DRSB
Deutscher Rentenschutzbund e.V.
„Die Nachwehen der US – Kriege”
- Teil 8 -
von
Udo Johann Piasetzky
Vorstandsvorsitzender des DRSB e.V.
und
Vorsitzender der Rechtskommission des DRSB e.V.
und
Steuerberater Hans – Josef Leiting
Vorsitzender der Rentenkommission des DRSB e.V.
Meerbusch, den 09. Oktober 2007
Medea Benjamin
ist eine sehr aufrichtige und äußerst tapfere Amerikanerin.
Als Mitgründerin der Friedensinitiative
Code Pink
kämpft sie unverdrossen für den Abzug aller amerikanischen Truppen aus dem Nahen Osten.
Unzählige Male wurde Medea Benjamin wegen der Störung der öffentlichen Ordnung bereits verhaftet.
Ihr lapidarer Kommentar dazu:
Zitat:
Wie ironisch, da legt Bush
den Nahen Osten in Schutt und Asche und wir werden angezeigt.
Zitat Ende.
Angefangen hat alles auf den Parteitagen der Republikaner, wo Medea Benjamin blutverschmiert laut brüllte:
„Stop the war”.
Was als kleine Protestgruppe begann, wurde in den zurückliegenden Wochen zu einer der größten Bürgerbewegungen in den USA.
Mehr als
60% der amerikanischen Bürger
wollen, dass die US – Truppen noch innerhalb dieses Jahres aus dem Irak abziehen.
Immer mehr Mitglieder der Bürgerbewegung
Code Pink
stellen sich fast täglich in Fantasie – Polizei – Uniformen an Straßenkreuzungen und fahnden in amerikanischen Städten und Gemeinden nach den
„Kriegsverbrechern”
George Walker Bush und Condoleeza Rice.
Code Pink
versteht die Bürgerbewegung als Persiflage auf die verschiedenen Farbstufen mit denen das US – Ministerium für innere Sicherheit zur Wachsamkeit vor Terroristen auffordert.
Code Yellow
Code Orange
Code Red
signalisiert den US – Bürgern die jeweilige Gefahrenstufe in der sich das Land befindet.
Mit
Code Pink
hingegen sollen alle aufrechten und ehrlichen Amerikaner zur Wachsamkeit vor der eigenen Regierung aufgefordert werden.
Dass deutsche Medien hierüber bis heute nicht berichtet haben, ist den regelmäßigen DRSB – Lesern bereits bewußt.
Allen anderen Lesern
empfehlen wir das Studium der DRSB – Internetseite.
Dann wird sehr schnell deutlich, dass ein
Code Pink
in den USA eine durchaus sinnvolle Aktion für amerikanische Bürger darstellt.
Denn was sich die wechselnden amerikanischen Regierungen gegenüber anderen Völkern und Ländern herausnehmen, hat mit dem Begriff
Demokratie
eigentlich gar nichts mehr zu tun.
Hierzu muss man jedoch die amerikanische Auffassung von
Wirtschaftskreisläufen
verstehen können.
Führt die USA einen so genannten
„heißen Krieg”,
dann werden die US – Waffenarsenale mit der Zeit geleert und müssen demzufolge wieder mit neuen Waffen aufgefüllt werden.
Alle Waffenbrüder müssen selbstverständlich ihre Armeen mit den kompatiblen
US – Waffensystemen aufrüsten.
Befindet sich die USA in einem so genannten
„kalten Krieg”,
werden die möglichen Feinde so grausam und schrecklich dargestellt, dass diese Bedrohung nur mit dem massiven Kauf von amerikanischen Waffensystemen abgewendet werden kann.
Das bedeutet für alle Verbündeten der USA die vermehrte Anschaffung von Kriegsgerät aller Art.
Die vorgenannten US – Wirtschaftssysteme
sind einfach verständlich und funktionieren seit mehr als 70 Jahren vollkommen problemlos und sind so ein verlässlicher Wirtschaftsmotor.
Selbst das gelegentliche Gemeckere von israelischen Generälen, die eine Anschaffung von teuerem Fluggerät bemängeln, stört die amerikanischen Machthaber nicht im Geringsten.
Obwohl sie genau wissen, dass man mit dem Kaufpreis von einem US – Kampfjet mehr als 10000 israelischen Infantriesoldaten eine hervorragende Gefechtsausbildung geben kann, wird der israelischen Regierung der Kauf von US – Kampfjet nahe gelegt.
DRSB – Leser die eine korrekte Kriegsberichterstattung aus dem Nahen Osten kennen, wissen wie uneffektiv zum Beispiel F-16 Kampfjets für den Boden- und Häuserkampf einsetzbar sind.
Eine qualifizierte
Infantriegefechtsausbildung
hingegen, für israelische Soldaten, sichert das Überleben auch in unübersichtlichen Situationen.
Damit das amerikanische
„Vertriebssystem des Todes”
auch reibungslos abläuft, unterhalten die Machthaber in Washington eine ganze Reihe von
„Spezial – Organisationen”,
die zunächst nicht erkennbar im Verborgenen operieren und den Verkauf von US – Waren sicherstellen sollen.
