Lizenz zum Datenklau?
Das simple Prinzip der Nutzung fremder Daten
10. Mai 2010
Seit ihrem Bestehen gehören die meisten sozialen Netzwerke zu den populärsten Internetseiten.
Der Mensch als unerschöpfliche
Quelle seiner Daten
hat innerhalb nur weniger Jahre durch die sehr intensive Nutzung die diversen nationalen und internationalen Onlineangebote an die Spitze im Internet katapultiert.
Die nationalen und internationalen Netzwerke stellen ihren „Gästen” Speicherplatz für Lebensläufe, Fotos, Filme, Videos und sonstige Berichterstattungen zur Verfügung.
Diese oftmals extrem reichhaltigen Datensammlungen können dann mit den anderen
„Gästen”
der Daten – Gemeinde ausgetauscht und problemlos weiter verwendet werden. Möchte man so genannten „befreundeten” Menschen einen tieferen Einblick in das persönliche Profil gewähren, ist auch so etwas möglich, denn viele Netzwerker verfügen häufig über einen vermeintlich gigantisch großen Freundeskreis.
Es gibt sogar viele Nutzer von sozialen Netzwerken, die glauben tatsächlich daran, mit einem riesigen „Freundeskreis” Eindruck zu schinden.
Da ein solches Prinzip recht simpel ist, wurden soziale Online – Netzwerke immer wichtiger, insbesondere für sonst kontaktarme oder scheue Menschen.
So verwundert es nicht weiter, dass rund 34% der Menschen in unserer Heimat die meist kostenfreie oder kostengünstige Angebote nutzen. Bei unter 25-jährigen liegt der Anteil der fast täglichen Nutzer bei fast 75%.
Nun sind Netzwerke wie zum Beispiel
StudiVZ, SchülerVZ, MeinVZ oder Facebook
und andere Anbieter weder eine soziale Einrichtung noch vom Samaritertum überwältigt.
Sie machen es lediglich professionellen Hackern, Personalchefs und sonstigen Neugierigen einfach, auf die persönlichen Daten ihrer „Gäste” rund um die Uhr zuzugreifen.
Ein sehr simples Prinzip
der kostenfreier Nutzung fremder Daten.
Ob nun
StayFriends, Xing, Facebook oder Myspace,
überall wird systematischer Datenklau leicht gemacht. Eigentlich hat durch die sozialen Netzwerke jeder Mensch eine
„Weltweite Lizenz zum legalen Datenklau”.
Der DRSB e.V. berichtete 2008 darüber, dass besonders der ungeschützte Zugang für mobile Endgeräte wie Handys bei allen überprüften Anbietern im roten Bereich ist.
Falsch verstandene Freundschaft, Loyalität und der Wunsch nach Anerkennung sind ohnehin die häufigsten Motive der Mitglieder der sozialen Netzwerke, wenn man sie strukturiert nach ihrer Gründen befragt, warum sie ohne jegliche Bedenken ihre Daten preisgeben.
Vielen jungen Menschen in diesen Organisationen ist auch gar nicht bewusst, für welche dubiosen Interessen, verkorksten Ideologien und politisch verdrehte Philosophien sie missbraucht werden.
Nach den deutlichen Warnhinweisen des DRSB e.V. haben nun zeitversetzt Verbraucher- und Verfassungsschützer das heikle Thema aufgegriffen und warnen ihrerseits davor, dass die rechtsextreme Szene mehr und mehr in den sozialen Netzwerken nach neuen Anhängern und Mitgliedern suchten.
Mitglieder der Netzwerke sollen gezielt über die Plattformen an
rechtsextremes Gedankengut
herangeführt und am Ende sogar massenweise angeworben werden.
Viele DRSB – Leser fragen deshalb:
Was ist neu daran?
Diese veränderte Strategie wurde ausführlich beschrieben und wird seit mehr als 15 Jahren quasi als
„Böser Wolf im Schafspelz”
über die sozialen Netzwerke konsequent betrieben. Das auf den ersten flüchtigen Blick viele Verbindungswege nicht sofort als vermeintlicher Rechtsextremismus erkennbar sind, ist fester Bestandteil der durchaus intelligenten Strategie und birgt den großen Vorteil, dass in der virtuellen Welt des Internets die Protagonisten nicht mehr ohne Weiteres auszumachen sind.
