„Die Nachwehen der US – Kriege”
Teil 98
Tammany Society
30. Juni 2011
Trotz der verheerenden Auswirkungen jedes Krieges sind viele amerikanische Soldaten davon überzeugt, einem guten Zweck zu dienen. Egal wo immer sie kämpfen, ob im Zweiten Weltkrieg, in Korea, in Vietnam oder Irak sowie in Afghanistan. Viele Amerikaner halten sich für heldenhafte Befreier und Verkünder der Demokratie und glauben, sie würden sich moralisch richtig verhalten. Nicht nur die grausamen Bilder von amerikanischen Soldaten mit von ihnen misshandelten Gefangenen, wie zum Beispiel in Abu Ghraib, zeigen die andere Seite der USA.
Was kann ein Krieg aus den Menschen alles machen?
Sind US – Soldaten die Bestien des Krieges?
Welche Chancen haben die Besiegten wirklich?
Nach der Beendigung des Zweiten Weltkriegs waren die Menschen in unserer Heimat froh, dem Schrecken entgangen zu sein. Man feierte die vermeintlichen Befreier und nahm unkritisch alle Anregungen dankbar auf. Das organisierte Unterlaufen unserer Gesellschaft sowie das Entkernen unserer Identität wurden schweigend hingenommen.
Erst das Ausbrechen der aktuellen US – Finanz- und Wirtschaftskrise sowie deren Folgen trat die Debatte um das organisierte Unterlaufen unserer Gesellschaft wieder los.
Die alarmierenden Symptome der schleichenden Entkernung unserer Identität werden für immer mehr Deutsche zu einem Déjà – vu – Erlebnis. Damit kein Missverständnis aufkommt:
Die Paralyse der deutschen Politik gegenüber dem organisierten Unterlaufen unserer Gesellschaft ist nicht allein Sache der gewählten Regierungen. Ein solcher Langzeitprozess kann nur funktionieren, wenn Regierung und Opposition mit willfährigen Personen aus der Wirtschaft und auch aus der Beamtenschaft gemeinsame Sache machen. Damit sei nicht gesagt, dass es damals möglich gewesen wäre, das Entkernen unserer Identität zu verhindern. Aber Deutschland hätte zwischen 1950 und 1970 noch Zeit gehabt, das organisierte Unterlaufen unserer Gesellschaft zu verhindern, unseren Staat zu konsolidieren und unangreifbar zu machen. Leider haben wir in unserer Heimat den zeitlichen Vorsprung mit unsinnigen Spiegelfechtereien verplempert, obwohl wir die negativen Beispiele der USA täglich vor Augen hatten. Und, obwohl viele Politiker sehr genau wussten, dass wer Zeit im Kampf gegen die amerikanische Unterlaufung verliert, schnell alles verloren hat. Inzwischen ist der dominierende sogenannte
McKinsey - Staat
so etwas wie ein Klassiker geworden. Die Ranking – Skandale um die Euro – Staaten, die wachsende Alter-, Kinder- und Flächenarmut sowie das reihenweise Kollabieren unserer Städte und Gemeinden zeigen, dass wir dabei sind, den Kampf gegen das organisierte Unterlaufen unserer Gesellschaft zu verlieren. Aber nein, schreien die politischen Schönfärber auf, wir haben doch noch keine amerikanischen Verhältnisse.
Wirklich nicht?
Wozu brauchen wir dann in unserer Heimat die Agenda 2010, Hartz IV und den Riestermist?
In Dänemark, Schweden oder in der Schweiz würde man in solchen Situationen den nationalen Notstand ausrufen. Und selbst die Niederländer würden angstvoll mit den Füßen scharren.
Angstmache? Hirngespinste? Panikmache?
Im Gegenteil!
Die wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und politischen Strukturen von nebenstaatlicher Macht und kapitalistischem Mob sind für jedermann leicht erkennbar. Einfach mal wieder
GOOGELN.
„Atlantik – Brücke” und „McKinsey” eingeben und schon hat man einen kompletten Überblick über die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Verflechtungen in unserer Heimat. Danach sucht man sich gezielt Namen heraus und schaut sich in aller Ruhe die Querverbindungen an. Wer danach noch an Zufälle glaubt, der sollte sich demnächst wieder auf den Osterhasen oder den Weihnachtsmann freuen und an dieser Stelle das Lesen dieses Artikels beenden.
Sowohl alle demokratisch gewählten deutschen Regierungen sowie selbst die Opposition hätten massenhaft Rückhalt unter den Menschen in unserer Heimat beim Kampf gegen das organisierte Unterlaufen unserer Gesellschaft sowie das Entkernen unserer Identität. Aber was die noch schweigende Mehrheit will, zählt offensicht nicht in unserer repräsentativen Demokratie.
Es scheint nur zu zählen, was nach
der Meinung irgendwelcher Vordenker politisch korrekt sein soll.
Wenn der kapitalistische Mob mit der Hilfe der nebenstaatlicher Macht in unserer Heimat mehr verändert haben sollte, als der Kommunismus es je konnte, dann geht das vor allem auf das Konto der politischen Eliten und deren journalistischen Wasserträger, denn nach dem Sozialvernichtungsmuster der
Tammany Society
werden echte demokratische Bestrebungen in Deutschland unterlaufen. Da man in unserem Land mit politischer Korruption nachsichtig ist, fehlen in den Medien natürlich die Hinweise auf die Entstehung solcher Szenarien. Ein kurzer Blick über den Atlantik ist deshalb hilfreich.
