbare Energien.

 

In welche erneuerbaren Energien wurde nicht gesagt!

 

Das bleibt das Geheimnis der Energie-Konzerne. Da liegt die Vermutung auf der Hand:

 

Das Hauptziel:

Investitionen in neue Kraftwerke und Netze.

Die Regierung sagte aber im Gegenzug großzügig schon einmal

 

2

Milliarden Euro

für die Energieforschung

zu.

 

Betrachtet man die Milliarden Gewinne der Energie-Riesen, so sind staatliche Zuschüsse absolut unnötig.

 

Lesen Sie hierzu den DRSB-Artikel:

 

Die Föderalismusreform

Die Mutter aller Reformen?

Oder

die totale Kapitulation der

Politiker?

 

Ein nationales energiepolitisches Gesamtkonzept, damit die Abhängigkeit von

Energieimporten verringert wird und steigende Preise gestoppt werden, sieht anders aus.

 

Ein Kampf für neue Energiequellen zum Wohle der Bürger in unserem Land und eine konstruktive Energiepolitik, die den umweltpolitischen Herausforderungen des Klimaschutzes gerecht wird, ist nach dem Energiegipfel nicht erkennbar.

 

Die Kanzlerin

und auch die Bundesminister

Gabriel und Glos

zogen aber trotzdem

eine positive Bilanz.

 

Themen wie zum Beispiel:

Alternative

Wärmegewinnung und Kraftstoffversorgung

 

wurden nur am Rande gestreift und wenig beleuchtet. Auch hier besteht Nachholbedarf.

 

An dem Energiegipfel nahmen unter anderem Vertreter von

E.ON

EnBW

Vattenfall Europe

und

RWE

teil.

 

2

Milliarden Euro

 

Fördermittel für

Heizblockkraftwerke

 

Erdwärme > GeoPower und GeoHeat <

 

können bei circa

41 000

Sanität- und Heizungsbau-Betrieben

womöglich bis zu

450 000

sichere und neue Arbeitsplätze

 

entstehen lassen.

 

Bei einem flächendeckenden Einsatz von

 

Heizblockkraftwerken

und

Erdwärme > GeoPower und GeoHeat <

 

müssten aber alle Energie-Multis auf große Umsatzteile verzichten.

 

Da entsteht ganz schnell ein riesiger Fragenkatalog:

 

Warum werden

Heizblockkraftwerke

und

Erdwärme

nicht

besser gefördert?

 

Das eigentliche Problem ist aber die Korruption in Deutschland, die schon wie eine feste Institution erscheint.

 

Jeden Tag liest man über neue Fälle von wirtschaftlichen Verstrickungen von Politikern insbesondere mit Energie-Konzernen.

 

Es erscheint schon als Normalfall, dass Spitzenpositionen mit vormaligen hohen und höchsten (Staats)-Beamten besetzt werden.

 

Gerade hier werden womöglich

täglich immense Schäden angerichtet.

 

Für viele Beteiligte ist das Handeln oft sogar

 

vollkommen legal.

 

Diese so genannte institutionalisierte Korruption muss bekämpft werden, sonst gibt es kein Entkommen aus der Energie-Kostenfalle!

 

Was aber passiert stattdessen?

 

Zum Beispiel der Bundestagsabgeordnete und

 

Ex-Generalsekretär der CDU

>>> Laurenz Meyer <<<

 

erhielt von einem Energie-Multi kostenlos Strom und zusätzlich fette

 

>>> Beraterhonorare <<<

 

und klagt heute mit Kollegen gegen die geplante, ohnehin halbherzige Offenlegung von

 

Nebeneinkünften der Abgeordneten.

 

Viele Politiker sitzen in Aufsichträten und / oder Beiräten von

 

Energie-Konzernen

 

und anderen Beteiligungsgesellschaften.

 

So bessern sie nicht nur ihre Bezüge aus öffentlichen Mitteln auf, sondern tragen auch noch dazu bei, dass für die Bürger Gebühren für Energie, Wasser oder Müllabfuhr

rasant und ungebremst steigen.

 

Die perfekte Mischung also, im Sinne des lateinischen Begriffs

 

corrumpere

verderben >< zerstören >< bestechen >< zugrunde richten!

 

Corrumpere

 

bezeichnet ganz allgemein den heimlichen Missbrauch von

 

öffentlicher, institutioneller

oder

privatwirtschaftlich eingeräumter Stellung oder Macht.

 

 

Wie aber kann diese womöglich

 

feste Einrichtung in Deutschland

 

nachhaltig zum Wohle aller Bürger bekämpft und ausgeschaltet werden?

 

Wie kommen wir ein kleines Stück näher dahin, dass unsere Politiker wieder

 

weniger Anreize

 

bekommen und haben, sich entgegen Ihres Amtseides zum eigenen

 

Vorteil

als

Dienstleister

bestimmter Teile der Privatwirtschaft zu

engagieren

und sich dem

Gemeinwohl

und dem

Wählerauftrag nicht nur verpflichtet zu fühlen

sondern

auch danach zu handeln.

 

Wie kann dem

Verfall der Glaubwürdigkeit

 

in die Politik und bei den Parteien wirksam entgegengewirkt werden?

 

Im Jahr 1989 forderte der DRSB e.V. in seinem Grundsatzprogramm zur Rettung der Rentensysteme eine

Karenzzeit

 

für alle Parlamentarier in Deutschland.

 

Ein Parlamentarier sollte vor einer Wahl und / oder Amtsantritt

 

3 Jahre

 

keinem Aufsichtsrat und / oder Beirat eines Wirtschaftsunternehmens angehören. Dies sollte auch selbstverständlich während seines Mandats gelten.

 

Nach dem Ausscheiden aus einem Parlament und / oder Beendigung eines Amtes sollte ein Politiker

5 Jahre

 

keinem Aufsichtsrat und / oder Beirat eines Wirtschaftsunternehmens beitreten.

Diese Karenzzeit von gesamt

8 Jahren

stellt nachhaltig sicher, dass ein aktueller Politiker und / oder zukünftiger Politiker für Wirtschaftsunternehmen uninteressant ist.

 

Dieser so genannte berühmte erste

 

Schritt in die richtige Richtung

 

könnte als verbindliche Festschreibungen in alle Parteiprogramme ein deutliches Zeichen setzen und auch die anhaltende Politikverdrossenheit bekämpfen.

 

 

Korruption

behindert jeden Wettbewerb und führt zu Preiserhöhungen.

 

Korruption stärkt diejenigen, die sich unfair verhalten

und

schwächt jeden ehrlichen Bürger.

 

Langfristig schädigt Korruption die Demokratie

und

zersetzt jeden Staat.

 

DRSB

Wir kämpfen um jeden

Cent und Euro

für deutsche Rentensysteme

sowie für

dauerhafte und sichere Arbeitsplätze

 

 

Lesen Sie hierzu auch den DRSB-Pressespiegel:

Der Pressespiegel

Financial Times Deutschland

Mittwoch, 05. April 2006

 

Leitartikel Financial Times Deutschland

 

ENERGIE

Gipfel des Scheiterns

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