Das Kraft – Outing
11. März 2010
Für alle Menschen die es möglicherweise vergessen haben sollten, die so genannte
Agenda 2010
ist eine Entwicklung von der Regierungskoalition aus SPD und Grünen. Im Grunde genommen ist dieses Sozialvernichtungsmachwerk von Frank – Walter Steinmeier eine in Paragraphen einbetonierte gewollte
Vernichtung der Menschenwürde.
Und im Zusammenwirken aller Puzzelteile muss man eindeutig von vorsätzlicher Volksschädigung sprechen, denn weder Hartz IV, nachgelagerte Besteuerung, Riesterrente oder gar das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz haben zu nachhaltigen Arbeitsplätzen oder Wohlstand geführt.
Wer schuldlos arbeitslos wurde und bereits nach einem Jahr in Hartz IV [ ALG II ] gestoßen wird, der realisiert blitzartig, welche Vergehen Steinmeier und Genossen an den Seelen der Betroffenen verursachen.
Nachdem die CDU die katholischen Ethikwerte durch Angela Merkel zerschreddern ließ und die FDP den früheren Weg des Ordoliberalismus verlassen hat, war es nur eine Frage des Zeitpunkts, wann man sklavenorientierte Arbeitseinsätze für
Hartz IV – Empfänger
fordern würde.
Wer nach dem Regierungsantritt von Westerwelles FDP darauf hoffte, dass für Hartz IV – Empfänger, die als Langzeitarbeitslose schwer vermittelbar sind, neue sichere Arbeitsplätze geschaffen würden, sah sich spätestens getäuscht, als der FDP – Chef
Arbeitslose gegen Geringverdiener ausspielen wollte und Pflichtarbeitseinsätze auch noch zynisch und menschenverachtend als einzig mögliche und
„dauerhafte Perspektive”
hinstellte. Langzeitarbeitslose zu gemeinnütziger Arbeit heranzuziehen, zum Beispiel in Altersheimen, zum Schneeschippen oder zur Fronarbeit in Sportvereinen, damit hatte sich die CDU bereits vernichtende Kritik aus der Bevölkerung eingehandelt.
Nach dem völligen Versagen zum Thema
Erhalt der Menschenwürde
vermuteten noch immer viele SPD – Mitglieder und SPD – Sympathisanten, dass mit Nahles und Gabriel die Werte der echten Sozialdemokratie erneut aufleben könnten.
Hannelore Kraft dagegen gilt selbst in ihrer eigenen Partei als politisch blasse und eigentlich unbedeutende Erscheinung.
Durch das Herumgezanke innerhalb der Bundes – CDU und der FDP sowie durch den vermeintlich käuflichen Ministerpräsidenten in NRW, gelang es jedoch wahrscheinlich kurzfristig der SPD verlorenen Boden wieder gut zumachen. Welch seltenes Glücksgefühl in der Düsseldorfer SPD – Zentrale bis zum
Kraft – Outing
der ganz besonderen Art. Gott sei Dank, aus Sicht der CDU, wagte die ansonsten unauffällige SPD – Spitzenkandidatin einen „beachtlichen” wahlkampftaktischen Vorstoß und verkündete das
SPD – Gegenmodell
zu den geplanten Zwangsarbeitseinsätzen von CDU / CSU und FDP.
Doch selbst damit zeigte Hannelore Kraft zum wiederholten Male allen Menschen in NRW, wie ungeeignet sie für höhere Aufgaben zu sein scheint.
Bis zu diesem Zeitpunkt führte die SPD – Spitzenkandidatin eine eher verkrampfte Wahl – Kampagne ohne Aussicht auf Erfolg.
Denn solange die CDU – Affäre
Rent – a – Rüttgers oder Rent – a – Ministerpräsident
[ Miete einen Rüttgers / Miete einen Ministerpräsident ]
in den Medien vor sich hinköchelte, wäre die blasse „Kraftfrau der SPD” gut beraten gewesen, sich in der ohnehin stark aufgeheizten Hartz – IV – Debatte zurückzuhalten. Aber wenn man einmal auf die falschen Berater hört rasselt man immer tiefer in das politische Nirwana und zeigt dadurch schnell sein wahres Gesicht.
Herz- und gefühlslos stellte Kraft Behauptungen auf, die sich selbst die FDPler Westerwelle und Pinkwart seit dem Absturz ihrer Partei verkneifen.
Zitat Hannelore Kraft Auszüge:
„Vor allem gehe es aber nicht
darum, reguläre Arbeitsplätze zu ersetzen.
Deshalb muss der Einsatz für solche
Arbeitsplätze vor Ort in der Kommune entschieden werden.
Es handele sich nicht um eine neue Idee.