Durchleuchten wir einmal anhand der
Ukraine
den „geschmierten” Ablauf der US – Systeme.
Nach der Auflösung des Warschauer – Pakts war es selbst für die besten
Desinformation – Profis
der US – Geheimdienste extrem schwierig, dem Rest der Welt eine Bedrohung durch diese Staaten zu vermitteln.
So bemerkte der immer noch aktive ehemalige Sicherheitsberater
Zbigniew Brzeziński
in seinem Buch „The Grand Chessboard” vollkommen richtig:
Zitat:
„Ohne die Ukraine ist Russland kein eurasisches Reich mehr.
Es kann trotzdem nach einem imperialen Status streben, würde dann ein vorwiegend asiatisches Reich werden”.
Zitat Ende.
Die polnische Abstammung von Zbigniew Brzeziński erklärt seine antirussische Grundhaltung, zeigt aber gleichzeitig die US – Bereitschaft zu einer subversiven Manipulation.
Zunächst aber mussten dazu die alten Despoten und Ausbeuter aus der Zeit der UdSSR beseitigt werden.
Wie immer kommen dann die Sonderorganisationen für den amerikanischen
„Demokratie – Export”
zum Einsatz, damit in der ersten Phase nicht sofort der betrübliche Eindruck von der amerikanischen
„Brachial – Diplomatie”
entstehen oder vermittelt werden kann.
Dabei werden die subversiven Machenschaften amerikanischer
Institute, Foundations oder sonstige Spender – Organisationen
in amerikanischen Medien kaum noch kaschiert.
Viele Westeuropäische Medien vermeiden leider seltsamer Weise immer noch eine aufklärende Berichterstattung.
Lediglich der Spiegel berichtete einmal zaghaft über eine so genannte
„Revolutions - GmbH”
von Profi – Umstürzlern, die von amerikanischen Geheimdiensten zur Beseitigung missliebiger Regime eingesetzt werden.
Danach wurden die Chefredakteure womöglich zu einem Brücken – Dinner geladen, denn nach diesem gut recherchierten Artikel endete spontan die Aufklärungslust der
Spiegel – Journalisten.
Die Mächtigen in Washington freuen sich immer wie kleine Kinder, wenn sich junge osteuropäische Staaten gegen die Herrschaft des Kommunismus aufbäumen.
Im Stil der besten Hollywood – Filme werden vor den Augen der Welt Bilder erzeugt, die einfach unter die Haut gehen.
Wie viele Hundertmillionen von US – Dollars in das
„Unternehmen Ukraine”
gesteckt wurden, lässt sich für den DRSB e.V. nur schwer ermitteln.
Glaubt man aber den privaten US – TV – Sendern, so verteilte alleine das
US – State – Department
an unterschiedliche „US – Demokratie – Exporteure” mehr als 65 Millionen US – Dollar.
Für die demokratische Partei, die sich in der Opposition befindet, kam das
„National Democratic Institute”
erneut als „Sponsor für Demokratie” zum Einsatz.
Die vorgenannte Organisation wird von der ehemaligen Außenministerin
Madeleine Albright
geleitet, die nach dem Kosovokrieg, auch
>>> Madeleine Albrights War <<<
genannt, selbst bei hartnäckigen US – Bewunderern erheblich an Ansehen verloren hat.
Die republikanische Partei von George Walker Bush kreuzte wie immer mit ihrem Flagschiff
„International Republican Institute”
auf.
Tief berührt saßen auch viele deutsche Bürger vor ihren Fernsehgeräten und bewunderten die gewaltige Menschenmenge der ukrainischen Bürger, die ohne jegliche Zeichen der Nachgiebigkeit oder gar der Schwäche mehrere Nächte lang in klirrender Kälte und ohne richtige Verpflegung auszuharren schien, damit die Demokratie in ihrem Land Einzug halten konnte.
Was deutsche Bürger aber weder im öffentlich rechtlichen Fernsehen zu sehen bekamen, geschweige denn bei den privaten TV – Anstalten, waren die großen Ansammlungen von mehr als 1400 voll beheizten Zelten, in denen nicht nur warme Speisen, sondern auch trockene und winterfeste Kleidung verabreicht wurden.
Alle deutschen Fernsehreporter sowie die zahlreichen Journalisten der Druck – Medien vermieden es, über diese merkwürdigen Schattenaktivitäten und den damit verbundenen gigantischen Finanzaufwand zu berichten.
Niemand, der vor Ort war, konnte an den vorgenannten Tatsachen vorbeisehen, da selbst die Medienvertreter die angebotenen schmackhaften und kostenfreien Speisen gerne zu sich nahmen.
Deutsche Bürger blieben einfach
von solchen Hintergrund – Informationen bis heute ausgeschlossen.
Der Rausch in Orange wurde von den US – Medien nahezu zelebriert als Volkserhebung gegen die bösen Russen.
