die nachwehen der us kriege10

DRSB

Deutscher Rentenschutzbund e.V.

 

„Die Nachwehen der US – Kriege”

- Teil 10 -

 

von

Udo Johann Piasetzky

Vorstandsvorsitzender des DRSB e.V.

und

Rechtsanwalt Andreas Kallen

Vorsitzender der Rechtskommission des DRSB e.V.

und

Steuerberater Hans – Josef Leiting

Vorsitzender der Rentenkommission des DRSB e.V.

 

Meerbusch, den 02. November 2007

 

Washington ist als US – Hauptstadt im Grunde genommen nur ein gigantisches politisches Haifischbecken, in dem

 

gemauschelt, getuschelt, getürkt,

geschmiedet, verschworen

und sehr oft

gestürzt

wird.

 

Fleißige und treue Vereinsmitglieder übermitteln dem DRSB e.V. wöchentlich den neuesten Klatsch und Tratsch aus dem Weißen Haus und aus den Polit – Hallen des Kongresses.

 

Mit mehreren Wahrheitsfindungssystemen versehen lässt sich für interessierte Beobachter ein Extrakt herausfiltern, der dem DRSB e.V. in den meisten Fällen die realen Absichten der Mächtigen quasi vorab mitteilte.

 

Seit einigen Wochen ist für den DRSB e.V. deutlich erkennbar, dass eine kleine Gruppe von aufrechten Abgeordneten, ein lange vernachlässigtes Kapitel der US – Kriege aufarbeiten möchte.

 

Im Brennpunkt der Aufarbeitung stehen zwei Themen:

 

1.

Unterwanderung der besiegten oder besetzten

Länder durch US – Einflussagenten und US – Organisationen.

2.

Die Rolle privater Firmen in den weltweiten US – Kriegen.

 

Ganz langsam tasten sich tapfere US – Abgeordnete, an ein lange vernachlässigtes und dunkles Kapitel der US – Kriege heran.

 

Dabei stoßen sie – bei dem Thema – der Unterwanderung von besiegten oder besetzten Ländern in den eigenen Reihen auf erhebliche Widerstände.

 

Regelmäßige DRSB – Leser kennen die Hintergründe für das Mauern der Mächtigen in den USA.

 

Wer gibt schon gerne freiwillig zu, dass durch gezielte geheimdienstliche Aktivitäten Bürger in besiegten oder besetzten Ländern massenhaft manipuliert

und zu eigenen billigen und niederen Zwecken missbraucht werden.

 

Die fragwürdige Rolle privater Firmen in den weltweiten US – Kriegen dagegen lässt sich durch die aktuellen Geschehnisse im Irak und in Afghanistan leichter aufarbeiten und durchleuchten.

 

Nach der Aufdeckung durch die US – Abgeordneten ergibt sich ein

 

Bild des politischen Horrors.

 

Geschätzte 180.000 so genannter

contractors

- Söldner -

 

unterstützen die US – Militärmaschinerie im Irak und in Afghanistan mit Dienstleistungen unterschiedlicher Art:

 

Sie fahren Versorgungslaster in die gefährlichsten Orte,

sie liefern Lebensmittel und Kriegsausrüstung aller Art,

sie reparieren defekte Wasser- und Elektrizitätswerke,

sie waschen Wäsche und reinigen Waschräume und Latrinen

und

sie verhören sogar Gefangene der USArmee.

 

Ohne diese riesige Privat – Armee wären die US – Streitkräfte faktisch kampfunfähig

und / oder müssten Zehntausende reguläre Soldaten mehr in die besetzten Länder senden.

 

Topkonzerne, wie zum Beispiel die

 

HalliburtonTochter

- Kellog, Brown & Root -,

 

kassieren für diese dubiosen Dienstleistungen Milliarden US – Dollar.

 

Der ehemalige Chef des Dienstleistungskonzerns Halliburton ist der amtierende

 

US – Vizepräsident

Richard Cheney.

 

Allein das US – Außenministerium vergibt an die so genannte Sicherheitsfirma

 

Blackwater

 

laufend Aufträge im Wert von rund

1 Milliarde

USDollar.

 

Gegen Dutzende der dubiosen „Dienstleister” laufen Ermittlungsverfahren wegen Korruption, Betrug und überhöhter Preise.

 

In der Öffentlichkeit werden diese Abzocker des Krieges auch als

 

coalition of the billing

- Koalition der Abrechner -

beschimpft.

 

Immer mehr Bürger weltweit stellen sich deshalb die Frage:

 

Wie privat darf ein USKrieg eigentlich sein?

 

Denn diese

Gewinnler der USKriege

 

operieren ohne Rechtsgrundlage und führen sich dabei auf wie Rambos.

