DRSB
Deutscher Rentenschutzbund e.V.
Redaktionsteam
Leitung:
Udo Johann Piasetzky ⋅ Heinrich Sternemann ⋅ Hans – Josef Leiting
Düsseldorf, den 09. Oktober 2009
„Dampf ablassen”
Das demokratisch soziale Ventil - 41. Kalenderwoche 2009
Leserbriefe von DRSB - Lesern
Die Leserbriefe wurden nach Themengebiete aufgeteilt und nach einem Zufallsgenerator ausgewählt.
Der DRSB e.V. versichert allen Lesern, dass der Wunsch nach Anonymität respektiert und gewahrt bleibt.
An dieser Stelle weisen wir ausdrücklich darauf hin, dass die nachfolgenden Leserzuschriften vom DRSB e.V. nicht auf Wahrheit oder juristische Wahrhaftigkeit geprüft wurden und insofern ausschließlich die Meinungen der jeweiligen Autoren darstellen.
1. Leserbrief / anonymisiert
Herrn
Udo Johann Piasetzky
Vorstandsvorsitzender des DRSB e.V.
Ikenstraße 8
40625 Düsseldorf
XXXXXXXX, den 01. Oktober 2009
Perversion unserer „Leistungsgesellschaft”
Sehr geehrter Herr Piasetzky,
durch Zufall habe ich in Erfahrung gebracht, dass Sie sich ehrenamtlich auch für die Förderung von Kindern stark einsetzen.
Ihr Engagement ist sicher lobenswert, doch das Hauptproblem in unserer Heimat ist das Ausufern der „Leistungsgesellschaft”.
Für viele Eltern kann die Grundschule gar nicht früh genug starten. Am allerliebsten würden diese „Leistungsbesessenen” ihre Kinder schon mit vier Jahren einschulen. Spart die Kosten für die Kita und soll angeblich die Intelligenz beflügeln.
Doch oftmals haben die unschuldigen kleinen Menschen nur Nachteile.
Wie erstzunehmende Forscher herausfanden, wechseln relativ früh eingeschulte Kinder nach der Grundschule viel seltener auf ein Gymnasium und fühlen sich oftmals überfordert.
Das liegt daran, dass diese Früheingeschulten in vielerlei Hinsicht benachteiligt sind und nicht nur in ihren Leistungen hinter denen der älteren Mitschüler zurück liegen.
Selbst wenn diese Früheingeschulten intelligent sind und die besten Voraussetzungen mitbringen, so konkurrieren sie immer mit Mitschülern, die schon weiter sind als sie und vieles schneller auffassen und verarbeiten können.
Ein Monat Unterschied im Geburtstag kann bei der konsequenten Anwendung der Stichtagsregelung zu fast einem Jahr Unterschied im Einschulungsalter führen.
Den Lehrern an vielen Grundschulen scheint die Problematik gar nicht bewusst zu sein.
Die gravierenden Nachteile einer frühen Einschulung wurden bisher vielleicht zu wenig wahrgenommen.
Ganz offensichtlich berücksichtigt man bei schulischen Problemen nicht, dass die betroffenen Kinder noch ein halbes Jahr oder ein Jahr jünger sind und einfach nur etwas Zeit brauchen, um auf dem gleichen Stand zu kommen wie die etwas älteren.
Für viele Eltern in unserer Heimat wäre wichtig, dass nicht nur die Lehrer dafür sensibilisiert werden.
Das könnte beispielsweise auch ein Thema sein, für das sich Ihr Verein einmal interessieren und einsetzen sollte.
Wirft man einen tieferen Blick auf die Sozialstörungen mancher Erwachsener [ im Volksmund auch Sozialkrüppel genannt ], so stellt man häufig fest, dass diese bereits im Lebensalter von fünf Jahren eingeschult wurden.
Diese so genannte „Kann – Kinder” leiden oftmals ein ganzes Leben darunter, dass die Eltern vom Leistungsstress befallen waren und aus den kleinen unschuldigen Menschen
zu „Elite – Bürger” machen wollten.
Auch später eingeschulte Kinder [ gut sechs Jahre bis sieben Jahre alt ] können zum Überflieger werden, wenn die Voraussetzungen tatsächlich gegeben sein sollten.
Ihnen und Ihrem Team wünsche ich alles Gute.
Mit freundlichen Grüßen
DIE VERFASSERIN
2. Leserbrief / anonymisiert
Herrn
Hans – Josef Leiting
Vorstandsmitglied
Deutscher Rentenschutzbund e.V.
Ikenstraße 8
40625 Düsseldorf
XXXXXXXX, den 30. September 2009
Glücklich in Armut?
Sehr geehrter Herr Leiting,
was ist eigentlich schlimmer:
Vorlaute Moderatoren in Fernsehsendern oder Oberschlaumeier in den Printmedien?
Besserwissende Journalisten – ohne jegliche Lebenserfahrung – waren schon immer mein persönlicher Alptraum.
Am gefährlichsten jedoch sind die biegsamen „Nachwuchstalente”, die in atlantischen „Ausbildungslagern” darauf vorbereitet werden die Bevölkerung mit ihrem Pseudojournalismus in die Irre zu führen.
Nach dem ich Ihre Artikel regelmäßig lese, habe ich diese journalistischen Pharisäer binnen kurzer Zeit mindestens so innig hassen gelernt wie der Teufel das Weihwasser.
Das Schlimmste daran ist, dass diese systematische Volksverdummung schon morgens im so genannten Frühstücksfernsehen beginnt und vergleichbar mit einem geistigen „Suizidkommando” die Menschen den ganzen Tag über auf „allen Kanälen” begleitet.
Den absoluten Dämlichkeitsrekord halten dabei die privaten Sender, die sich bei stark rückläufigen Werbeeinnahmen ihren neoliberalen „atlantischen Gönnern” anbiedern.
Das alles klingt sehr schlimm, doch so etwas ist erst der Anfang.
Denn schon bald werden wegen der flächendeckenden Verbreitung zur Armut diese Pseudojournalisten uns erklären, wie man in Armut richtig glücklich leben kann.
Diese gewissenlosen Medien – Sklaven des seelenlosen Neoliberalismus sollten einmal darüber nachdenken, dass auch sie täglich älter werden und von willigen „Nachwuchstalenten” abgelöst werden. Dann winkt auch ihnen die Armut zu.
Mit freundlichen Grüßen
DER VERFASSER
DRSB
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