hans olaf henkel in der problemzone

DRSB

Deutscher Rentenschutzbund e.V.

 

Hans - Olaf Henkel

in der Problemzone zwischen

pro – deutsch und pro – amerikanisch

von

Udo Johann Piasetzky

Vorstandsvorsitzender des DRSB e.V.

und

Rechtsanwalt Andreas Kallen

Vorsitzender der Rechtskommission des DRSB e.V.

und

Rechtsanwalt Heinrich Sternemann

Vorsitzender der Antikorruptionskommission des DRSB e.V.

 

 

Meerbusch, den 08. Februar 2007

 

19 Jahre

harter Kampf für sinnvolle,

nützliche und gerechte Rentensysteme ließen die

DRSB - Mitglieder in immer wieder neue Abgründe schauen.

 

Vor dem Hintergrund der weiter steigenden Lebenserwartung sowie sinkenden Geburtenzahlen ist die stufenweise Anhebung der Altersgrenze für die Regelaltersgrenze von bisher 65 Jahren auf das 67. Lebensjahr eine umstrittene rentenpolitische Maßnahme.

 

Die vorgeschobenen Argumente der Politiker, damit die gesetzlichen Beitrags- und Niveausicherungsziele einhalten zu können, ist mit jeder Beitragsanpassung widerlegt.

 

Der ständig wachsende Finanzierungs – Anteil durch Steuergelder wird im diesem Jahr die

80 Milliarden – Grenze

 

locker überschreiten.

 

Der ZDF – Dreiteiler „2030 – Aufstand der Alten” hat schlagartig

 

> so zusagen über Nacht <

 

das Thema Altersvorsorge in den Köpfen der Bürger losgetreten.

 

Vielen Deutschen schwirren plötzlich Fragen durch den Kopf, die bis vor Kurzem niemand richtig interessierten:

 

Wie viel Rente bekomme ich später eigentlich?

Muss ich zusätzlich privat vorsorgen?

Wie wähle ich aus der Vielzahl der Angebote das geeignete aus?

Wer ist wirklich Experte in Sachen Altersvorsorge?

Wie kann die finanzielle Situation im Alter richtig eingeschätzt werden?

Welche zusätzlichen Vorsorgemöglichkeiten bieten die Riester- und Rüruprente?

Kann man mit staatlicher Förderung und kleinen Beträgen wirklich sinnvoll vorsorgen?

Helfen die Kurse an Volkshochschulen in ganz Deutschland weiter?

 

Es wird in Deutschland viel über die Perspektive der gesetzlichen und privaten Alterssicherung diskutiert.

 

Die letzten 25 Jahre wurden geprägt durch zahlreiche Reformen, um die gesetzliche Rentenversicherung auch langfristig auf eine sichere finanzielle Basis zu stellen.

 

Dabei wurden hauptsächlich gravierende Eingriffe in die Anwartschaft vorgenommen. Aus Sicht der handelnden Politiker ist dies verständlich, schließlich möchte man wieder gewählt werden.

 

Damit die gesetzliche Rente auch weiterhin auf niedrigem Level bezahlbar bleibt, wird das Rentenniveau in der gesetzlichen Rentenversicherung künftig dramatisch sinken.

 

Zum Beispiel Hartz – Modell – Empfänger spüren bereits heute, was die Reformaktivitäten der Politiker in der Realität gebracht haben.

 

Das es sich dennoch lohnt auch weiterhin, in die gesetzliche Rentenversicherung einzuzahlen, steht außer Frage.

 

Nur >>> wie hoch muss die private Vorsorge ausfallen?

 

Das wird die Problemzone und das Hauptthema der kommenden Jahre bleiben.

 

Schaut man in die deutsche Medienlandschaft, stellt man fest, dass sich extrem viele Professoren, Manager und Journalisten aufgerufen fühlen, der Mehrheit der Bürger Ratschläge zu erteilen.

 

Oftmals „selbstverliebt” und vordergründig „fachkompetent” werden Rezepte verteilt, die bei Durchleuchtung das Licht des nächsten Tages nicht erblicken.

 

Der DRSB e.V. musste bedingt dadurch haufenweise Missverständnisse und definitiv falsche Ratschläge zum Schutz der deutschen Bürger aufdecken und beseitigen.

 

Abgründe tun sich auch da auf, wo man sie am allerwenigsten erwartet, wie das Beispiel von

 

Hans – Olaf Henkel

zeigt.