In der Zwischenzeit ist auch in den deutschen Medien verschüchtert zu hören, dass dieser orangefarbene Traum nicht nur zerbrochen, sondern total gescheitert ist.
Die blanken Fakten heute:
Mehr als 17 Millionen Ukrainer leben unter der Armutsgrenze.
Das ist mehr als ein Drittel der Gesamtbevölkerung
von zurzeit 47 Millionen ukrainischen Bürgern.
Die Inflationsrate steigt täglich
und kann selbst von Regierungsleuten nicht genau beziffert werden.
Das Einkommen der Bürger
bewegt sich nur noch zwischen 70 und 150 US – Dollar pro Monat, Tendenz weiter fallend.
Statistiken über die wachsende Arbeitslosigkeit
oder über den horrenden Preisanstieg dürfen nicht geführt werden.
Die Orange – Revolution ist auch in
Kiew in eine Orange – Depression umgeschlagen.
Es ist nahezu grausam, mit ansehen zu müssen, wie die großen politischen Hoffnungen der Ukrainer sterben.
Wie aber konnte es in nur knapp 3 Jahren so weit kommen?
Die Antwort ist genauso einfach wie logisch:
Der freiheitliche Aufbruch der ukrainischen Bürger war im Grunde genommen eine ferngesteuerte Inszenierung des
„US – Demokratie – Exportes”,
die begleitet durch einen gigantischen Medienrummel den Eindruck einer ukrainischen Unabhängigkeit simulierten.
Bedingt durch die Euphorie und das Zudecken von Problemen durch die ungebremste Flut der orangefarbenen Banner, erkannten selbst die Machthaber in Washington, dass in der Ukraine gar nichts zu holen war und somit die Ukraine und ihre Bürger als Globalisierungspartner ein Totalausfall waren.
Erdölleitungen wie zum Beispiel in Aserbeidschan konnten nicht gebaut geschweige denn durch US – Firmen kontrolliert werden.
Auch als volkswirtschaftliches Einfallstor zu den energiereichen zentralasiatischen Staaten ist und war die Ukraine ungeeignet.
Aus der Sicht der US – Mächtigen war schon nach wenigen Monaten vollkommen außer Zweifel, dass das
„Unternehmen Ukraine”
ein riesiger Fehlschlag war.
Die US – Annullierung der Freundschaft
folgte dann auch ohne jegliche Verzögerung.
Mit den politischen Märchenfiguren
Juschtschenko und Timoschenko
konnte auf Dauer keine gedeihliche Zusammenarbeit entstehen, denn die Ukraine war bei Erdöl und Erdgas vollkommen von Russland abhängig und konnte die Energie nicht länger unter Weltmarktpreisen einkaufen.
Sogar ein junger Farbiger mit kenianischen Wurzeln und einer muslimischen Vergangenheit, die neue Polithoffnung der demokratischen US – Partei
Barack Obama
stellte nach seinem Besuch im Sommer 2005 in der Ukraine sehr schnell fest, was mit einem Land passieren kann, das von seinen Energieeinfuhren absolut abhängig ist.
In seinem Buch, dass er im Jahr 2006 unter dem Titel:
„The Audacity of Hope”
Reclaiming the American Dream
- Die Dreistigkeit der Hoffnung -
- Zurückfordern des amerikanischen Traums -
veröffentlichte, schreibt er entlarvend:
Zitat:
„Ein Land, das die Kontrolle über seine
Energiequellen nicht hat, hat die Kontrolle über seine Zukunft nicht.
Die Ukraine hat vielleicht keine Wahl in der Sache, aber die
reichste und mächtigste Nation der Welt hat ganz sicher eine Wahl”.
Zitat Ende.
Sollte Barack Obama, der 1961 in Honolulu geboren wurde, als erster farbiger Amerikaner das Weiße Haus erobern, so ändert sich für die Ukraine nicht das Geringste.
Deutlicher und direkter kann man eine Absage kaum erteilen.
Seien wir also froh,
dass sich sehr viele US – Politiker in ihren Büchern outen.
So kann man bereits frühzeitig nachlesen, was man zu erwarten hat.
Obwohl
Barack Obama
von dem britischen Magazin
„New Statesman”
zu einem der 10 Menschen gekürt wurde, die die Welt verändern werden, bleibt abzuwarten, inwieweit Deutschland von einem möglichen
US – Präsidenten
Barack Obama
in die echte Unabhängigkeit entlassen werden kann.
Für deutsche Bürger reicht nicht mehr das Erzählte -
für deutsche Bürger zählt nur noch das Erreichte.
DRSB
Wir kämpfen seit 19 Jahren mit der Stimme der Demokratie
für
einen modernen Sozialstaat,
sichere, langfristige Arbeitsplätze,
sinnvolle, gerechte und lernfähige Rentensysteme,
sichere, gerechte und leistungsfähige Sozialsysteme,
Einhaltung rechtsgültiger Gesetze,
Modernisierung überkommener Vorschriften
und für
korruptionsfreie Demokratie in Deutschland und der EU.