 

Vorbei an allen internationalen Kriegs – Regeln und der UNO ist das Interesse an einem frühen Kriegsende für diese Söldner nicht sehr groß.

 

Schwerbewaffnete Söldner mit dunklen Sonnenbrillen rasen täglich in Konvois aus schwer gepanzerten Fahrzeugen durch irakische und afghanische Städte.

 

In den meisten Fällen immer auf der falschen Straßenseite.

 

Diese lebensgefährlichen und verrückten Fahrmanöver nennen diese Rambos

 

Gegen den Fluss

 

Wer ihnen dabei in die Quere kommt hat keine Chance mehr zu überleben.

 

Die vorgenanten Fakten sind keine Billig – Szenen aus miesen US – Action – Filmen, sondern grausame Realität.

 

Nach eigenen Angaben stellt

Blackwater

ausschließlich patriotische vollausgebildete Profis ein, die über Kampferfahrung verfügen.

 

Damit gibt diese Firma offen und schamlos zu, dass ihre so genanten

 

schlüsselfertige Lösungen

 

für Sicherheitsprobleme aller Art, eigentlich Söldnerdienste sind.

 

Kommt es zu tödlichen Unfällen oder werden durch

 

BlackwaterSöldner

 

unschuldige und unbeteiligte Bürger erschossen, werden die US – Täter innerhalb von maximal 36 Stunden aus dem Irak in die USA ausgeflogen.

 

Dort bleiben diese Straftäter unbehelligt und werden auch nicht vor Gericht gestellt.

 

Gemäß dem

USDekret Nummer 17

 

aus dem Sommer 2004 sind Angestellte amerikanischer Sicherheitsfirmen im Irak von jeglicher Strafverfolgung ausgenommen.

 

Damit genießen diese

 

USBotschafter des Todes

 

faktisch Immunität, ähnlich wie US – Diplomaten, denn das US – Außenministerium ist der größte Auftraggeber, auch für die Firma Blackwater.

Bei einer Anhörung des Kontrollausschusses im US – Kongress zum Thema Blackwater kam ans Tageslicht, dass eine gezielte Aufsichtspflicht durch das

US – Außenministeriums überhaupt nicht existiert.

 

Das nennt man – auch in einer Demokratie -

Anarchie.

 

Für die amerikanischen Soldaten im Irak gilt diese Sonderregelung nicht. Angehörige der US – Armee können vor ein Militärgericht gestellt werden.

 

Die Privatisierung der US – Kriege ist und bleibt ein tolles Milliarden – Business, denn in Wahrheit ist der von

George Walker Bush

 

angekündigte Teilabzug eine Mogelpackung.

 

Sein zynischer Slogan:

Return on Success

Rückkehr bei Erfolg

 

heißt doch im Klartext, dass die USA über seine Amtszeit hinaus im Irak bleiben.

 

Vor allem aber, um den Irak wirtschaftlich auszusaugen und den Iran und andere arabische Staaten einzuschüchtern.

 

Unter dem US – Oberkommandierenden im Irak, dem

 

Vier – Sterne – General

Davis Petraeus

 

wird es vermutlich noch weitere Truppen – Aufstockungen geben. Damit folgt Bush den militärischen Notwendigkeiten in der Region.

 

Den in Aussicht gestellten Abzug von bis zu 5 Kampfbrigaden muss der Präsident durchführen, denn sonst müsste die Aufenthaltsdauer der US – Soldaten noch einmal verlängert werden und die Republikaner würden im bevorstehenden Wahlkampf eine schlecht Ausgangsbasis haben.

 

Mit 15 Monaten ist die Rotation

jetzt schon die längste seit dem Zweiten Weltkrieg.

Derweil protestierten vor dem Weißen Haus US – Bürger für einen baldigen Abzug der

US – Truppen aus dem Irak.

 

Die Wunschvorstellungen des demokratischen Präsidentschaftskandidaten

 

Barack Obama,

 

der bis zum nächsten Sommer 100.000 Soldaten abziehen möchte, erscheinen da recht naiv.

 

Schon zu Beginn des Irak – Krieges standen zwei Fragen im Mittelpunkt:

 

Welche Mission verfolgen die USA im Irak wirklich?

Und vor allemwie lange?

 

Womöglich wird auch der kommende US – Präsident US – Soldaten im Irak stationieren müssen.

 

Das prominenteste „Opfer” der US – Desaster im Nahen Osten ist jedoch nach wie vor die

 

US – Außenministerin

Condoleezza Rice.

 

Als Condoleezza Rice ihr Amt antrat, galt sie als Hoffnungsträgerin für eine neue und kalkulierbare US – Außenpolitik.

