Mythos 2011 12 02

Mythos Europa zerstört?

 

02. Dezember 2011

 

Europa ist keine eierlegende Woll – Milch – Sau, die aus den unendlichen Weiten des Weltalls gefüttert und im Euroland gemolken wird.

Soviel ist bereits heute völlig klar:

Misslingt der Versuch, „unser“ Euroland auf eine eigene stabile wirtschaftliche Basis zu stellen, wird die soziale Marktwirtschaft bei uns nicht länger zu halten sein. Gestärkt durch den Euro, gedrängt von irrwitzigen politischen Konzepten, wollte man fürs Euroland eine Aufschwung- und Reformstimmung entfachen. Doch urplötzlich scheinen sich solche Gedanken selbst einzuschläfern. Langzeitarbeitslosigkeit oder Geburtenrückgang sind keine Merkmale, die uns in unserer Heimat „exklusiv“ vorbehalten bleiben. Langzeitarbeitslosigkeit und Geburtenrückgang haben im direkten Zusammenwirken mit der Agenda 2010 unsere sozialen Sicherungssysteme verwüstet sowie unseren Sozialstaat „alter“ Prägung auf den Prüfstand gestellt.

Fazit:

Die gesetzliche Rente wird zunehmend weniger und unsicher, niemand weiß so recht, womit Arbeitslosengeld, Pflege- und Krankengeld in Zukunft bezahlt werden sollen. Selbst die deutschen Gewerkschaften befürchten das Schlimmste:

Alters- und Flächenarmut pur.

Mit dieser Härte der Aus- und Nachwirkungen der Agenda 2010 hatte niemand im DGB gerechnet. Nun möchte man nach jahrelangem Schweigen, Verschleiern und Beschwichtigen abrupt auf die Rhetorik der Realität umschwenken. Sätze wie zum Beispiel:

„Die Gesellschaft braucht echte, durchgreifende Veränderungen“

oder

„Durch bloßes Festhalten

an falschen Richtungen werden keine grundlegenden Werte geschaffen“

hört man zwischenzeitlich überall. Bereits kurz nach der Wende hat der DRSB alle demokratischen Parteien aufgefordert für künftige Generationen gesicherte soziale Leistungen und wirtschaftliche Leistungskraft neu auszutarieren. Denn schon vor der Einführung des Euros war sonnenklar, dass man weder in unserer Heimat noch im Rest von Euroland Wohlstand auf Pump finanzieren kann. Damals wie heute standen wir in Europa vor dem gleichen Dilemma: Die Wirtschaftskraft einiger Eurostaaten hielt, trotz regelmäßigem Wirtschaftsaufschwung mit dem Ausbau des Sozialstaats nicht mehr Schritt. Wenn es weitergeht wie mit Griechenland, Italien oder demnächst höchstwahrscheinlich auch Belgien und Frankreich, dann zeigt der Weg von Euroland weiter steil bergab. Viele Europäer, viele Politiker können es noch gar nicht fassen:

Ihr hochgelobtes Euroland ist abgebrannt.

Erkennbar kriselt es in ganz Europa. Zu kurze Arbeitszeiten, zu wenig Produktivität, zu viele Urlaubstage und in vielen Euroländern der sehr bequeme, schnelle Weg in den

Ruhestand“.

Dadurch ist das vermeintliche Eurowunder zum obsoleten Mythos geworden. Das Modell Brüssel und der Euro stecken extrem tief im politischen und wirtschaftlichen Morast. Niemand der die Ursachen- und Wirkungszusammenhänge durchschaut wird dieses Szenario ernsthaft bestreiten wollen. Die finanzielle Bilanz „BRÜSSEL“, die Bilanz „EURO“ wird durch aufziehende Massenarbeitslosigkeit sowie durch ruinöse Lohnkonkurrenz das gesamte europäische System verwüsten.

Die gesetzliche Rente

wird künftig nicht mehr in heutiger Höhe bezahlbar sein.

Der Beitragssatz wird in den kommenden 15 Jahren

- wenn man nichts dagegen unternimmt  – um rund 40% steigen.

Alters- und Flächenarmut werden zum Normalfall.

Die Krankenversicherungs- und Pflegemodelle laufen

vollkommen aus dem Ruder und werden womöglich kollabieren.

