die nachwehen der us kriege11

DRSB

Deutscher Rentenschutzbund e.V.

Redaktionsteam

Leitung:

Udo Johann Piasetzky und Hans – Josef Leiting

Düsseldorf, den 09. November 2007

 

 

„Die Nachwehen der US – Kriege”
- Teil 11 -
Amerikas Schock

 

Der Weltraum eröffnet unendliche Weiten um neue Welten oder Galaxien zu erforschen, damit neues Leben oder gar neue Zivilisationen aufgespürt werden können.

 

2004 startete der amerikanische Präsident George Walker Bush ein Raumfahrtprogramm, das die USA auf den Mars und darüber hinaus bringen soll.

 

Als erste Etappe in diesem neuen Programm ist zunächst einmal nur ein erneuter Mondbesuch geplant.

 

Amerikanische Präsidenten „sonnen” sich sehr gerne in den Erfolgen der Raumfahrt und freuen sich diebisch darüber, dass bereits heutzutage die „Traumfabrik” Hollywood, viele Lichtjahre von der Erde entfernt, in Galaxien vordringt, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat.

 

Die Film – Abenteuer des Raumschiffs Enterprise oder die Star Wars – Märchen vermitteln den Eindruck, dass die US – Raumfahrt in der Lage ist – bereits in wenigen Jahren – solche Film – Märchen zur Realität werden lassen.

 

Der Weltraum scheint somit die letzte Grenze zu sein, die nur die amerikanische Raumfahrt bereits „voll” im Griff hat, um mutig dorthin zu gehen, wo nie ein Mensch zuvor gewesen ist.

 

Die Handlungen im Star – Trek – Universum beschränken sich auf das Milchstraßensystem, da der fiktive Warp – Antrieb keine intergalaktischen Missionen zulässt.

 

Intergalaktische Lichtsprünge die in den Star Wars – Märchen vorkommen sind noch realitätsferner und würden genauso wie die Warp – Geschwindigkeit die Raumschiffbesatzungen an die Raumschiffwände schleudern und in Millisekunden zu Ketchup zermalmen.

 

Bei den vorgenannten Science – Fiction – Technologien handelt es sich ausschließlich um literarische Stilmittel, damit die Bewältigung großer Entfernungen zu anderen Sternensystemen plausibel erklärt werden kann, ohne in Konflikte mit den Gesetzen der Relativitätsphysik zu kommen.

 

Das englische Wort Warp bedeutet „Verzerrung”, die in Verbindung mit den Raumfahrtmärchen aus Hollywood und der Politik aus Washington vermutlich nicht ungern gesehen wird.

 

Vermittelt sie doch den Eindruck, dass die USA in der Lage sind vergleichbare Techniken zu entwickeln, denn noch heute sitzt

 

Amerikas Schock

 

extrem tief, der am 04. Oktober 1957 durch russische Wissenschaftler ausgelöst wurde.

 

Am

04. Oktober 1957

 

schoss die damalige Sowjetunion vom Raketentestgelände in Baikonur den ersten künstlichen Erdsatelliten ins All.

 

Die kleine nur 58 Zentimeter große Metallkugel mit dem Namen

 

Sputnik

- Gefährte -

eröffnete den Wettlauf im Weltraum und fand Eingang in alle Geschichtsbücher.

 

Das russische Raketenprogramm der 1950er Jahre war nicht der einzige technische und ideologische Triumph, den die russischen Wissenschaftler erreichten.

 

Das damalige kommunistische Reich eilte von Etappensieg zu Etappensieg als nur knapp 4 Jahre später

 

Juri Gagarin

 

als erster Mensch die Erde im Weltraum umrundete. Mit dieser Demonstration geballter Raketentechnik lehrten die Russen der Welt das Fürchten.

 

Die Technik – Botschaft vom

Sputnik

- Gefährte -

 

wurde weltweit bewundert und in aller Deutlichkeit verstanden.

 

In den USA erschütterte das leise Piepsen des ersten künstlichen Satelliten nicht nur die vermeintlich Mächtigen in Washington, sondern die ganze Nation.

 

Reds Orbit Artificial Moon

 

lautete zum Beispiel eine US – Schlagzeile am Tag nach dem Kulturschock.

 

Die „Roten” haben einen künstlichen Mond in die Erdumlaufbahn geschossen und Amerika fühle sich gedemütigt, war der einstimmige Tenor der US – Presse.

Die traditionell neoliberal ausgerichteten US – Medien berichteten damals monatelang über den so genannten

 

SputnikSchock”.

 

Aber, warum sitzt dieser Kulturschock bis heute noch so tief?

 

Durchleuchtet man kritisch die geschichtliche Entwicklung der USA, so muss man feststellen, dass dieses Staatsgebilde bereits von Anfang an auf Ausbeutung programmiert war und auch heute noch ist.

 

Zuerst raubte man den Ureinwohnern ihr Land, dezimierte ihre Anzahl und steckte den verbliebenen Rest in kontrollierte Reservate.