 

Geboren wurde er am 14. März 1940 in Hamburg. Nach einer kaufmännischen Ausbildung in Hamburg studierte er an der Hamburger Universität Wirtschaftswissenschaften und Politik.

 

Bei der IBM Deutschland arbeitete er in verschiedenen Managementfunktionen und wurde 1987 dort zum Vorsitzenden der Geschäftsführung berufen.

 

Von 1993 bis 1995 war

Hans – Olaf Henkel

 

Chef der IBM Europa, Mittlerer Osten und Afrika mit Dienstsitz in Paris.

 

In den Jahren 1995 bis 2000 bekleidete er das Ehrenamt des Präsidenten des Bundesverbandes der Deutschen Industrie.

 

Hans – Olaf Henkel neigt zu einer schonungslosen Offenheit und Direktheit und vertritt sehr gerne kontroverse Standpunkte.

 

Hans – Olaf Henkel ist vermutlich auch deshalb ein gern gesehener Gast in politischen Talkshows.

 

Er ist Mitbegründer der Kommission zur Modernisierung der bundesstaatlichen Ordnung ( so genannte Föderalismuskommission ) sowie Gründungsmitglied des

 

Konvent für Deutschland.

 

Ein solch verdienter Bürger wird oft mit Auszeichnungen geehrt. Als Beispiel möchten wir nur die „letzten” drei aufführen:

 

2003

Internationaler Buchpreis Corine für das Buch

„Die Ethik des Erfolgs”

2003

Ludwig – Erhard – Preis für Wirtschaftspublizistik

2006

Deutscher Mittelstandspreis des markt intern – Verlages wegen seines Eintretens gegen die Zwangsmitgliedschaft mittelständischer Unternehmen in den Industrie- und Handelskammern.

Der

 

Deutscher Mittelstandspreis des markt internVerlages

wurde ihm am 14. Dezember 2006 im Neusser Swisshotel feierlich verliehen.

 

In seiner Dankesrede überraschte Hans – Olaf Henkel einige Gäste mit der Aussage:

 

Zitat

Unternehmen haben es in Deutschland schwer,

Gewinne zu machen.

Zitat Ende.

 

Unterstellt einmal, die Aussagen von Hans – Olaf Henkel sind richtig, stellt sich die Frage:

Was machen die Manager der

führenden deutschen Energiekonzerne seit Jahren falsch?

 

Durchleuchtet man die geprüften Geschäftsberichte zum Beispiel für das Jahr 2004, so weisen diese Konzerne aufgeführte Jahresüberschüsse nach Steuern aus:

 


E.ON

 

4.339,0 Millionen Euro

RWE

 

1.244,0 Millionen Euro

EnBW

 

210,7 Millionen Euro

Vattenfall

 

267,2 Millionen Euro

 

Gesamt also

6.060.900.000,00 Euro

oder anders dargestellt

6,06 Milliarden Euro.

Im Kalenderjahr 2005 erzielte allein der

 

E.ON Konzern

 

einen Jahresüberschuss nach Steuern in der astronomischen Höhe von

 

7.407.000.000,00 Euro,

oder anders dargestellt

7,40 Milliarden Euro.

Für das Geschäftsjahr 2006 wurden erneut positive Entwicklungen verkündet.

 

Dass die deutschen Wirtschaftsunternehmen Gewinne in Deutschland erzielen können, ist für jeden Bürger klar erkennbar.

 

Auch die Wettbewerbsfähigkeit steht außer Zweifel. Das zeigt deutlich der Welthandelsanteil, der meistens über dem der USA liegt.

 

Würden alle Multikonzerne mit Sitz in Deutschland auch ihre Gewinne hier ausweisen und ordnungsgemäß versteuern, würden die Bürger von großen Teilen ihrer Steuerlast befreit und die Sozialversicherungssysteme blieben bezahlbar.

 

Welche Gründe sind es dann, die einige Manager und unsere Politiker ständig dazu animieren, unser Land schlecht zu reden?

 

Die Antwort ist einfach und gleichzeitig leicht zu verstehen.

 

Mitte der 70. Jahre des vorigen Jahrhunderts begannen starke neoliberale Kräfte damit,

 

Gewinne zu privatisieren und Verluste zu sozialisieren.

 

Obwohl die Mehrheit der Bürger nicht bereit ist, den neoliberalen Vorstellungen der Wirtschaft zu folgen wird diese „Prinzip” knallhart weiter verfolgt.