 

Doch seitdem die Desaster jeden Tag größer werden, hat der

 

Polit – Superstar,

 

dem alles leicht zu fallen schien, viel an Glaubwürdigkeit und Glanz eingebüßt.

 

Rice bemüht sich nach Kräften die Fehler und Ausrutscher ihres Präsidenten zu kaschieren und jettete in den vergangenen 2 Jahren circa 900.000 Kilometer rund um den Globus.

 

Immer gut gekleidet in figurbetonten Designer – Kostümen mit dazu passenden

Ferragamo – Pumps versucht sie die Contenace zu wahren.

 

Ursprünglich wollte Condoleezza Rice die amerikanische Außenpolitik neu gestalten und nicht wie ihr Vorgänger Colin Powell, an dem die Entscheidungen vorbei liefen, enden.

 

Für dieses Ziel steigt Rice schon morgens um 5 Uhr aufs Laufband und spielt abends noch Bach – Sonaten auf ihrem Klavier, wenn sie einsam in ihrem Appartement im Watergate – Hotel sitzt.

 

Condoleezza Rice

vertritt das Beste, was die USA derzeit auf der politischen Bühne zu bieten haben.

 

Denn eigentlich weiß es doch jeder, dass die USA in der Region des Nahen Ostens den letzten Rest ihrer Glaubwürdigkeit verspielt haben.

 

Schon seit Jahrzehnten sind die USA kein ehrlicher Friedens – Makler mehr und dazu hat Condoleezza Rice eine Menge beigetragen.

 

Bereits nur ein Beispiel steht für das Versagen auf der ganzen Linie:

 

Als 2006 Israel in den Libanon einmarschierte, wovon sprach sie da?

 

„Von den Geburtswehen eines neuen Nahen Ostens”.

 

Und was ist das Ergebnis?

Ein Massenexodus und Desaster!

 

Heute empfängt man sie, wenn sie wieder auf einer so genannten „Zuhör – Tour” durch die Region ist, mit freundlichem Lächeln, politisch verabschiedet man aber nur luftige Erklärungen.

 

Und dann wartet man nur noch das Ende ihrer Amtszeit ab.

 

Zunehmend glauben auch westeuropäische Diplomaten, dass es den USA gar nicht mehr um einen wirklich unabhängigen und demokratischen Staat Irak geht, sondern ausschließlich um die Bodenschätze.

 

Amerika braucht für diese Ausbeutung die Unterstützung moderater arabischer und westeuropäischer Staaten.

 

Für das amerikanische Vorgehen im Nahen Osten dient Demokratie nur als Köder.

 

Für Condoleezza Rice rächt sich jetzt die ergebene Nähe zu ihrem Präsidenten, der sie als Mentor rasch nach ganz oben katapultierte.

 

Jeder Bürger in den USA weiß es genau:

 

Als ehemalige Nationale Sicherheitsberaterin trägt Condoleezza Rice einen guten Teil der politischen Verantwortung für den Irak – Krieg.

 

Vor dem Streitkräfteausschuss des mächtigen US – Senats, saß

 

Madam Secretary”,

 

wie sie nach dem diplomatischen Protokoll angesprochen wird, klein, zerbrechlich, gebeugt und mit heruntergezogenen Mundwinkeln.

 

So verteidigte sie ihre und ihres Präsidenten Politik, obwohl immer mehr hohe Militärs massiv Kritik übten und weiterhin üben.

 

Da war kein Zweifel und kein Zaudern an ihren Anweisungen für den Krieg, bis es der

 

Senatorin

Barbara Boxer

aus Kalifornien zu dick aufgetragen war und es ihr äußerst Böse entfuhr:

 

„Schließlich haben Sie keine Kinder,

die im Irak getötet werden könnten”!

 

Madam Secretary wahrte auch dieser Situation die Contenance. Das beherrscht

 

Madam Secretary

 

nahezu perfekt. Freundlich, unnahbar und undurchschaubar wie immer.

 

Condoleezza Rice

 

begann ihre Karriere als Polit – Superstar und wird heute von den eigenen Medien nur noch als gescheiterter

 

Prototyp des Protegés

 

des Präsidenten bezeichnet.

 

Sie stieg hoch und mit ihr die Erwartungen, dass eine neue US – Außenpolitik andere Staaten partnerschaftlich behandeln werde.

 

Condoleezza Rice

 

fällt täglich tiefer und mit ihr die Erwartung, dass die Vereinigten Staaten von Amerika jemals das Ausbeuten und Knechten anderer Länder beenden werden.

 

Die Nachwehen der verfehlten US – Außenpolitik,

nicht nur im Nahen Osten, werden vermutlich für

amerikanische Bürger der folgenden Generationen

immense negative Auswirkungen haben.

 

 

DRSB

 

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sichere, gerechte und leistungsfähige Sozialsysteme,

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