Das System der

sozialen Marktwirtschaft gerät in unserer Heimat aus den Fugen.

Unser Staat, der viele Sozialleistungen direkt vergibt, wird kaum noch gegensteuern können, denn jeder Euro – Rettungsschirm, jede Rettung einer vorgeblich systemrelevanten Bank, verschlechtert die kollektive Gesamtsituation exponentiell. Kritisch betrachtet ist die Entzauberung der

EuroMärchenwelt - die Entzauberung der BrüsselMärchenwelt

bereits in vollem Gange. Das totale Versagen von ROT / GRÜN [ Agenda 2010 ] ist nun nicht mehr länger zu leugnen. Was uns im Euroland bevorsteht ist ein brutaler, schonungsloser Überlebungskampf.

Einer für ALLE und ALLE für einen",

das war einmal von Friedrich Wilhelm Raiffeisen – dem Gründer der Genossenschaften – das Lebensmotto. Auf unser heutiges Euroland lässt sich dieser Kollektivgedanke nicht mehr übertragen.

Wieviel EuroKollektivismus

können oder müssen wir uns noch leisten?

Welcher Spielraum

verbleibt der deutschen Regierung tatsächlich?

Sollten wir nicht umgehend

überunserGesellschaftsmodell neu entscheiden?

Zur Erhaltung der sozialen Marktwirtschaft gehört auch, dass das Spannungsverhältnis zwischen Freiheit, Wirtschaft, Gesellschaft und Solidarität neu und effizient definiert werden muss. Kein seriöser Experte kann heute glaubhaft belegen, wie sich das Verteilung von Krediten tatsächlich auf das Euroland auswirkt. Es bleibt unter wissenden Politikern, Bankern und Unternehmern unbestritten, dass das heutige Euroland extrem widersprüchlich, völlig überladen, gefährlich leistungsschwach, richtungslos und deutlich erkennbar kontraproduktive Auswirkungen auf souveräne Staaten hat. Was wir zunächst in unserer Heimat wieder benötigen ist ein solides Wachstum und eine stabile Vollbeschäftigung. Die

EuroMärchenwelt

hat den Wohlfahrtsstaat in unserem Land nachhaltig unterspült. Mit gesundem Wirtschaftswachstum, sicheren neuen Jobs und steigenden Löhnen könnte die Finanzierung der zukünftigen und aktuellen Rentenbezieher wieder gelingen. Doch Investmentbanken und Fondsgesellschaften verweigern der Politik die Gefolgschaft, sodass neue Arbeitsplätze – wenn überhaupt – noch immer im Ausland entstehen. Jeder Nichtbeschäftigte belastet unser Sozialsystem doppelt und dreifach. Statt Beiträge zu entrichten werden die Gesamtlasten auf alle umverteilt. Auch dadurch wird unsere soziale Marktwirtschaft auf Dauer stranguliert. So geht das schon seit Jahren – ein Problem wird gelöst – auf Kosten eines anderen. Unsere Politiker sind also nicht nur sogenannte Opfer, sie haben die überbordenden Kosten für „unser“ Euroland selbst provoziert und Mythos Europa zerstört. Einfach nur „MAL“ kurz die DRSB – Seite im Internet besuchen und die Artikelserien „VERSAGEN DIE ELITEN“ und „DIE NACHWEHEN DER US – KRIEGE“ durchstöbern. Und schon ist man im Bilde, was in Zukunft für die Menschen in unserer Heimat

NOTWENDIG und NÜTZLICH

erscheint. Die Schaffung von Angeboten für eine ganztägige gutbezahlte Erwerbstätigkeit gehört genauso in den Fokus unserer Politiker, wie ausreichende Betreuungsplätze für Kleinkinder oder verbesserte Bildungsangebote.

Große Vermögen sind schon in unserer Heimat reichlich entstanden [ 860.000 Millionäre ]. Nun sollten wir auch wieder daran denken, dass die Schaffung von mittleren und kleinen Vermögen die Sanierung der Gemeinschaftskassen beschleunigt und überbordenden Systemrisiken begrenzen hilft.

Ausreichende stabile Erwerbsmöglichkeiten

waren schon immer zentrale Bedingungen für die Finanzierbarkeit der sozialen Sicherung.

