god bless america

DRSB

Deutscher Rentenschutzbund e.V.

 

God bless America

( Gott schütze Amerika )

von

Udo Johann Piasetzky

Vorstandsvorsitzender des DRSB e.V.

und

Rechtsanwalt Andreas Kallen

Vorsitzender der Rechtskommission des DRSB e.V.

und

Rechtsanwalt Heinrich Sternemann

Vorsitzender der Antikorruptionskommission des DRSB e.V.

 

 

Meerbusch, den 13. Februar 2007

 

Jeden Dienstag wirft der

 

Washington – Korrespondent

Georg Schwarte

auf NDR Info

with his own private eyes

( mit seinen eigenen privaten Augen )

 

einen Blick ins Regierungsviertel, auf die Welt der Bushs, Clintons, Obamas, McCains, Giulianis und Schwarzeneggers.

 

God bless America

 

nennt er seine scharfzüngige Kolumne, in der er die Mächtigen der selbsternannten Supermacht aufs Korn nimmt und ihre meistens unfreiwilligen verbalen Fehltritte in ein amüsantes satirisches Hörstück umwandelt.

God bless America

 

vermischt Buntes, Kurioses und Nachdenkenswertes aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten.

 

Jeden Dienstag, um 7.38 und 9.38 Uhr auf NDR Info.

 

Lachen ist gesund, hilft aber den USA in Zukunft nicht weiter.

 

Die Regierung von George Walker Bush betreibt mit großem Eifer seit ihrem Amtsantritt einen defizitären Haushalt und trägt durch ständige Kreditnachfragen somit laufend zu einer weiteren Auslandsverschuldung bei.

 

Finanz- und Bankfachleute stellen sich deshalb täglich die Frage:

 

Wie lange geht dieses Verhalten noch gut?

 

Nüchtern betrachtet, hat die US – Währung bereits 20% bis 30% ihres Wechselkurses gegenüber dem stabilen Euro verloren.

 

Dementsprechend steigen die Wertverluste für ausländische Gläubiger. Da bleibt nur die Hoffnung, dass das Vertrauen der ausländischen Kreditoren in die wirtschaftliche Kraft und Stärke der USA nicht verloren geht.

 

Sollte aber das Vertrauen wegschmelzen, besteht die große Gefahr, dass einige ausländische Gläubiger vermehrt US – Bonds abstoßen und damit gleichzeitig eine Dollar – Krise von nicht gewohnter Art und Weise auslösen.

 

Eine weitere ständige Schwachstelle in der amerikanischen Finanzwelt sind die charakterlichen Mängel eines Teils der US – Manager.

 

Mitte der siebziger Jahre des vorigen Jahrhunderts nahm der Drang zu spekulativen Aktionen deutlich zu und fand das Finale in der grotesken Hysterie der so genannten

 

new economy

sowie der damit verbundenen neuen Aktienwelt.

 

Die Liste der Verfehlungen, Vergehen und Skandale wird nahezu täglich länger und reicht von der früher bekannten und hoch angesehenen

 

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Arthur Anderson

 

über Worldcom bis in die Führungsspitze der New Yorker Börse.

 

Hinzu kommt die unbändige Jagd nach „freundlichen” oder „feindlichen” Firmenübernahmen, die in der Form von fremdfinanzierten Börsentricks ein Ausbluten der Übernommenen zur Folge hat.

 

Josef Meinrad Ackermann

( Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bank )

 

sprach sogar in Zeitungsinterviews von der Schutzmöglichkeit für deutsche Firmen.

 

Man kann den gebürtigen Schweizer sehen wie man will, sein Eintreten für deutsche und europäische Unternehmen verdient Respekt und Anerkennung.

 

Wer dem US – Raubtierkapitalismus entgegen tritt und die Sucht nach schneller persönlicher Bereicherung geißelt, schützt damit gleichzeitig deutsche Arbeitsplätze.

 

Aufgrund der sehr angespannten amerikanischen Wirtschaftlage wird es immer wahrscheinlicher, dass die amerikanische Regierung zu dramatischen und drastischen Mitteln greifen muss.

 

Mögliche gravierende Einschnitte in die Steuer- und Haushaltspolitik, aber auch Einschränkungen im Importhandel und dem internationalen Finanzverkehrs würden dann > ohne jegliche Vorwarnung <die amerikanische Nation und das Ausland äußerst hart treffen.

 

Da die meisten amerikanischen Bürger ihre Altersversorgung dubiosen Investmentfonds anvertraut haben, werden Altersarmut und soziales Elend auf Jahrzehnte hinaus das

„Land der unbegrenzten Möglichkeiten”

 

wie ein böses Gespenst begleiten.

 

Ein deutliches Zeichen von der wirklichen Schwäche der US – Gesellschaft wird zusätzlich sichtbar:

 

Die private Sparquote der US – Bürger liegt durchschnittlich bei

 

O%

( in Worten: Null Prozent )

des Einkommens.

 

Die eigentliche Kapitalbildung findet nämlich seit Jahren fiktiv in den Finanzgesellschaften, Banken und Unternehmen statt.

 

Die für Interessierte dauerhafte, fatale Abhängigkeit der amerikanischen Wirtschaft von ausländischem Kapitalimport könnte womöglich sogar die Bewegungsfreiheit der amerikanischen Politik gegenüber den europäischen Partnern, Russland sowie Japan einschränken und negativ beeinflussen.

 

Die amerikanische Volkswirtschaft ist schon lange nicht mehr leistungsfähig genug, den Belastungen standzuhalten.

 

Die zu erwartenden brutalen Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt sind bereits heute spürbar.

 

Die strategischen Optionen sind begrenzt und überschaubar, so dass es fast keinen Unterschied macht, wer in 2 Jahren dieses Land regieren wird.

 

Wer auch immer die ersten Vorwahlen zur Kür der Präsidentschaftskandidaten für die US – Präsidentenwahlen gewinnt, wird sich der aufgezeigten Realität stellen müssen.

 

Da erscheint es gleichgültig ob die Demokraten

 

Hillary Clinton oder Barack Obama

 

oder vielleicht die Republikaner

 

Rudy Giuliani oder John McCain

 

das Rennen machen, die Probleme bleiben die Gleichen.

 

Die Neuordnung europäischer und deutscher Politik sollte dann weitestgehend unbehindert von amerikanischen Gesamtstrategien sein.

 

Nur dann sind deutsche Arbeitsplätze und deutsche Unternehmen wirkungsvoll zu schützen, damit Kollektivleistungen auch in der Zukunft möglich bleiben.

 

Für die Amerikaner besteht nur die Hoffnung auf außerirdischen Beistand.

 

God bless America.

( Gott schütze Amerika )

 

 

 

DRSB

Nichts ist mächtiger als eine

Idee,

deren Zeit gekommen ist.

 

Wir kämpfen seit 19 Jahren mit der

Stimme der Demokratie

für

korruptionsfreie Demokratie in Deutschland und der EU,

einen modernen Sozialstaat,

sichere, langfristige Arbeitsplätze,

sichere, leistungsfähige Sozialsysteme,

und für

sinnvolle, lernfähige Rentensysteme.

 

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