Infobrief – 17. Juni 2013 / Tränen des Abschieds?

Tränen des Abschieds?

 

Für einen kleinen Augenblick verliert der SPD – Kanzlerkandidat Peer Steinbrück beim Partei Konvent die Fassung. Steinbrück kann die Frage der Moderatorin nicht mehr beantworten. Die Delegierten erheben sich und spenden spontan Applaus. Sie merken: Dieser Kanzlerkandidat wird die Partei niemals zum Erfolg führen. Der Mann ist fertig! Soll so das Ziel, Peer Steinbrück als Menschen zu präsentieren, erreicht werden?

Wenn JA! – > Dürfte diese Übung völlig misslungen sein!

Wer miterlebt hat, wie die Genossen an der Basis und Sigmar Gabriel den eigenen Kanzlerkandidaten mal ignorieren und mal konterkarieren, kann sich nicht vorstellen, wie daraus im Fall eines Wahlsieges noch eine gedeihliche Zusammenarbeit erwachsen soll. Das Interview von Steinbrück und seiner Ehefrau war eher eine Art Hilferuf an die Partei – Basis. Gemäß dem Motto:

Seht her – > der Peer kann auch „MENSCHLICH“!

Der aktuelle Zustand der SPD muss als Dilemma bezeichnet werden. Entweder hat die SPD den falschen Kandidaten, das falsche Programm oder den falschen Vorsitzenden. Oder vielleicht auch alles? Der Partei – Konvent war auf jeden Fall ein stummer Schrei der Verzweiflung. Die Unstimmigkeiten in der Führungsspitze der SPD sind unverkennbar.

Das sind keine einfachen Kommunikationspannen.

Das sind klare Anzeichen für das nahende Ende der deutschen Sozialdemokratie. Die SPD bot 100 Tage vor der Bundestagswahl ein Bild, das starke Zweifel an ihrer Regierungs- oder Zukunftsfähigkeit nährt. Es fehlt an Orientierung, die Führung ist zerstritten und das sogenannte Kompetenzteam von Steinbrück eine Ansammlung nahezu Unbekannter. Die volksschädliche und volksfeindliche Agendapolitik hat diese Partei an den Rand der Bedeutungslosigkeit geführt. Die Umfragewerte für die SPD werden immer schlechter. In den vergangenen Tagen wurden bereits Werte unter 20% festgestellt. Die Medien wagen es kaum zu veröffentlichen – > so grausam ist die Lage der SPD. Die explodierende Nervosität  der Sozialdemokraten ist kaum noch zu verbergen.

 

Gertrud Steinbrück hat leidenschaftlich für „IHREN“ Peer geworben. Vielleicht wäre sie sogar die bessere Gegenspielerin für Angela Merkel. Zitat Gertrud Steinbrück // Uns ging es super gut. Wir konnten tun, was wir wollten. Wenn einer so ein Leben aufgibt, dann muss er etwas wollen // Zitat Ende. Vorher erklärte sie, dass es für sie schwer zu ertragen sei, wenn bei ihrem Mann immer nur das Negative herausgestellt werde, dass er hart, kantig, unwirsch, zweite Wahl sein soll. Gertrud Steinbrück will einen anderen Peer kennen. Das mag so sein – > aber niemand hat Peer Steinbrück zur Kanzlerkandidatur gezwungen. Im Saal saß auch der neue Pressesprecher von Steinbrück – > Rolf Kleine. Ganz offensichtlich war er sehr zufrieden mit dem menschlichen und offenen Einblick in das Eheleben der Steinbrücks. Nur hilft es weder der SPD noch dem deutschen Volk. Sollen demnächst nur noch Heulsusen und Schwachmatiker die Interessen des deutschen Volkes vertreten?

 

Schon die Nominierung von Peer Steinbrück trieb einen tiefen Keil zwischen Fraktionschef Frank – Walter Steinmeier, Parteichef Sigmar Gabriel und der SPD – Parteibasis. Knapp 97 Tage hat die SPD jetzt noch Zeit, das Ruder herumzureißen.

Für die Genossen vor allem ein Spießrutenlauf,

denn man ist im Bundestagswahlkampf keinen Millimeter vorankommen.

Hartz IV, die prekäre Leiharbeit, der Riesterwahn, die systematische Vernichtung sicher geglaubter Arbeitsplätze sowie die exponentiell ansteigende soziale Ausgrenzung lasten schwer auf der deutschen Sozialdemokratie. Die Umfragewerte rutschen immer tiefer in den Umfragekeller, als habe die SPD nur noch Blei um den Hals hängen.

 

 

 

 

 

 

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