Gastbeitrag von Ewald Eden / Zur Sache / Zur Wahl / Zur Niedersachsenwahl

Gastbeitrag

von

Ewald Eden

 

Zur Sache / Zur Wahl / Zur Niedersachsenwahl

 

Am kommenden Sonntag entscheiden die Niedersachsen – sofern sie denn wahlberechtigt sind – über die Zusammensetzung des Niedersachsen – Parlamentes in den kommenden Jahren und demzufolge auch über die Ausrichtung der Landesregierung.

 

Ein eindeutiger Sieger lässt sich bislang nicht vorhersagen. Ein vorausschauendes Festlegen auf eine Partei oder einen regierungsfähigen Parteienverbund als koalierende Partner und Wahlgewinner wäre reine Spekulation. Wenn ich meinen Finger mal wieder in die eine oder andere Wunde der um die Gunst der Wähler buhlenden Wettbewerber gelegt habe, wird von den Menschen im Lande häufig die Frage an mich herangetragen, wen oder was oder welche Partei ich denn nun wählen würde – oder ob ich denn zumindest eine Empfehlung zur Wahl geben könnte.

 

Ein solches Ansinnen habe ich regelgemäß stets abweisend beschieden und werde es auch künftig so halten, denn ich bin nicht Papst und nicht Kirche [ deren zielgerichtete „Wahlempfehlungen von der Kanzel“ herunter ja mittlerweile auch Geschichte sind ]. Ich möchte an dieser Stelle jetzt und hier aber einmal mein grundsätzliches Empfinden zur Entwicklung der politischen Kultur und meine daraus resultierenden Erkenntnisse kundtun. Wem er vertraut, und in wessen Hände er sich für die Zukunft, oder zumindest für die kommende Legislaturperiode begibt, für welche Person oder welche Partei er am kommenden Sonntag sein Kreuz macht, DAS sollte jeder für sich, und aus seinen eigenen Überlegungen heraus, entscheiden.

 

Vielleicht kann er oder sie sich meiner Ansicht anschließen, dass ein Wechsel in der Regierungsverantwortung dringend nötig ist – das aber nicht und keineswegs, weil die mit Macht an die Macht drängende Opposition im Leineschloß die bessere oder gesellschaftsfreundlichere Regierung stellen würde, das nicht, denn da ist die eine Seite Pest und die andere Seite Cholera.

 

Viel Wahl hat Wahlvolk also nicht. Mein Empfinden gründet auf der Tatsache, dass, wenn eine Gruppe zulange herrscht, sie sich selber und die Begehrlichkeiten ihrer führenden Mitglieder nicht mehr beherrscht, sie sich gegen Moral und Ehrlichkeit immunisiert und irgendwann nur noch durch Radikalität zum Rückzug bewegt werden kann.

Da aber Radikalität zwar manchmal von Nöten aber niemals erwünscht sein sollte, sollten die Wähler den jeweils Regierenden – durch den per Wahlschein verordneten Wechsel auf die Bänke der Opposition – regelmäßig die Gelegenheit zur Besinnung und zum Kappen des Wildwuchses in ihren Reihen geben. Stets in der Hoffnung, dass Wähler es bemerkt und beim nächsten Urnengang dann honoriert.

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