DRSB
Deutscher Rentenschutzbund e.V.
Redaktionsteam
Leitung:
Udo Johann Piasetzky ⋅ Andreas Kallen ⋅ Hans – Josef Leiting
Düsseldorf, den 07. Dezember 2008
Das Wort am Sonntag
Die Plattmacher
Knapp vier Jahrzehnte haben der amerikanische Professor Milton Friedman, seine Jünger, seine Anhänger sowie die Bewunderer aus Politik und Wirtschaft gebraucht, damit die
Schockstrategie
ihre volle Blüte entfalten konnte.
Friedmansche Denkfabriken arbeiten heutzutage rund um den Globus, auch in Deutschland, immer nach dem gleichen Strickmuster:
Auf eine große
Krise oder einen Schock
warten, um dann Staatseigentum oder Steuergelder an private Interessenten zu verramschen oder zu verschleudern, solange sich die Bürger noch nicht vom Schock erholt haben.
Danach gilt es dann den blitzartig eingeführten Veränderungen oder Reformen eine
Dauerhaftigkeit und Langzeitakzeptanz
zu verpassen.
Das strategische Kerndogma von Friedman lautet deshalb:
„Nur eine Krise
> eine tatsächliche oder empfundene <
führt zu echtem Wandel”.
Die meisten Menschen auf der Welt versuchen sich auf Krisenzeiten vorzubereiten, indem sie Geld ansparen, Lebensmittel und Trinkwasser horten und sonstige lebensnotwendige Sachen bevorraten.
Die Jünger und Anhänger von Milton Friedman
bevorraten für Krisensituationen Konzepte zum Plattmachen.
Sie warten auf verheerende Ereignisse, Chaossituationen oder Desaster und deklarieren solche Szenarien als
Marktchancen.
Lassen die erwarteten Katastrophen zu lange auf sich warten, hilft man nach und provoziert die gewünschten Ereignisse. So kann man jede Krise oder jeden Schock gezielt dazu nutzen politisch Unliebsames im Hauruckverfahren durchzusetzen.
Hand aufs Herz:
Wer hätte ohne die US – Immobilienkrise und das US – Finanzdesaster zugestimmt, dass Merkel und Steinmeier Milliardenbeträge für Banken, Versicherungskonzerne oder die Automobilwirtschaft bereitstellen?
Antwort:
Nur eine geringe Anzahl von amerikahörigen Politikern.
Denn der mit militärischer Eile und Präzision verauktionierte Aderlass von Steuergeldern hätte unter „normalen” Umständen womöglich bereits zur Absetzung der Regierung und zu Neuwahlen geführt. Völlig im Sinne der Friedmanschen Schockdoktrin halten gutgläubige Bürger aber die überhasteten Handlungen von CDU und SPD für notwendig.
Und wenn doch einmal Kritik an der Regierung aufflackert, wird eben den Bürgern noch mehr Angst gemacht mit dem Krisengerede. Das große Erwachen für Merkel, Steinmeier und Co wird sein, dass ein steigende Anzahl der Deutschen auf das Krisengerede nicht mehr mit Regression reagiert und die bösen Taschenspielertricks durchschaut.
Kein Wunder, dass nicht nur die Netzwerker der Atlantik – Brücke e.V., so wie all die anderen verschwiegenen Elitezirkel, zunehmend der Verschwörung verdächtigt werden kollektivistische Bestrebungen und Wohlstand der Bürger zu verhindern.
Sie beziehen immer stärker Position und fordern Privatisierungen in den Bereichen Daseinsvorsorge, Wasser- und Energiewirtschaft, Post, Schienenverkehr, Bildung und medizinischer Versorgung. Wenn aber der Staat gesellschaftliche Belange an die unkontrollierbaren Kräfte des freien Marktes abgibt, verlieren die Bürger den Einfluss auf das Wohl des Gemeinwesens. Kaum jemand wird mit Überzeugung behaupten, dass Post- oder gar Bahndienstleistungen in den zurückliegenden Jahren besser geworden sind. Ganz zu Schweigen von der Sicherheit.
Denn dieser Weg der Politiker macht Wenige immer reicher und Viele immer ärmer. Auch die Mitglieder der CDU / SPD Regierung in Berlin wissen, dass solche politischen Maßnahmen unweigerlich ins Abseits führen.
Bedauerlicherweise verharren noch immer viele Topmanager und Unternehmer im Irrglauben, dass dieser Berliner Weg der Richtige ist.
Ob Elitezirkel wie der Bohemian Club, die Bilderberger, die Mont Pèlerin Society oder die Atlantik – Brücke, alle üben Macht aus und nehmen Einfluss auf unsere Geschicke und Entwicklungen.
Sie sollten intensiver beobachtet werden!
Doch es ist wichtig, nicht nur die großen, bekannten Netzwerke unter die Lupe der Bürger zu nehmen, denn auch die neuen Mikronetzwerke, Ableger der Großen müssen systematisch erforscht werden.
Jede noch so kleine Information, jedes noch so winzige Detail ist von Wichtigkeit.
Es naht die Zeit, in der sich die Angstmacher, die Krisenauslöser und die
Plattmacher
der heute noch funktionierenden Bürgergesellschaft werden verantworten müssen; der zugesagte Atlantik – Schutz wird ihnen dann sicher versagt bleiben.
DRSB
Wir kämpfen seit 20 Jahren mit der Stimme der Demokratie
für
einen modernen Sozialstaat,
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sinnvolle, gerechte und lernfähige Rentensysteme,
sichere, gerechte und leistungsfähige Sozialsysteme,
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korruptionsfreie Demokratie in Deutschland und der EU.
