„Dampf ablassen“
Leserbriefe von DRSB - Lesern
Spezialausgabe zum Thema
„Riesterwahnsinn – Teil 5“
28. November 2011
Ihre Leserzuschriften und Leserinformationen können für alle DRSB – Leser eine wesentliche Ergänzung zu unserer Berichterstattung sein.
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Wir sichern unseren Lesern absolute Vertraulichkeit zu!
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Die Leserzuschriften werden nach Themengebieten aufgeteilt und nach einem Zufallsgenerator ausgewählt.
An dieser Stelle weisen wir ausdrücklich darauf hin, dass die nachfolgenden Leserzuschriften vom DRSB e.V. nicht auf Wahrheit oder juristische Wahrhaftigkeit geprüft wurden und insofern ausschließlich die Meinungen der jeweiligen Autoren darstellen.
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Brief / anonymisiert
Welche Folgen erwachsen aus dem DIW – Gutachten zur Riesterrente?
Lieber Herr Piasetzky, lieber Herr Leiting,
nachdem Politiker aller etablierten Parteien im Deutschen Parlament, Banken, Bausparkassen und Versicherungen sowie die Medien die Riesterrente mit aller Gewalt ins Volk getrieben haben, schlägt zum 10jährigen Jubiläum das Stimmungsbild auf einmal völlig um. Damit haben wir zu diesem Zeitpunkt nicht gerechtet.
Ihr Jahrzehnte langer Kampf
für eine sinnvolle Regelung der privaten Rente steht
kurz vor dem Abschluss.
Ihr Stehvermögen und Ihre eiserne Disziplin tragen nun Früchte.
Das DIW Institut in Berlin hat auf einmal ebenfalls festgestellt und berechnet, das Riestern sich nicht lohnt und fordert eine Reform. Diese Studie wurde von der SPD – nahen Friedrich – Ebert – Stiftung begleitet.
Das DIW Institut Berlin hat in der Studie einen vertikalen Vergleich der Riesterrente mit einer anderen Form einer Kapitalanlage vorgenommen. Da ein Riester – Test als reiner Modelltest bei einem horizontalen Vergleich verschiedener Produktangebote für sich genommen keinerlei sinnvolle Aussagekraft hat sondern nur relative Aussagen treffen kann, ist das DIW Institut Berlin durch den Systemvergleich mit einer alternativen Sparformen einem wissenschaftlichen Anspruch schon sehr nahe gekommen.
Aber bereits im Kalenderjahr 2006 hatten Sie einen Systemvergleich und eine
Break – Even – Analyse
[ Lebensjahr, bis zu dem ein Sparbuch zu einer Riesterrente gleichwertig ist ] durchgeführt. Ihre Analyse fand überall damals schon hohen Respekt. Neben Ihrem akribischen Nachweis, dass die Riesterrente einem Systemvergleich mit einem ganz normalen Sparbuch nicht standhalten kann, haben Sie über Jahre den hierfür zugrunde liegenden Ursachen- und Wirkungszusammenhang aufgezeigt.
Die modifizierte Berechnungsbasis alternativer Sparformen des DIW Institut Berlin mit einem Zinssatz von 2,5 % gegenüber dem DRSB mit einem Zinssatz von 3 % bringt daher an dieser Stelle keine neuen Erkenntnisse.
Die Forderung des DIW Instituts nach einer grundlegenden Strukturreform für mehr Transparenz und Vergleichbarkeit durch die Abschaffung großzügiger Sterbetafeln und der Einführung verbindlicher Kalkulationsgrundlagen können wir und vermutlich auch Sie beim DRSB nur unterstützen.
Aber reichen diese Forderungen der SPD alleine aus, um ein zukunftsfestes und nutzmehrendes Altersvorsorgesystem für alle Bürger zu schaffen?
Die Antwort kann von unserer Seite nur ein klares NEIN sein!
Die Schuld kann man den Versicherungen nicht alleine in die Schuhe schieben.
Neben einer wie auch immer ausgestalteten Strukturreform bedarf es einer Systemumstellung der privaten Altersvorsorge, in der für alle Bürger ein einheitliches und einfaches Altersvorsorgesystem anstelle der bestehenden Riesterrente und der Rüruprente geschaffen wird, um im ersten Schritt die bestehende Berufsfalle der Riesterrente auszuschließen.
Im zweiten Schritt sind die gesetzlichen Grundlagen einfach und verständlich zu gestalten, damit wir unseren Kunden das Altersvorsorgesystem verständlich erklären können, um nicht von dem bürokratischen und kostenintensiven Monsterwerk Riester erschlagen zu werden.
Im dritten Schritt sind die Gesetze auf ein nutzmehrendes System für die Bürger durch die Aufhebung der Unvererblichkeit der Altersvorsorgeverträge und der nachgelagerten Besteuerung der Renten zu ändern, damit eine einheitliche staatliche Förderung bei dem Bürger auch tatsächlich ankommen kann. Dann können alle in unserer leidgeprüften Branche den Kunden wieder vernünftige und faire Produkte verkaufen, von denen wir selbst überzeugt sind.
Anstelle des Hinweises auf eine vermeintliche Hartz – IV – Sicherheit sollten sich die verantwortlichen Politiker und die Versicherungen in kleiner Runde auf eine sachgerechte Aufklärung der Bürger verständigen.
Alles andere bringt nichts mehr.
In all diesen Punkten ist der DRSB der alleinige Vorreiter und der eigentliche Wegbereiter der privaten Altersvorsorge für die Zukunft.
Und dafür danken wir Ihnen sehr herzlich.
Das DIW – Gutachten zur Riesterrente nützt daher keinem, sondern zeigt als wiederholter Berechnungsnachweis lediglich auf, WARUM sich eine Riesterrente für unsere Kunden nicht rechnet, aber nicht WIE eine sinnvolle private Altersvorsorge ausgestaltet sein muss.
Wie ein sinnvolles Altersvorsorgesystem auszusehen hat, haben Sie uns bei unserem letzten Treffen nochmals eindrucksvoll beschrieben. Makler und Versicherungen verfügen zumeist über den gleichen Sachverstand aber leider nicht über die gleichen Interessen.
Unvernunft und Starrsinn ist für die Versicherungen aber in der ambivalenten Situation ein äußerst schlechter Ratgeber. Vielleicht leuchtet Ihr Stern bei den Versicherungen demnächst wieder auf!? Wir würden uns für Sie sehr freuen.
Mit besten Grüßen
DIE VERFASSER
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