Versagen die Eliten Teil 40

Versagen die Eliten?

 

Teil 40

MikadoKosmos

19. Mai 2010

 

Die Wahl am 09. Mai 2010 in NRW hat es den Menschen wieder einmal vor Augen geführt, dass die dominierende und weiterhin fast unbestritten vorgebrachte Forderung nach Kürzung von Sozialleistungen, Senkung der Staatsausgaben, Senkung der Löhne und hier insbesondere bei den niedrigen Einkommensgruppen unser Land noch wesentlich schneller in die Katastrophe führen wird.

Natürlich will so etwas niemand aus CDU / CSU, SPD, FDP und Bündnis 90 / Die Grünen. Man hat dazu gelernt und versuchte vor der Wahl mit Herzlichkeit und Verständnis die Menschen an die Wahlurnen zu locken.

Aber das stetig wachsende Problem für alle Politiker ist angesichts der ständig verschlechternden Lebensbedingungen die Legitimation ihrer Handlungen.

Der vielstimmige Chaos – Chor der Neoliberalen aus CDU / CSU, SPD, FDP und Bündnis 90 / Die Grünen singt bereitwillig und unverdrossen das Wirtschaftslied des Versagens:

Augen zu und weiter so!

Das gilt für die einseitige Verlagerung der Soziallasten auf die allgemeinen Steuern und schafft damit den Konzernen und oberen Einkommensschichten weitere Vorteile.

Dadurch wird auch der heute schon völlig untaugliche Versuch scheitern, die Städte und Gemeinden, die eine Dienstleistung nach der anderen einstellen müssen, zu sanieren.

Alles Wissen hierüber und die Vermehrung des Wissens enden somit nicht mit einem positiven Ergebnis sondern mit einem gesellschaftspolitischen Fragezeichen.

Überall dort aber, wo hilfreiche Veränderungen unserer Bevölkerung wirklich aus dem Tal heraushelfen könnten, werden die Auswege beharrlich von CDU / CSU, SPD, FDP und Bündnis 90 / Die Grünen blockiert.

Und das gilt ebenso für andere staatliche Leistungen wie zum Beispiel die allgemeine Versorgungssicherheit bei Strom und Wasser sowie für die Sicherheit auf unseren Straßen.

Die DRSB – Vorschläge, wie man aus diesem unsichtbaren Gefängnis ausbrechen könnte, hört man zwar deutlich, aber man möchte sie offensichtlich nicht umsetzen.

Wer möchte auch an diesen Fakten tatsächlich etwas ändern? Denn wie der DRSB e.V. seit Jahren sachlich berichtet, gibt es im neoliberalen Gefängnis keine brauchbaren Lösungen.

Es ist ja auch viel einfacher, herumzufaseln und die altbekannten Schuldigen immer wieder in den Medien auszurufen:

Globalisierung und offene Weltmärkte.

Damit lassen sich Arbeitslosigkeit und andauernde Verlagerung und Vernichtung von Produktionsstätten auf „wundervolle” Weise legitimieren, gemäß dem Berliner Motto:

Wer immer schöne politische Aussichten

braucht, der sollte keinerlei tiefere Einsichten haben!

Nutzmehrendes für die Menschen in unserer Heimat scheitert somit immer an der neoliberalen Schranke:

Stop! Globalisierung oder offener Weltmarkt!

Ursachen für sozialpolitische Fehlentwicklungen und gesellschaftliche wie auch wirtschaftliche Katastrophen sind so einfach und schnell zu erklären. Unsere amerikanischen Freunde auf der anderen Seite des Atlantiks sagen dazu:

QUICK and DIRTY

[ schnell und dreckig ].

Denn ganz offensichtlich haben das die Polit – Akteure aus der internationalen Wirtschaftsszene, wo sich jeder Manager oder größere Unternehmer krampfhaft an völlig kranke Verhaltensmuster klammert, die vor der institutionalisierten Öffentlichkeit langfristig schützen sollen.

Dieses wohlstandsvernichtende Verhalten trägt die zynischen Züge eines so genannten

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in dem die Akteure daran glauben, wer sich zuerst bewegt oder auch nur ein wenig zuckt, der hat verloren.

Diese perversen Rituale lassen aber auf Dauer alle „fleißigen” Akteure zu konturlosen, richtungslosen und opportunistischen Rückgratgebrochenen verkommen.

Denn ihr Geschäftssystem und ihr Geschäftsinteresse richtet sich lediglich noch an Analysten, Banken und Börsen aus.

Systembedingt sind die „fleißigen” Akteure dieses

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nur noch in der Lage, kurzfristig zu denken, und verstehen deshalb immer weniger von dem Kerngeschäft, das einen langen Atem braucht und keinerlei soziale Scherbenhaufen hinterlässt.

Wenn man einmal chronologisch die vergangenen Jahre Revue passieren lässt und die vielen Skandale sowie das Versagen in der Wirtschaft, ob nun in den USA oder in Europa, betrachtet, dann ist es keinesfalls abwegig, wenn man von einer

Betrügerwirtschaft

spricht. Der schnelle Deal und der große Profit fördern natürlich die krummen Geschäfte auf allen Ebenen und in allen Branchen.

Wie gesagt:

QUICK and DIRTY

[ schnell und dreckig ].

Denn das noch immer beherrschende Börsenumfeld verlangt nach ständig steigenden Gewinnen, so dass der Druck auf die Manager ansteigt, entsprechende Zahlenwerke zu präsentieren. Wer dieses Spiel nicht mitmachen möchte, ist sofort aus dem Rennen.

Durch dieses perverse System schießen in immer wieder regelmäßigen Abständen die Börsenkurse in die Höhe. Oder man sollte eigentlich besser sagen:

Manipulieren sich in die Höhe.

Nach den Regeln von Moral und Anstand fragt im

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niemand. Diese zynische Mentalität stört im ansteigenden Maße die Menschen in unserer Heimat und lässt das Misstrauen gegen Politik und Wirtschaft anschwellen.

Selbst legales Profitstreben wird in breiten Teilen der Bevölkerung bereits als Korruption, Selbstbedienung und Vetternwirtschaft gewertet. Im beschriebenen

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scheint es noch niemanden zu stören, wenn große Konzerne noch immer in einem Atemzug verkünden, dass man Milliarden verdient hat und parallel dazu tausende von sicher geglaubten Arbeitsplätzen streicht.

Auch stößt es mittlerweile den Betroffenen sauer auf, dass durch viele, meist feindliche Übernahmen, von so dargestellten Finanzinvestoren [ Heuschrecken ] das Ziel verborgen ist, mit dem Geringsten Aufwand blitzartig das Tafelsilber des gekauften Unternehmens zu plündern und den Rest der Firmen zu verhökern.

Den „fleißigen” Akteuren des

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fehlt schon seit Jahren das Gefühl für das, was richtig und angemessen ist.

Anspruchsmentalität, blanker Egoismus und nackte Gier schwächen von Tag zu Tag das Ansehen der Eliten und vernichten das Vertrauen in die ehemals stabilen Institutionen.

Mangelnde soziale Sensibilität und der stetige Verfall der gesellschaftlichen Moral in Wirtschaft und Politik verdichten sich so zu einer brisanten Meinungsmasse.

Massenentlassungen, Millionenabfindungen und üppige, beitragsfreie Altersversorgung in der Politik komplettieren das negative Meinungsbild vom unsauberen

Mikado – Kosmos.

Einschläge Umfragen spiegeln diese bedenkliche Entwicklung in unserer Heimat in aller Deutlichkeit wider.

 

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