Big Oil Business
Warten auf den Ölschock
29. Februar 2012
Die sorglose Zeit hemmungsloser Verschwendung der schwarzen Masse war blitzartig vorbei, als im Oktober 1973 der sogenannte
Jom – Kippur – Krieg
losgetreten wurde und mit diesem Konflikt die sogenannte
ÖLWAFFE
das Licht der Welt erblickte. Danach war das Profit – Muster für alle folgenden Ölkrisen aus der Taufe gehoben. Ob 1973 und 1979 – beide Male brach nach einem kräftigen Preisschub am Ölmarkt die Konjunktur auch in Europa ein. Die Zahl der Arbeitslosen schoss damals in ungeahnte Höhen und überraschte alle mit ungeheurer Wucht.
Heute geraten die gebeutelten Euroländer unter Druck, denn teures Erdöl, schwacher Euro und die aufkommende Nervosität an den Märkten bedrohen die wirtschaftlich angespannte Lage zusätzlich. Geschätzte 80 bis 100 Millionen Barrel wechseln pro Tag den Besitzer und wenn der Ölpreis neue Rekordhöhen erreicht, dann freuen sich die Mineralölkonzernen, sie lieben diese Unsicherheit. Auch an den Devisenbörsen in London, Frankfurt oder New York sitzen die gierigen Profiteure jeder Ölkrise. Bekanntlich ist die sogenannte „Ölwährung Petro – Dollar“ aufs Engste an das Geschehen an allen Rohstoffmärkten gekoppelt. Das ständige Säbelrasseln am GOLF ist also ein perfides Spiel mit dem Profit. Es ist kein großes Wunder, dass die internationalen Devisenhändler den Euro in den vergangenen Monaten immer weiter nach unten treiben wollten.
Rauf für den Ölpreis – heißt runter mit dem Euro.
Jeder miesen Spekulation auf ein weiteres Plus bei den Spritpreisen steht eine Börsenwette zu Ungunsten des Euro gegenüber.
So läuft der DEAL an den Märkten ab.
Quasi durch jedem noch so kleinen Anstieg des Ölpreises strömt neues Geld in die USA, die jede Hilfe zum Überleben braucht, denn der Geldstrom aus Europa versiegt. Tag für Tag tauschen die sogenannten Trader an ihren Computern Milliardenbeträge, damit auch die Ölempfänger die Ölproduzenten in US – Dollar bezahlen können.
Yen gegen US – Dollar oder Euro gegen US – Dollar. Ein Mausclick – und schon freut man sich in Washington über die massive Militärpräsenz vor den Küsten des Irans. Jeder Ölschock trifft stets den Lebensnerv der Euroländer. Man ist abhängig vom Auto, vom Strom, von Plastik und von den Computern. Hinzu kommen die Debakel um Griechenland, Italien und Spanien.
Es ist überhaupt keine Frage, der
kommende Ölschock wird uns voll und zur Unzeit erwischen.
Schon in wenigen Tagen wird die SCHWARZ / GELBE Koalition nach allen Kräften bemüht sein, das Thema herunterzuspielen. Zum großen Glück ist die Kältewelle vorüber, sodass ALG II – Hilfeempfänger oder Wohngeldempfänger keine zusätzlichen Heizkostenzuschüsse benötigen, um über den Winter zu kommen. Der ohnehin sehr wackelige Aufschwung in unserer Heimat gerät nicht nur ins Stocken, sondern wird bereits im zweiten Quartal brutal abgewürgt. Das derzeit „zarte“ Wachstum erhält einen knallharten Dämpfer, wenn sich die Firmen dazu gezwungen werden ihre Investitionen zurückfahren. Der zu erwartende Ölschock wird uns bis zu 1,5% Wachstum kosten. Da kommt man in Berlin schnell in Aufregung. Die europäischen Industrienationen sind abhängig von der schwarzen Masse und damit von den Mächten und Märkten, die Kauf und Verkauf der schwarzen Masse manipulieren, kontrollieren und kommunizieren.
Wenn der Preisschub unerwartet kräftig ausfallen sollte – und davon ist auszugehen – dann könnte zudem eine neue Lohn – Preis – Spirale losgetreten werden. Dies würde erneut auf die Gewinne und damit auf die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Unternehmen durchschlagen. Das auf uns zurollende Szenario am Golf wirft in unserer Heimat demnächst die Fragen auf:
Wie hoch ist die Gefahr, dass
steigende Energiepreise Wachstum und Produktivität treffen?
Wie viel sicher geglaubte Arbeitsplätze gehen wieder verloren?
Bedroht die kommende Ölkrise
die SCHWARZ / GELB KOALITION in Berlin?
Längst schon weiß man in Berlin, dass der ÜbÜb – Wirtschaftsminister [ interne Bezeichnung für Philipp Rösler ] den Anforderungen nicht gewachsen sein wird. Seriöse Wirtschaftswissenschaftler befürchten deshalb, dass die Konjunktur dauerhaft Schaden nehmen könnte. In welcher Form und wie verheerend die Auswirkungen eines plötzlichen Anstiegs des Ölpreises sein kann hat unser Land erstmals 1973 erleben dürfen. Denn Ölpreis rauf und Euro runter – beides trifft die Euroländern vollkommen ungelegen. Steigende Ölpreise und sinkender Euro, diese doppelte Vertrauenskrise, die die Menschen in unserer Heimat verunsichern wird, könnte vermutlich SCHWARZ / GELB total hilflos aussehen lassen. Die USA im Vorwahlkampf, unsere CDU – Mutti im Eurostress und der ÜbÜb – Wirtschaftsminister >der nahezu 2% – Partei< in ständiger Überforderung. In dieser prekären Situation wird sich höchstwahrscheinlich Ratlosigkeit in Berlin breit machen, denn selbst auf den atlantischen Brückenwegen wird die Hilfe ausbleiben. Barack Obama braucht jeden Dollar selbst und Rick Santorum hält die bewährte soziale Marktwirtschaft der Deutschen für eine abartige Spielart des Kommunismus.
