Wort am Sonntag 2011 09 04

Das Wort am Sonntag

 

Zur Person:

Gabor Steingart

 

04. September 2011

 

Gabor Steingart ist Sohn eines politischen Flüchtlings aus Ungarn und einer gebürtigen Berlinerin. Er kam in Berlin – Kreuzberg zur Welt, wo er laut seiner Vita seine ersten Lebensjahre verbracht haben soll.

An der Marburger Philipps – Universität und der Freien Universität Berlin studierte Steingart Politikwissenschaft und Volkswirtschaftslehre. Nach dem Abschluss des Studiums besuchte er die Georg von Holtzbrinck – Schule für Wirtschaftsjournalismus in Düsseldorf.

Für den Stuttgarter Familien – Konzern Holtzbrinck arbeitete Steingart zunächst in New York bei der Finanzzeitschrift

„Corporate Finance“,

bevor er Reporter für die Wirtschaftswoche wurde. 1990 wechselte er zum Spiegel.

Zum Beginn des amerikanischen Präsidentschaftswahlkampfs im Sommer 2007,

Barack Obama gegen John McCain,

wechselte Steingart als Büroleiter nach Washington.

 

Seit dem 01. April 2010 arbeitet Steingart als Chefredakteur im Düsseldorfer Handelsblatt.

Die in Düsseldorf erscheinende Wirtschaftszeitung erscheint werktäglich und hat rund 500.000 Leser. Das Online – Portal Handelsblatt.com kommt auf geschätzte 200.000 User.

Gabor Steingart

lebt mit seiner Frau und seinen drei Kindern in der Landeshauptstadt Düsseldorf.

 

Gabor Steingart

hat mehrere Bücher veröffentlicht. Nach Veröffentlichung von

„Deutschland – der Abstieg eines Superstars“

im Frühjahr 2004 wurde Steingart zum „Wirtschaftsjournalisten des Jahres“ gewählt. Das Buch lieferte auch die Vorlage für den ZDF – Dreiteiler

„Der Fall Deutschland“.

Steingart liefert höchstwahrscheinlich immer genau das ab – was man ganz offensichtlich von ihm verlangt. Steingart setzt angeblich Themen gegen die Oberflächlichkeit. Unter dem Titel

Das Ende der Normalität.

[ Abschied von unserem Leben, wie es früher war ]

erschien im März 2011 sein bislang letztes [ sechstes ] Buch. Bis April 2011 konnte der hochgelobte Buchschreiber in aller Stille und von der breiten Öffentlichkeit nahezu unbemerkt sein Tagewerk verrichten. Doch schon sein Buch

Weltkrieg um Wohlstand

[ Wie Macht und Reichtum neu verteilt werden ]

löste 2006 Unbehagen und Widerspruch aus. Sein literarisches Werk

Die Machtfrage

[ Ansichten eines Nichtwählers ]

traf 2009 bereits auf Unverständnis und Ablehnung. Man fing an, dem intelligenten Schreiber zynischen Neoliberalismus zu unterstellen. Mit seinen umfangreichen dialektischen und rhetorischen Mitteln scheint Gabor Steingart – durchaus geschickt – den volksschädlichen Neoliberalismus ins Gegenteil verkehren zu wollen, denn in seinem aktuellen Buch scheint Gabor Steingart Grenzen zu überschreiten. Ein DRSB – Leser schrieb dazu

Zitat:

Gäbe es sowas wie Kreuzritter des Neoliberalismus

- mit seinem neuen Buch könnte Steingart sofort deren Führerschaft reklamieren

Zitat Ende.

Was sich zunächst wie ein unbedeutender journalistischer Zwischenruf darstellte, erscheint bei genauer Analyse in einem vollkommen anderen Licht. Die meisten Leser kritisieren, dass Gabor Steingart mit seinem neuen Buch

Das Ende der Normalität.

[ Abschied von unserem Leben, wie es früher war ]

eine vermeintlich perfide Art von Wahrnehmungssteuerung betreiben möchte. Zum Beispiel auf den Seiten 57 / 58 seines aktuellen Buches stellt er einen Sozialabbau in unserer Heimat in Frage, desavouiert Hartz IV – Empfänger genauso wie alleinerziehende Mütter und verquirlt Tatsachen und Fakten. Möglicherweise fehlen ihm die Basisinformationen von betroffenen Hartz IVlern und anderen von sozialer Ausgrenzung bedrohter Menschen, denn beim Buchschreiben am Lago di Garda, seinem deklarierten Rückzugsort im Hotel der Familie Treccani, wird Gabor Steingart kaum ein direkt Betroffener über den Weg laufen. Vermutlich ist das sein großes Geheimnis zur Bewahrung seiner individuellen

Restnormalität

für sich und seine Familie. Quasi die noch heile Welt der SCHÖNEN und REICHEN. Gemäß seinen Aussagen auf der Seite 176 – mehr hat dieses Buch nicht – erhält er die Unterstützung seiner Frau Andrea Steingart bei der Aufrechterhaltung der Visionen einer intakten Welt. Für alle anderen Menschen in unserer Heimat hat nach der Buchmeinung von Gabor Steingart

„Das Ende der Normalität“

begonnen. Abschied von unserem Leben, wie es früher war, können interessierte Leser auf der DRSB – Internetseite erfahren sowie die Ursachen- und Wirkungszusammenhänge für diese volksschädlichen Entwicklungen nachvollziehen.

Nach den Vorstellungen von Gabor Steingart schliddern wir unaufhaltsam in eine Welt ohne Werte.

Gibt es die Zukunft zweimal?

Sind wir wirklich frei von sozialen Zwängen?

Wie stark beherrschen uns die Agenda 2010 und Hartz IV?

Wohin würde die Welt, wohin würde unsere Heimat

ohne die Protagonisten des Neoliberalismus schliddern?

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