George Washington wurde 1789 in New York als erster Präsident der USA in sein Amt eingeführt. Die Menschen freuten sich, glaubten an die Demokratie und viele tanzten in den Straßen. Zur Amtseinführung von George Washington existierte die sogenannte
Tammany Society
bereits seit 17 Jahren in Philadelphia. Sie wurde nach dem Indianerhäuptling
Tammenend,
der dem Quäker William Penn das Land verkaufte, auf dem die Hauptstadt Pennsylvaniens entstand. Die Bezeichnung
Tammany
steht noch heute für uneingeschränkte Freiheit in Handel und gesellschaftlichen Wandel. An erster Stelle steht aber die Unabhängigkeit von einer amerikanischen Zentralregierung.
Tammany
steht seit Beginn an eindeutig für einen militanten Föderalismus. Im Jahr 1789 gründet ein gewisser William Mooney in New York die Tammany – Vereinigung. Jeder der Mitglied werden wollte, musste sich bindend verpflichten, die Ziele der Vereinigung um jeden Preis zu verteidigen und jeder Konsolidierung von Macht in einer Zentralregierung zu widerstehen. Einiges aus den Tammany – Statuten erinnert sehr an die Vereinssatzung der Atlantik – Brücke und den Ehrenkodex von McKinsey. Mitglieder von Tammany machen von Anfang an Parteipolitik und versuchen willfährige Personen in politische Ämter zu heben. Mit der Hilfe von Printmedien wurden unliebsame Politiker gezielt „kaputt” geschrieben. Die glühenden Anhänger der echten Demokratie nannten das Hauptquartier von Tammany deshalb
Schweinestall.
Das Tammany – [ Partei - ] Programm propagierte vehement das freie Spiel der Kräfte und forderte völlig freie Märkte. Vergleiche mit unserer Heimat müssen an dieser Stelle noch fehlschlagen, denn zu diesem Zeitpunkt gab es in Deutschland die FDP noch nicht. Im Jahr 1903 wird das Tammany – Mitglied George B. McClellan Bürgermeister von New York. George B. McClellan ist der Sohn des umstrittenen Bürgerkriegsgenerals, der 1864 gegen Abraham Lincoln kandidierte und die Wahl zum Präsidenten der USA verlor. Als der neue Bürgermeister am 01. Januar 1904 ins Amt des Bürgermeisters eingeführt wurde, versammelten sich nicht nur in New York die Bordellwirte, Hotelbesitzer und Glücksritter, um George B. McClellan zu feiern.
Wohlgemerkt die
FDP – Mövenpicksteuer war damals noch nicht im Gespräch.
New York versinkt im Chaos und selbst die Einführung einer Straßenverkehrsordnung scheitert an dem Tammany – Bürgermeister. Trotzdem schickte der Chef der Stadtverwaltung einen gewissen Polizei – Captain O’Connor nach Europa.
Polizei – Captain O’Connor sieht in der ALTEN WELT, dass es verbindliche Verkehrsvorschriften gibt und man Verkehrsschilder aufhängt, an die sich alle halten. Polizei – Captain O’Connor berichtet in New York von seinen Erlebnissen. Kurz danach kommt es zu einem Aufstand gegen Verkehrsvorschriften. Von Anfang an ist den Parteimitgliedern der sogenannten
Tammany - Hall - Partei
jedes legale oder illegale Mittel recht, um bei demokratischen Wahlen zu betrügen und willfährige eigene Kandidaten in lukrative Ämter zu hieven.
Das Massenbeeinflussungsmodell der Wahrnehmungssteuerung gab es damals noch nicht, sodass man Stimmen oder Sitze in Gremien gezielt kaufte. Wenn dieses Mittel nicht zog, dann wurden die politischen Ziele erprügelt und erpresst.
Die Frage stellt sich deshalb:
Wieviel Tammany
steckt im der Atlantik - Brückennetzwerk?
Wieviel Tammany
steckt im der Organisation von McKinsey?
Die Frage stellt sich deshalb:
Ist es beruhigend zu wissen, dass man heute Wahlen nicht kaufen kann und dass die Wählerstimmen nicht erprügelt, sondern mit
perception management
[ Wahrnehmungssteuerung ]
in bestimmte Richtungen gelenkt werden?
Weil die politische Geschichte der USA, für alle Menschen nachlesbar, eine Geschichte der politischen Korruption ist, müssen die Menschen in unserer Heimat diesem schlechten Vorbild nicht nacheifern.
Häufig verwechselt der kapitalistische Mob sein volksschädliches Agieren mit nutzmehrender Politik und praktiziert die Verschwörung des Schweigens immer dann, wenn Fehlleistungen oder Fehlverhalten seiner Netzwerker gedeckt, volksschädliche Pläne gefördert und die Folgen und Ursachen von gesellschaftlichen Katastrophen vertuscht werden sollen.
Das Perverse an den ablaufenden Szenarien ist, dass sich der kapitalistische Mob nicht als Gegner unserer staatlichen Ordnung betrachtet, sondern als deren Garanten.
Ähnlichkeiten mit Manager oder Politikern die sie persönlich kennen sollten, sind „sicherlich” rein zufällig und müssen nicht ins Bild der
Tammany Society
passen