 

Anders verhält es sich bei Wissenschaftlern, für die neue Technologien in erster Linie eine Realisierung des Möglichen darstellen.

 

Dass revolutionäre Techniken auch immer eine ideologische Komponente haben, die gesellschaftliche oder politische Dimensionen annehmen kann, ist in de Regel für Wissenschaftler weniger von Bedeutung.

 

Hinzu kommt, dass die amerikanischen Bürger quasi in einer realitätsfernen Welt gehalten werden und ihnen ständig vermittelt wird:

 

„Wir sind die Größten”

 

Das war auch am Ende des 2. Weltkriegs genauso. Als in der Nacht vom 17. auf den 18. August 1943 englische Bomber die deutsche Raketenversuchsanstalt in Peenemünde in Grund und Boden bombten wurde das Geheimprojekt „Laura” in der Nähe von Schmiedebach, einer Gemeinde der Stadt Lehesten, gestartet.

 

In der Zeit von Mitte September 1943 bis zum Kriegsende wurde mit Hochdruck an der Errichtung unterirdischer Fertigungs- und Lagerstätten der

 

V – 2 Raketentriebwerksproduktion

 

gearbeitet.

 

Auf dem Gelände, der Schiefergrube „Oertelsbruch” wurde ein Rüstungsbetrieb aus dem Boden gestampft, von Häftlingen die aus dem KZ – Außenlager „Laura” kamen, das mit 209 Häftlingen aus dem Stammlager „Buchenwald” gegründet worden war.

 

Die beim Aufbau des Lagers und der V 2 – Betriebsstätte umgekommenen Häftlinge wurden zurück in das Stammlager Buchenwald transportiert. Die entkleideten Leichen wurden menschenverachtend zu mehreren in Holzkisten geworfen und mit Lastkraftwagen abtransportiert.

 

Den Häftlingen diente eine verrottete Scheune als Hauptunterkunft, in der bis zu 700 Häftlingen wie Tiere zusammengepfercht wurden.

 

Vor Kriegsende erging der Befehl, die noch fertig gestellten Gaskammern in Laura in Betrieb zu nehmen und mit der Vernichtung der Häftlinge zu beginnen.

 

Diesen Befehl verweigerte

der damaligen Kommandanten Leutnant Leible.

 

Am 13. August 1945 kam gegen 03:00 Uhr der Abmarschbefehl und gegen 07:00 Uhr wurde das Lager geräumt.

 

Die Häftlinge mußten sich zum Bahnhof Wurzbach schleppen. Von dort aus wurden sie in Güterwagons gepfercht und in das KZ Dachau zur ihrer Vernichtung geschickt.

 

Der Lagerkommandant und einige weitere SS – Leute blieben im Lager und erwarteten den Einmarsch der Amerikaner.

 

Mitte April 1945 besetzten US – Truppen sowie Spezialeinheiten die Produktionsstätten in Bleicherode und das Mittelwerk.

 

100 Raketen sowie Raketenteile wurden in die USA abtransportiert und bildeten dort die Grundlage für das US – amerikanische Raketenprogramm.

 

Wernher Magnus Maximilian Freiherr von Braun

 

hatte sich bereits wenige Tage vorher nach Süden in Hotels und Kasernen in der Umgebung von Oberammergau abgesetzt, damit er den sowjetischen Besatzern entgehen konnte.

 

Mit der Geheimdienstaktion

 

Paperclip

 

wurden gezielt deutsche Wissenschaftler gesucht, um sich ihres Könnens und Wissens zu bemächtigen.

 

Nach der Besetzung Oberbayerns durch amerikanische Truppen kontaktierte der Englisch sprechende Bruder Magnus von Braun die Amerikaner und bot das deutsche Raketen – Know – how mit kompletten Planungsunterlagen an.

 

Am 02. Mai 1945 stellte sich

 

Wernher Magnus Maximilian Freiherr von Braun

 

mit einigen Wissenschaftlern aus seinem Raketenteam den US – Spezialkräften in Oberjoch.

Mehr als einhundert deutsche Raketen – Spezialisten wurden im Rahmen der streng geheimen

Operation Overcast

 

noch 1945 in die USA verschifft.

 

Wernher Magnus Maximilian Freiherr von Braun

 

leitete bereits kurze Zeit später in Huntsville – Alabama – ein Team von mehr als einhundert deutschen Raketen – Spezialisten für die US – Armee.

 

Die Nazi – Vergangenheit

der deutschen Spezialisten wurde von den Mächtigen in den USA großzügig übersehen.

Im Jahr 1947 reiste Wernher von Braun in das besetzte Deutschland und heiratete seine Cousine Maria von Quistorp.

 

Am 09. Dezember 1948 wurde seine Tochter Iris Careen geboren und schon 1949 reiste die Familie von Braun offiziell in die USA ein.

 

Kolumbus des Weltalls,

 

wie die „Lichtgestalt” und der Vater des legendären Mondflugs von 1969 liebevoll von den US – Medien genannt wurde, trug aber eine große Mitschuld am Tod von mindestens 20.000 Häftlingen im Konzentrationslager Mittelbau – Dora in Nordthüringen.

