Gastbeitrag
von
Gertrud Everding
Nachts am Strand
Schwarz glänzt das Watt
Im blassen Licht des Mondes.
Silberpunkte glitzern flüchtig,
Wie Lichtgedanken
In dunkler Hoffnungslosigkeit
Irgendwo klagt ein Vogel.
Die Deiche warten stumm –
Weit draußen tost die Flut.
Nicht lange mehr
Und sie umspült das Vorland
Als wäre sie nie fort gewesen,
So breitet sie sich aus.
Ewiges Wechselspiel des Meeres –
Seit Urzeiten bist du.
Singst gar so lange schon
Dein Lied vom Werden und Vergeh’n.
Andächtig lausche ich –
Und alles was mir wichtig war,
Wird nun so klein.
Was ist die Freude, was mein Leid?
Was meine Tränen?
Sie sind mir, wie der Schrei der Möve,
Nichts als Klang
Im Harfenspiel des Windes.
Was ist mein Lachen?
Fort – wie der Wind –
Nichts bleibt als Sand und Lichtgedanken.
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Gertrud Everding
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