Die Demokratie in der Bundesrepublik Deutschland ist für 72% unserer Bürger „noch“ die beste Staatsform, deshalb sollten wir die Entzauberung unserer sozialen Marktwirtschaft STOPPEN, denn am allerschlechtesten ist eine

Freiheit in Armut.

Denn die Freiheit von finanziellen Risiken bei Arbeitslosigkeit oder Krankheit stehen für die deutsche Bevölkerung  nach wie vor – auf dem ersten Platz des Freiheitsstrebens.

Dem Euro geht langsam die Luft aus.

Warum stemmen sich unsere Politiker noch immer gegen D – Mark?

Ohne weitere deutsche Hilfsaktionen wird die gesamte Euro – Region auf Dauer abgekoppelt bleiben. Geld für Rettungsschirme kann man nur einmal ausgeben.

Doch wie rettet man einen zerstörten Mythos?

Ran ans deutsche Gold, ran an das letzte Tafelsilber, so scheinen die aktuellen Parolen in Berlin zu lauten. Das drängendste Problem wird von allen Parteien im Bundestag verdrängt und vernebelt:

Wer soll das bezahlen?

Denn keine Partei hat ein vernünftiges Konzept. Niemand – auch nicht Wolfgang Schäuble – sagt den Menschen in unserer Heimat, was tatsächlich auf sie in den nächsten Jahren zukommen wird. Der Bundes- und die Länderhaushalte brauchen immer mehr Geld. Es sei denn – man würde endlich einmal mit dem richtigen Sparen anfangen. Mit den Steuergeldern muss sorgsamer umgegangen werden.

Aber wie wollen die deutschen Parteien die zerrütteten Staatsfinanzen sanieren?

Wie will man die Kosten unseres Sozialstaats zukünftig gestalten?

Wodurch möchte man Alters- und Flächenarmut abbauen?

Als Wirtschaftsminister von Rheinland – Pfalz erregte der FDPler Rainer Brüderle Anfang der 90ziger Jahre des vorigen Jahrhunderts Aufmerksamkeit als er die Forderung aufstellte:

Die Macht der Banken in der Wirtschaft brechen.

Tja, ja – sie haben es vollkommen richtig gelesen – Rainer Brüderle war vor rund 18 Jahren ein revolutionärer Liberaler. Quasi jeden Tag werden in unseren Parteien neue Ideen geboren, über die man schon nach einer Woche nicht mehr spricht. Entweder es ist irgendwo in unserer Republik Wahl – oder man möchte seinen Sitz in einem Parlament nicht verlieren.

Welche wirksamen Rezepte

gibt es gegen diese Exzesse unseres Parteienstaats?

An konkreten Vorschlägen oder Ideen fehlt es nicht, aber über intellektuelle Scheingefechte oder platte Versprechen ist man bis heute nicht hinausgekommen. Ganz im Gegenteil, denn wie, was und wo geschehen soll, verrät uns kein Protagonist einer Partei. Jahrelang haben alle Regierungen mit vollen Händen in die öffentlichen Kassen gegriffen, nun müsste langsam die konsequente Fortsetzung eines gnadenlosen Sparkurses folgen. Doch zur Hoffnung, dass das Geringste zukünftig anders werden könnte, bieten die Wahlprogramme aller Parteien wenig Anlaß. Wirtschafts-, Familien-, Umwelt- oder Sozialpolitik mit glaubwürdigen Konzepten umsetzen und ohne neue Belastungen sowie ohne noch höhere Schulden gestalten – dazu fehlt offensichtlich der Mut. Der politische Handlungsspielraum wird durch die Rettungsschirmpolitik derart eingeengt, dass durch noch weitere Eurorettungsmanöver die öffentlichen Finanzen völlig aus dem Ruder geraten. Langfristig führt diese Finanzpolitik in ein verheerend Chaos. Dabei gäbe es eine einfache Lösung für Bund, Länder und Gemeinden. Man müsste sich lediglich auf eine vergessene deutsche Tugend besinnen, die uns unsere Nachbarn im Euroland zuschreiben:

DAS SPAREN“.

Nutzmehrend fürs Volk regieren mit weniger und nicht mit immer mehr Geld und Schulden, das wäre in der Tat eine völlig neue Politik.

Denn ein

BERLIN, ein EUROPA oder sogar ein AMERIKA auf PUMP

wird auf Dauer nicht funktionieren.

 

 

 

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