Als der DRSB e.V. die etablierten demokratischen Parteien auf diese Entwicklung hinwies und die mögliche Anwerbmasse bezifferte, beschäftigte man sich viel lieber wieder einmal mit anstehenden Wahlen.
Denn viel früher und weitaus cleverer als die etablierten demokratischen Parteien instrumentalisieren Rechtsextreme seit mehr als 20 Jahren das Internet für ihre Propaganda.
Bei CDU / CSU, SPD, Bündnis 90 / Die Grünen und FDP jammert man lieber über Mitglieder- und Wählerschwund und stößt durch das sklavische Festhalten an der Agenda 2010 / Hartz IV oder der untauglichen Riesterrente immer mehr Jugendliche in die rechte Ecke.
Jetzt endlich nachdem der DRSB e.V. in mehreren Artikeln darauf hinwies, warnte Anfang April 2010 der Verfassungsschutz vor den fatalen Folgen durch diverse soziale Netzwerke.
Zitat Auszüge aus der WELT
vom niedersächsischen Verfassungsschutzpräsidenten Hans Wargel:
„Jugendliche werden über den Austausch in den
Foren vermehrt an die rechtsextremistische Szene
herangeführt und auch angeworben.
Häufig können die jungen Leute Propaganda,
Indoktrination und Anwerbeversuche nicht auf den ersten Blick als rechtsextrem erkennen.”
Zitat Ende.
Da staunen die meisten Palarmentarier große Bauklötze, denn statt Hakenkreuze, Runenzeichen oder sonstige Symbole aus der NS – Szene verwenden die Macher in den sozialen Netzwerken logisch nachvollziehbare Argumente und werben um das Vertrauen der Angesprochenen.
Man gibt im Rahmen von Strategiediskussionen reichlich Tipps, wie man problemlos soziale Netzwerke unterlaufen und nutzen kann.
Im Rahmen der Propaganda – Koordination, der Kommunikation und Sympathisanten -Werbung hat man nun auch die aktuellen Rentenbezieher entdeckt.
Wenn also CDU / CSU, SPD, Bündnis 90 / Die Grünen und FDP weiterhin an der Agenda 2010 / Hartz IV oder der untauglichen Riesterrente festhalten und die
Vernichtung der Menschenwürde
forcieren, dann wird es für den DRSB e.V. immer schwieriger, aktuelle und zukünftige Rentenbezieher auf demokratischen Kurs zu halten.
Demnächst sind schon rund 34 Millionen Wähler aus dieser gesellschaftlichen Gruppe dafür leicht ansprechbar, wie die DRSB – Rubrik
Dampf ablassen
Woche für Woche aufzeigt.
Freundschaften über soziale Netzwerke
sind für viele Jugendliche inzwischen fast schon
zum Muss geworden.
Schon heute nutzen rund 70% der 12 bis 24-Jährigen mehrmals pro Woche die Angebote der sozialen Netzwerke und verbringen dabei täglich circa zwei Stunden im Netz.
Wenn auch noch die 56 bis 70-Jährigen dazu kommen, kann schnell ein brisantes und völlig unkontrollierbares neues Wähler – Potential entstehen.
Nur noch mit der tatkräftigen Hilfe des DRSB e.V. und der Unterstützung von CDU / CSU, SPD, Bündnis 90 / Die Grünen und FDP sind der Informationsaustausch und der Datenschutz in Einklang zu bringen.
Die sozialen Netzwerke dürfen nicht zum politischen Tummelplatz für besondere Ideologien verkommen.
Lizenz zum Datenklau?
Das simple Prinzip der Nutzung fremder Daten muss deshalb mit überprüfbareren Regeln zum Datenschutz verbessert werden.
Die
Europäische Agentur für Internetsicherheit
[ Enisa ]
geht sogar noch einen Schritt weiter und empfiehlt, die Netzwerke nur unter Pseudonym zu nutzen und nur echten Freunden, denen man vertrauen kann, mitzuteilen, wer sich dahinter verbirgt.
Außerdem rät Enisa, die Netzwerke mit unterschiedlichen Profilen zu nutzen und dabei
Berufliches und Privates
streng zu trennen.
Der DRSB e.V.
unterstützt diese Forderungen der Enisa uneingeschränkt.
Dass die amerikanischen sozialen Netzwerke beim Thema des Datenschutzes am allerschlechtesten abschneiden, verwundert in diesem Zusammenhang nicht, denn echter Datenschutz spielte in den USA noch niemals eine Rolle.
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Deutscher Rentenschutzbund e.V.
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