 

Die Auswirkungen bekommt täglich jeder zu spüren.

 

Kollektivleistungen der Städte und Gemeinden werden zurückgeschraubt und der abhängig tätige Bürger wird immer mehr belastet.

 

Ist demzufolge

 

Hans – Olaf Henkel

ein Botschafter der Neoliberalen?

 

Liest man aufmerksam sein im Droemer / Knaur – Verlag 2004 erschienenes Buch,

 

Die Kraft des Neubeginns”,

 

so findet man auf der Seite 287 das Kapitel 8 unter der Überschrift:

 

Wieder von Amerika lernen”.

 

Sieht man die Probleme amerikanischer Unternehmen ohne eine rosa Brille, ist festzuhalten, dass zum Beispiel die Autobauer

 

GM und Ford

 

kaum noch in der Lage sind die hohen Pensionsverpflichtungen für ihre Rentner zu zahlen.

 

Da nach amerikanischem Muster für Pensionsansprüche in der Regel keine Rückstellungen gebildet werden, belasten diese Zahlungen das operative Geschäft und „versauen” damit jede Bilanz.

 

Die Liste amerikanischer, global tätiger Unternehmen mit den gleichen Problemen wie GM oder Ford kann endlos fortgeführt werden.

 

Ist es das,

lieber Hans – Olaf Henkel,

was die Deutschen von Amerika lernen sollen?

 

Das Außenhandelsdefizit der Amerikaner steigt von Jahr zu Jahr und zwingt sogar schon Handelspartner dazu, amerikanische Waren zu kaufen, die sie nicht wollen, damit das Handelsdefizit verringert wird ( Beispiel China ).

 

Ist es das,

lieber Hans – Olaf Henkel,

was die Deutschen von Amerika lernen sollen?

 

In New York City sorgt eine neue Stiftung reicher Amerikaner dafür, dass Arbeiterkinder eine bessere Schulbildung bekommen.

 

Von mehreren tausend Bewerbern können maximal pro Jahr 100 ausgewählte Kinder in den Genuss einer guten Schulbildung kommen, die später einen sozialen Aufstieg ermöglicht.

Mehrere tausend Arbeiterkinder aber weinen

und erhalten diese Chance nie mehr in ihrem Leben!

 

Ist es das,

lieber Hans – Olaf Henkel,

was die Deutschen von Amerika lernen sollen?

 

Auf der Seite 300 des vorgenanten Buches ist ein Brief aus dem Jahr 1964 an die Familie des Autors abgedruckt, in dem für ihn die Begeisterung für Amerika anfängt.

 

Weiter berichtet er auf den Seiten 304 und 305 wie er vom Rekordfieber gepackt, das

 

„Four Corners Monument”

( Vier – Ecken – Denkmal der Staaten Utah, Colorado, Arizona und New Mexico )

 

fünfzigmal umkreiste und damit „stolze” 200 Grenzüberschreitungen nach Hause melden konnte.

 

Wie ein roter Faden zieht sich in seinen Veröffentlichungen die ungebremste Begeisterung für Amerika.

 

Gleichzeitig deckt er mit scharfem Verstand

Missstände in Deutschland auf und kritisiert dieselben.

 

Somit entsteht der Eindruck, dass er in einem ständigen Konfliktfeld steht zwischen

 

pro – deutsch und pro – amerikanisch

 

Viele seiner wohlgemeinten Ratschläge zeugen von seiner Weitsicht und großen Erfahrung und könnten nützlich sein für deutsche Bürger.

 

Wenn

Hans – Olaf Henkel

mit seiner Autorität auch noch dafür sorgen könnte, dass mehr Unternehmen mit Sitz in Deutschland ihre Gewinne hier versteuern, würde er seinem Volk dienen.

 

Wir vom DRSB e.V. betrachten die USA mit kritischem aber fairen Blick, was nicht bedeutet das

 

pro – deutsch gleichzeitig anti - amerikanisch ist.

 

 

Jeder neue Arbeitsplatz in Deutschland beendet ein Einzelschicksal eines

arbeitslosen Bürgers

und

stabilisiert gleichzeitig das gesetzliche Rentensystem!

DRSB

Wir kämpfen seit 1988 für sinnvolle, lernfähige und sichere Rentensysteme sowie für dauerhafte und sichere Arbeitsplätze in Deutschland

Veröffentlicht unter Alle Artikel

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>