 

Dort wurden seine V 2 – Raketen unter dem unsäglichen Terror der SS produziert.

 

Wernher Magnus Maximilian Freiherr von Braun

 

beteuerte sein Leben lang, keinen einzigen Toten bei seinen Inspektionen der unterirdischen Fabrik Mittelwerk gesehen zu haben.

 

Mit dem für die Produktion gebauten angrenzenden Konzentrationslager und der Zwangsarbeit wollte er ebenfalls nichts zu tun gehabt haben.

 

Bedauerlicherweise müssen in Amerika bei von Braun erhebliche Gedächtnislücken entstanden sein.

 

Wie zum Beispiel auch Professor Rainer Eisfeld feststellte hat von Braun persönlich im KZ Buchenwald Häftlinge für die Produktion ausgesucht und damit häufig ihr Todesurteil gefällt.

 

Berichten zufolge ist von Braun nahe der Bergbaustadt Nordhausen mit seinen begleitenden SS – Einheiten an den Leichenbergen der Zwangsarbeiter vorbeigefahren und hat auch mit Sicherheit die eingepferchten Menschenmengen in den Seitenstollen gesehen.

 

Trotz intensiver Recherche konnten keinerlei Hinweise gefunden werden, dass

 

Wernher Magnus Maximilian Freiherr von Braun

sich für eine Verbesserung des Martyriums der Häftlinge eingesetzt hätte.

 

An seinem 20. Todestag wurde der einst strahlende

NachkriegsHeld der USRaumfahrtbehörde Nasa

 

durch die Enthüllungen der Historiker sehr stark ramponiert.

 

Bis Ende 1948 wurden mit den Nazi – Unterlagen und den verbliebenen Triebwerken und Materialien Tests durchgeführt, welche den Grossteil der Grundlage für die späteren

US – Raketenprogramme bildeten.

 

Obwohl der

 

NachkriegsHeld der USRaumfahrtbehörde Nasa

 

über ideale Voraussetzungen in den USA verfügte, war es ihm und seinen Mitstreitern nicht möglich vor den Russen einen noch so kleinen Erdsatelliten in den Weltraum zu schießen.

 

Der total frustrierte und geschockte ehemalige US – Präsident

 

Harry S. Truman

 

beschimpfte und beschuldigte sogar den bereits verstorbenen Senator

 

Joseph McCarthy,

 

als Kommunistenjäger durch die Verfolgung amerikanischer Wissenschaftler zu der Niederlage der Amerikaner beigetragen zuhaben.

 

Darüber hinaus bemängelte Truman das amerikanische Bildungssystem, dass nicht in der Lage war eigene Wissenschaftler hervorzubringen, die auch nur annähernd die Qualität der Deutschen vorweisen konnten.

 

Als am 21. Juni 1969 der Astronaut

Neil Armstrong

 

den Mond betrat, waren sich internationale Experten einig darüber, dass der zweifellos spektakuläre Akt von Armstrong nach einem zehnjährigen technologischen Marathonlauf, ein sonderbarer und wirkungsloser Sieg der USA über die Russen war.

 

Das Sputnik – Piepsen,

so inhaltsleer dieses Signal auch immer gewesen ist, verkündet noch heute diese Botschaft.

 

Dieses Sputnik – Piepsen, stellt aktuell noch immer die Zukunft dar, ohne die man sich unser Jahrhundert nicht mehr vorstellen kann.

 

Ohne Satelliten würden die tollen Wunderkästchen, wie zum Beispiel Handys, Navigationssysteme oder Fernsehprogramme aus aller Welt nicht funktionieren.

 

Flugzeuge und Schiffe wären gezwungen wie in alten Tagen Funkfeuer oder Leuchttürme anzusteuern.

 

Die „Wetterfrösche” im Fernsehen könnten keinerlei verlässliche Vorhersagen mehr machen.

 

Das Bild vom Satelliten hat im kollektiven Bewusstsein der Bürger auf der ganzen Welt durch den

Sputnik

 

seinen unverrückbaren Platz gefunden.

 

Diesen Platz im Bewusstsein können alle US – Satelliten zusammen nicht mehr besetzen.

 

Juri Gagarin

 

soll angeblich während der Umrundung im Weltraum gesagt haben:

 

„Ich sehe hier oben keinen Gott”.

Möglicherweise kann das ein Beleg dafür sein, dass die Erfolge in der Raumfahrt für die damalige Sowjetunion ein Mittel zur Demonstration ihrer weltanschaulichen Überlegenheit war.

 

Der Umkehrschluss für

US – Präsident

George Walker Bush

 

dagegen ist sehr viel nüchterner:

 

Da oben gibt es noch keine USBürger

 

Selbst mit einer bemannten Marslandung lässt sich kein hoher Prestigegewinn mehr erzielen.

 

Spaziergänge auf unsern Nachbarplaneten sind lediglich ein spektakuläres Medienereignis, das sehr schnell wieder in Vergessenheit gerät.

 

 

 

DRSB

 

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