Wieso sollte man
>aus der Sicht von Rick Santorum<
also Kommunisten helfen?
Ergo wird sich unsere CDU – Mutti in ihre bekannte Zögerlichkeit begeben und der ÜbÜb – Wirtschaftsminister – wie immer viel und laut Herumschwafeln. Aber wo Ideen, Vorsorge und valide Rezepte fehlen – „DA“ hilft auch rhetorisches BLABLA nicht wirklich weiter. Wie übernervös SCHWARZ / GELB schon ist, zeigt auch das Hin und Her in der Diskussion um die sozialen Korrekturen in der Rentenversicherung
[ aktuelle Aussagen Ursula von der Leyen ]. Sie werden es miterleben, wenn das Säbelrassel am Golf stärker wird, dann kursierten in Berlin jeden Tag neue untaugliche Vorschläge, neue unsinnige Gerüchte und neue unbrauchbare Zahlen. Ein Krisenplan wird den anderen jagen. Umweltminister Röttgen steht mit seinen Vorschlägen wieder einmal im Abseits und am eigentlichen Problem, den Gefahren für Wachstum und unsicheren Arbeitsplätzen, ändern die SCHWARZ / GELBEN Placebovorschläge nicht das Geringste. Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft wird innerhalb nur weniger Tage umschlagen und den sogenannten Geschäftsklimaindex, des Münchner Ifo Instituts in den Keller rauschen lassen.
Wiederholt sich das historische Szenario? Kommt es zur Neuauflage der Ölkrise wie 1973?
Solange sich die Israelis keinen militärischen Erstschlag gegen den Iran erlauben und sich auch die USA in Syrien zurückhalten, wird sich die Angst vor einer realen Konjunkturwende in überschaubaren Grenzen halten.
1973 vervierfachte sich der Preis
für Rohöl jedoch in kürzester Zeit.
In Frankreich überprüften damals Inspektoren in Büros, ob die Raumtemperatur die offiziell genehmigten 20 Grad nicht überschritt. Japan stellte in vielen Städten den Betrieb von Fahrstühlen ein. In unserer Heimat rationierten die Autobahntankstellen das Benzin. Man erhielt maximal 20 Liter Sprit. Die Arbeitslosigkeit überschritt erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland die Millionen – Marke. Als im Frühjahr 1974 der Öl – Horror beendet schien, war vielen Menschen sofort klar, dass der Wohlstand in Europa von der Gnade der mächtigen Märkte und nicht von den Erdölproduzenten des Nahen Ostens abhängig sein kann. Immer wenn also der US – Dollar bedenklich wackelt, eine US – Finanz- und Wirtschaftskrise nicht enden möchte, dann wird mit der Hilfe sogenannte
ÖLWAFFE
und diversen lokalen politischen Konflikten, der Barrel – Preis für Erdöl künstlich nach oben trieben, um auch gleichzeitig die europäische Wirtschaft zu schwächen. Das Gesetz von Angebot und Nachfrage setzt man außer Kraft und kann sich somit bis zur Präsidentenwahl in den USA über Wasser halten. So hat das „lustige“ Treiben an den sogenannten Märkten immer weniger mit dem realen Erdölgeschäft zu tun. 1973 bei der ersten Ölkrise gab es solch ein Szenario der gierigen Märkte noch nicht.
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hat heute rein geostrategische Merkmale, denn nicht nur die Mineralölkonzerne genießen dabei die Vorzüge, an sämtlichen Gliedern der Wertschöpfungskette beteiligt zu sein, sondern auch der Staat USA kann dadurch einen Teil seiner Schulden abbauen. Eine Ölpreiserhöhung von nur einem US – Dollar kann den Jahresgewinn um rund 700 Millionen US – Dollar steigern.
Sind das die wahren Gründe
um den Iran und die Region zittern zu lassen?
Sind das die wahren Gründe
für die angeblichen Aufstände in Syrien?
Will man die Erdöl – Preise künstlich hochhalten,
um die leeren US – Staatskassen schneller füllen zu können?
Vor den Präsidentschaftswahlen in den USA ist eine schnelle Lösung nicht in Sicht. Das Einzige, was wir tun können ist auf den November 2012 zu warten und darauf, dass der Euro wieder an Wert gewinnt. Zwar ist kurzfristig jede Euro – Schwäche ein Segen für die deutsche Exportwirtschaft, doch mittelfristig wird dadurch der Zusammenhalt der Euroländer gesprengt. Sie sehen also das
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ist das entscheidende Schmiermittel der amerikanischen Wirtschaft – und dies selbst im Zeitalter der scheinbar rohstofflosen Gesellschaft, die auf Bits und Bytes sowie auf Gentechnologie setzt.
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die >zähe schwarze Masse< bleibt das Lebens – Elixier der USA.
Doch wie lange noch?
Die europäischen Regierungen haben solche hinterlistigen Szenarien der Mächtigen in Washington bislang immer verdrängt. Auch das sind die Auswirkungen der atlantischen Netzwerker in unserer Heimat.
DEUTSCHE
>so wie DU und ICH<
die fleißig für die Interessen der USA arbeiten und eintreten.
Doch wie lange noch
wollen wir so etwas in unserer Heimat erdulden oder ertragen?
Möglicherweise kann uns der Satz von Willy Brandt helfen, den er auf dem Höhepunkt der ersten Ölkrise 1973 sagte;
„Die Energiekrise kann auch zu einer Chance werden“.
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