Das Wort am Sonntag
Ohne Volk
06. November 2011
Den etablierten Parteien läuft das [ Wahl- ] Volk davon – nicht in andere europäische Länder, sondern auf die Straße. In unserer Heimat stehen die Menschen auf und fordern mehr echte demokratische Rechte. Früher gab es solche Proteste nur bei den Gewerkschaften mit einstudierten Zwischenrufen. Heute hört man wieder von Norden bis Osten und von Süden bis Westen die ehemalige Parole der Menschen aus der Deutschen Demokratischen Republik:
Alle Macht dem Volke.
In vielen Städten wächst der Drang der Menschen, für mehr und bessere Demokratie auf die Straße zu gehen. Wie sich unsere Gesellschaft verändert hat, können die Politiker aus allen Parteien am besten aus den WUT – Berichten im Internet ablesen. Dort formiert sich seit nunmehr rund 14 Monaten – spontan, unorganisiert und friedlich – der Protest gegen die Regierungsfehler in Bund und Ländern. Mit der explodierenden Zahl der Ärger- oder Wutblogger veränderte sich auch die Einstellung zur
Demonstrationsunwilligkeit.
Selbst sehr vollkommen friedliche Menschen bekennen sich plötzlich gegen die Obrigkeit.
So etwas gab es noch nie in der Geschichte der BRD.
Die Protestgedanken ziehen sich durch ganze Familien, durch gesellschaftliche Gruppen und durch die Interessencluster. Die klare Botschaft lautet überall in unserer Republik:
Macht mit! – Und schließt euch uns an!
Wesentlich härter werden die Worte, wenn es um Hart IV, Leiharbeit oder den Riesterwahnsinn geht. Hier werden von Tag zu Tag und Woche zu Woche die verbreiteten Parolen deutlich aggressiver.
Weg mit der prekären Leiharbeit!
Weg mit Hartz IV!
Weg mit Riester!
Dies sind vermutlich noch die Rufe der Gewaltlosigkeit. Wie lange der friedliche Damm noch hält, hängt höchstwahrscheinlich – vor allem – von Ministerin Ursula von der Leyen und der Reaktion der Parteien ab. Die meisten Opponenten gegen
Leiharbeit, Hartz IV und Riester
kommen aus den Reihen der abhängig Beschäftigten. Aber auch Selbständige und Handwerker schließen sich dem Protest an. Derweil diskutiert man bei den Parteien, wie Dialogoffensiven zu gestalten sind. Dies zeigt deutlich das
„NICHTVERSTEHEN“
der etablierten Parteien, denn man sucht im Volk nicht den Dialog, sondern die nutzmehrenden Taten unserer Politiker. Die vielfältigen Möglichkeiten zum konstruktiven Meinungsstreit scheinen ausgereizt zu sein.
Man will volksnahe Handlungen sehen statt inhaltsloser Informationsfloskeln hören, die schon nach wenigen Wochen bestandslos und inhaltslos geworden sind. Unsere führenden Politiker stehen quasi mit dem Rücken an der Wand und haben vermutlich diese Veränderung noch nicht bemerkt.
Medienkampagnen und Dialektikoffensiven zur weiteren Volksverdummung sind im ganzen Land unerwünscht.
Insider in Berlin sprechen bereits von einer kritischen Phase.
Bester Verbündeter der Menschen in unserer Heimat ist das freie Internet. Man stellt gezielt Fragen, sucht verständliche Antworten und schlüssige Erklärungen für das vermeintlich volksschädliche Verhalten einiger Politiker und Parteien. Es scheint eine unüberwindbare Kluft von Mißtrauen zu wachsen, die die Menschen in unserer Heimat von den Politikern trennt. Vereinzelt tauchen auch im Netz die früheren Parolen aus der DDR in leicht abgewandelter Form wieder auf:
Wer ständig lügt,
dem glaubt man nicht, auch wenn bald die Wahrheit spricht.
Diese Form des Misstrauens trifft besonders hart die GRÜNEN sowie die SPD. Die Protagonisten der FDP werden in diesem Umfeld schon gar nicht mehr „so richtig“ wahrgenommen. CDU / CSU und LINKE finden jeweils in ihren Lagern ein klein wenig mehr Verständnis und Zustimmung für die gefahrene politische Linie. Verstärkt wird sogar das abgrundtiefe Misstrauen gegen die pseudoökologische Politik der GRÜNEN sichtbar. Sozial Ausgegrenzte verhöhnen und reden plötzlich mit flinken Zungen vom grünen Wahlbetrug an den berechtigten Forderungen der Menschen in unserer Heimat. Man versucht auch andere Bevölkerungsgruppen zu sensibilisieren, in dem die Parole ins Netz gestreut wurde:
Seid wachsam! Achtet auf die aufgeblasenen GRÜNEN!
Es sei doch klar, so viele kritische Bloggerstimmen, dass die Politik der GRÜNEN sichere Arbeitsplätze vernichtete und auf die Zerstörung unserer Sozialsysteme hinausläuft.
Im Sog der Grünen
wird der Glaubwürdigkeitsverlust aller Parteien immer größer.
Überall sucht man fieberhaft nach Beweise für das schuldhafte Verhalten der Pseudoökos.
Daran gibt es keinen Zweifel mehr.
Bedauerlicherweise lügen sich die Verantwortlichen noch immer an ihrer politischen Verantwortung vorbei. Noch wesentlich bezeichnender ist, daß die Angehörigen der GRÜNEN zunehmend die Nerven verlieren und die anderen Parteien, besonders die SPD, völlig unangemessen in übelster Form beschimpfen. Doch seit der Wahl in Berlin schlagen seltsamer Weise alle grünen Einschüchterungsversuche fehl. Zwar verlieren alle Parteien „IHRE“ Stamm- oder Kernwähler, doch die GRÜNEN sind davon besonders betroffen. Vergleichbar mit dem Absinken der FDP finden die GRÜNEN in den meisten Wahlkreisen kaum noch Zustimmung. Die Langzeitstudien lassen eine Entwicklung wie bei der FDP nicht mehr gänzlich ausschließen. Wahrscheinlich sind die GRÜNEN demnächst nicht mehr allzu weit von der kritischen 5% – Hürde entfernt. Daran lässt sich abmessen, wie eine Partei
„OHNE VOLK“
aussehen kann. Es ist also nicht nur das Misstrauen, dass die demokratischen Parteien ausräumen müssen, denn das Volk glaubt ihnen nicht, dass man den Weg der Nutzmehrung einschlagen möchte. Die Netzforderung:
Offenheit statt Propaganda
wird man vermutlich demnächst überall in unserer Heimat zu hören bekommen. Auch diese Forderung dürfte – zumindest den Menschen in Ostdeutschland – noch aus den Montagsdemos vertraut sein.
Ist es nun schon „5“ nach „12“ – oder doch noch „5“ vor „12“?
________________________
Ihre Leserzuschriften und Leserinformationen können für alle DRSB – Leser eine wesentliche Ergänzung zu unserer Berichterstattung sein.
Bitte schreiben Sie uns Ihre Kommentare
als Brief, Telefax oder E – Mail.
Der DRSB e.V. freut sich auch über Hintergrund- und Insiderinformationen, auch wenn sie nicht zur Veröffentlichung unter dem Namen des Informanten bestimmt sein sollten.
Wir sichern unseren Lesern absolute Vertraulichkeit zu!
Wünsche nach Anonymität werden durch den DRSB e.V. respektiert und gewahrt.