Das ist unsere Forderung seit 2006.
Damals war es der Begriff sozialer Arbeitsmarkt.
Ich finde, gemeinwohlorientierter
Arbeitsmarkt wäre hier sehr viel besser.”
Zitat Ende.
PENG! Das hat gesessen!
Wer es bis zu den Aussagen von Hannelore Kraft noch nicht wusste, der hat durch diese Klarstellung erfahren, dass die SPD durch die Einführung von Hartz IV reguläre Arbeitsplätze ersetzen will.
Hannelore Kraft
bestätigt damit die Analysen des Deutschen Rentenschutzbund e.V. vollinhaltlich. Besser als die stellvertretende SPD Parteichefin kann man die vorsätzliche
Vernichtung der Menschenwürde
nicht mehr darstellen. Was man Hannelore Kraft aus den Reihen der SPD zu Recht vorwerfen muss, ist der Zeitpunkt ihrer Offenlegungsinitiative.
Doch besser jetzt als nie!
Wer nach diesen entlarvenden Äußerungen am 09. Mai 2010 noch SPD wählt, ist für die Folgen einer von der SPD dominierten Politik voll verantwortlich.
Auch aus der Sicht von
Sigmar Gabriel und Olaf Scholz
müsste der Ausflug ins politische Nirwana von Kraft sehr befremdlich wirken.
Denn wie dem DRSB e.V. mehrfach zur Kenntnis gebracht, bastelt man in so genannten Denkzirkeln verzweifelt an einer milderen Ausrichtung von
Hartz IV
und hält vorsorglich den geistigen Mittäter Frank – Walter Steinmeier unter Verschluss.
Man weiß nur allzu gut, dass die Auswirkungen der so genannten Armutsagenda 2010
zum Absturz der SPD als Volkspartei führte.
Nach wie vor lässt sich mit den Themen
Hartz IV, nachgelagerte Besteuerung,
Riesterrente oder Arbeitnehmerüberlassungsgesetz
nichts gewinnen. Nicht im Bund und erst recht nicht für die SPD in NRW.
Trotzdem hat sich anscheinend das Präsidium der SPD darauf verständigt, die Vorschläge der nordrhein – westfälischen Spitzenkandidatin Hannelore Kraft
zur gemeinnützigen Arbeit für Hartz – IV – Empfänger zu übernehmen. Vorausgesetzt
man darf der SPD – Generalsekretärin
Andrea Nahles
noch Glauben schenken.
Natürlich hören es weder überzeugte Sozialdemokraten noch die Gewerkschaftler gerne, wenn Hannelore Kraft Hartz IV – Empfänger und anderen Arbeitslosen keinerlei Chancen mehr einräumen möchte, jemals wieder einen sicheren Arbeitsplatz zu bekommen. Nicht nur für den Vorstand der NRW – Linken hat Hannelore Kraft
deutlich zu erkennen gegeben, dass sie mit den asozialen Hartz – Gesetzen vollkommen übereinstimmt und die
Vernichtung der Menschenwürde
für alle Menschen in unserer Heimat noch wesentlich verschärfen möchte.
Frühzeitig vor der Landtagswahl in NRW erfahren nun alle die Wählerinnen und Wähler, was sie von der SPD seit dem untauglichen Regierungsversuch von
Schröder / Fischer
zu erwarten haben.
Wo vordergründig Hannelore Kraft drauf steht, steckt in Wahrheit lediglich
Wolfgang Clement, Frank – Walter Steinmeier
und natürlich eine gehörige Portion
Gerhard Schröder
drin.
Mit einer solchen Führung ist es für die meisten Menschen nicht mehr vorstellbar, dass es mit der SPD, gleichgültig in welcher nur denkbaren Koalition, zu einer notwendigen Veränderung in der Sozial- und Arbeitsmarktpolitik kommen könnte.
Mit dem einzigartigen
Kraft – Outing
hat die gesamte SPD unzweideutig dokumentiert, dass es ihr auch in NRW lediglich um die Zurückgewinnung der Macht geht.
Das Wohlergehen der Menschen in unserer Heimat scheint offensichtlich niemanden in dieser Restpartei der ehemaligen Sozialdemokratie zu interessieren.
Fazit des DRSB e.V.:
In dieser Aufstellung und Kondition nicht wählbar.
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Deutscher Rentenschutzbund e.V.
Wir kämpfen seit 22 Jahren mit der Stimme der Demokratie für einen modernen Sozialstaat, sichere, langfristige Arbeitsplätze, sinnvolle, gerechte und lernfähige Rentensysteme, sichere, gerechte und leistungsfähige Sozialsysteme und für korruptionsfreie Demokratie in Deutschland und der Europäischen Union.
