trennung schmerzt

DRSB

Deutscher Rentenschutzbund e.V.

Redaktionsteam

Leitung:

Udo Johann Piasetzky und Hans – Josef Leiting

Düsseldorf, den 16. November 2007

 

Trennung schmerzt

Wird die Mülltrennung zur Lachnummer?

 

 

Als die deutschen Bundes – Politiker 1990 das

 

DSD

Duale System Deutschland

 

einführten, um in Deutschland Rohstoffe wiederzuverwerten, steckte man das kollektive deutsche Ökogewissen in die so genannte

 

gelbe Tonne oder in den gelben Sack”.

Verwerten statt Verbrennen

 

war im ganzen Land die Devise.

 

Einige Bürger machten, aus ökologischer Überzeugung mit.

Andere machten mit,

weil es einfach nur „schick” war, Müll zu trennen.

Viele aber versagten der Mülltrennung ihre aktive Mitwirkung.

 

Die meisten deutschen Bürger bekamen mit der Zeit ein ungutes Gefühl beim Thema

 

Mülltrennung.

 

Rohstoffe sind bares Geld und wo viel Geld zu holen ist und fließt, da tauchen urplötzlich auch die

 

Lobbyisten

 

auf und fordern ihren Anteil an der Müllverwertung.

 

Müll wurde so zu einem undurchsichtigen und komplizierten Geschäft, das basierend auf hunderten Gesetzen und Verordnungen florierte.

 

Nachdem nun 17 Jahre die

Müll - Lobbyisten

 

über die Sinnhaftigkeit und Nützlichkeit der

 

gelben Tonne oder dem gelben Sack”

 

genüsslich streiten, steht fest, dass trotz des

 

Dualen Systems in Deutschland

 

zurzeit 60 Müllverbrennungsanlagen täglich tausende Tonnen Müll verbrennen.

 

Weitere

80 Müllverbrennungsanlagen

 

sind derzeit „zusätzlich” in der Planung und haben „extrem gute” Chancen, auch gebaut zu werden.

 

Parallel dazu trennten bereits schon vor 10 Jahren

 

577 MüllTrennungsanlagen

 

den Inhalt der normalen Müll – Behältnisse.

 

Heute sind doppelt so viele Anlagen im Einsatz.

Den getrennten Müll aus den gelben Müll – Behältnissen bearbeiten „nur”

 

138 Spezialanlagen.

 

Das ist nicht weiter erstaunlich, denn nur 4% des gesamten Abfallaufkommens in Deutschland ist

 

Plastikmüll.

 

Deutsche Bürger stellen sich deshalb die Frage:

 

„Warum trennen wir überhaupt noch Müll?”

und

„Warum trennen wir ihn nicht richtig, nämlich nach Wertstoffen?”

 

Nach den Recherchen des DRSB – Redaktionsteams werden in Deutschland jährlich rund

 

4

Millionen Tonnen

Kunststoffe für Verpackungssysteme

 

eingesetzt.

 

Davon werden gerade einmal

 

0,7 Millionen Tonnen

 

mit dem Grünen Punkt gekennzeichnet.

 

Circa die Hälfte der gekennzeichneten Kunststoffe landet in den gelben

Müll – Behältnissen.

 

Der Rest wird nach wie vor verbrannt.

 

Das bedeutet, dass nur wenige Prozent der Verpackungs – Kunststoffe durch das

 

DSD

Duale System

 

an die Industrie zurückgeführt werden, allerdings mit einem gigantischen finanziellen Aufwand, der von allen deutschen Bürgern bezahlt werden muss.

 

Moderne Müll – Sortieranlagen können schon heute selbst nassen und schweren unsortierten Müll mit schlechter Recyclingqualität so aussortieren, dass der selektierte Plastikmüll und auch andere Wertstoffe noch gut und teuer verkauft werden kann.

 

Sogar so genannten Rest- und Biomüll kann man mit wirtschaftlich guten Ergebnissen trennen und verkaufen.

 

Damit machen diese High – Tech – Müllanlagen das lästige Mülltrennen zuhause vollkommen überflüssig.

 

Chinesische Müllaufkäufer zahlen schon heutzutage für eine Tonne recycelte

 

PolyethylenFolie

400,00 Euro.

 

Müll erwirtschaftet also „richtig Geld” und wird immer wertvoller.

 

Warum müssen dann immer noch deutsche Bürger

mit ihrer Arbeit und mit ihren Müllgebühren

die deutsche Müllwirtschaft sponsern?

 

Abfall – Experten und Bürger zweifeln zu Recht am Sinn und Zweck der gelben Tonne.

 

Bekanntlich

schmerzt jede Trennung”,

 

doch wie lange noch soll auf dem Rücken der deutschen Bürger der

 

Lobbyisten – Müll – Streit

 

ausgetragen werden?

 

Wird die Mülltrennung in Deutschland

nicht zur Lachnummer, sondern auch zur Kostenfalle für alle Bürger?

 

 

 

DRSB

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