Das demokratisch soziale Ventil
Leserbriefe von DRSB - Lesern
Ihre Leserzuschriften und Leserinformationen können für alle DRSB – Leser eine wesentliche Ergänzung zu unserer Berichterstattung sein.
Bitte schreiben Sie uns Ihre Kommentare
als Brief, Telefax oder E – Mail.
Der DRSB e.V. freut sich auch über Hintergrund- und Insiderinformationen, auch wenn sie nicht zur Veröffentlichung unter dem Namen des Informanten bestimmt sein sollten.
Wir sichern unseren Lesern absolute Vertraulichkeit zu!
Wünsche nach Anonymität werden durch den DRSB e.V. respektiert und gewahrt.
Die Leserzuschriften werden nach Themengebieten aufgeteilt und nach einem Zufallsgenerator ausgewählt.
An dieser Stelle weisen wir ausdrücklich darauf hin, dass die nachfolgenden Leserzuschriften vom DRSB e.V. nicht auf Wahrheit oder juristische Wahrhaftigkeit geprüft wurden und insofern ausschließlich die Meinungen der jeweiligen Autoren darstellen.
================================================
Email / anonymisiert
Der unberechenbarer Störfaktor: Riester
Die Diskussion um die im Kalenderjahr 2002 eingeführte private Riesterrente reißt nicht ab. Als Gegenfinanzierung [ Sprachgebrauch aus der rot / grünen Regierungszeit ] für die staatlichen Riesterzulagen zur privaten Altersvorsorge wurden die nachgelagerte Besteuerung der Renten sowie der so genannte Riesterfaktor [ Kürzung der gesetzlichen Rente ] eingeführt. Nach dem Sprachgebrauch der jetzigen Bundesregierung handelt es sich bei dem Riesterfaktor um eine „abstrakte Größe“.
Das Gesamtkonstrukt beim Riestern sieht vor, dass die Bürger 4% ihres Bruttolohns für eine private Riesterrente einzahlen. Wegen der Gewährung von staatlichen Zulagen [ Riesterzulagen ] zur privaten Altersvorsorge wurde dieser Renten – Abschlag bei der gesetzlichen Rentenversicherung eingeführt. Was unter einer „abstrakten Größe“ gemeint sein kann, entzieht sich einer sachlichen Beurteilung. Der Riesterfaktor erweist sich eher als unberechenbarer Störfaktor der Rentenansprüche.
DER VERFASSER
================================================
Email / anonymisiert
Zerstört Riester die gesetzliche Rente?
Durch den Riesterfaktor fällt die gesetzliche Rente heute um 5,08 % geringer aus als vor Einführung der Agenda – Politik. Selbst die Bildzeitung kommt am 17. April 2013 um diese kritische Berichterstattung zum Riesterfaktor nicht mehr vorbei. Die Bildzeitung vermeidet aber nach wie vor über die versteckten Fallen der privaten Riesterrente [ Riesterwahn ] wahrheitsgemäß zu berichten.
Mit dem hinterlistigen Riesterfaktor werden zu Lasten der GRV Kürzungen vorgenommen, um zu Gunsten von Banken, Bausparkassen und Versicherungen aus Beiträgen zur gesetzlichen Rentenversicherung die private Altersvorsorge schön zu rechnen.
Die Ansprüche aus der gesetzlichen Rentenversicherung sollten aber das Spiegelbild der geleisteten Beiträge sein. Warum werden darüber hinaus bei aktuellen Rentenbeziehern Kürzungen vorgenommen, welche noch nie in den „Genuss“ von Riesterzulagen kommen konnten? Warum werden Leistungen der Banken, Bausparkassen und Versicherungen bei der privaten Rente schön gerechnet, welche aus Beitragszahlungen an die GRV stammen?
Wer hat sich diesen Schwachsinn und das perverse Zerrbild zugunsten privater Rentenmodelle zu verantworten?
Für den Fall, dass die Riesterzulagen und der Riesterfaktor sich gegenseitig aufheben, ist das ganze Riestermodell ein Null – Summen – Spiel. Rentenbezieher erhalten am Schluss nicht einen Cent mehr Rente, sondern zahlen zusätzlich 4% vom Bruttolohn in die Riesterrente ein. Wobei ein so genanntes „Null – Summen – Spiel“ noch eine utopisch gute Lösung wäre, da alles in Richtung Einheitsrente, Grundrente, Lebensleistungsrente oder wie auch immer man es bezeichnen möchte hinausläuft.
Dient das ganze Riestermodell in Wirklichkeit nur dazu, die GRV zu zerstören? Was bleibt am Schluss von der GRV noch übrig?
DER VERFASSER
================================================
