frau dr merkel machen sie den weg frei

DRSB

Deutscher Rentenschutzbund e.V.

Redaktionsteam

Leitung:

Udo Johann Piasetzky Andreas Kallen Hans – Josef Leiting

Düsseldorf, den 03. Februar 2008

 

 

Frau Dr. Merkel

machen Sie den Weg frei!

 

Nach jedem Wahlabend betreiben Heerscharen von Wahlanalytikern, Politikern und Journalisten Ursachenforschung, wieso und warum das Wahlergebnis zustande kam.

 

Schlagworte wie zum Beispiel:

 

Wahlverweigerer, Wählerwanderung oder Wechselwähler

 

ist nur eine kleine Auswahl des Ablenkungsmanövers, das dann konsequent und systematisch betrieben wird.

 

Gezielt wird dann vom eigenen

 

Unvermögen oder der verfehlten Politik

 

abgelenkt und in den übelsten Fällen sogar den Bürgern die Schuld in die Schuhe geschoben, so ganz nach dem Motto:

 

Die Bürger haben gewählt,

jetzt sollen sie sehen, was sie da angestellt haben.

 

 

In Anbetracht der CDU – Desaster bei den jüngsten Landtagswahlen in Hessen und Niedersachsen ist es nicht verwunderlich, dass die Ursachenforschung innerhalb der CDU, bedingt durch die verheerenden Verluste der CDU, hauptsächlich durch Hessen, vehement an Fahrt gewinnt.

 

Der Brandbrief von 17 Unionspolitikern zum Thema der verunglückten und zynischen

 

Wahlkampfstrategie

vom

Spalter

Roland Koch

 

verdeutlicht nur, wie tief der Stachel der Stimmverluste wirklich sitzt. Dabei rumort es nicht nur in der CDU in Berlin, sondern es brodelt in allen Kreisverbänden.

 

Im übertragenen Sinne

steht der Bürger- und Parteivulkan kurz vor dem Ausbruch.

 

Dass da Randfiguren der Partei, wie zum Beispiel

 

Josef Schlarmann,

Chef der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung

oder der CDU – Wirtschaftsratpräsident

Lauk

 

sich aus der sicheren Deckung wagen, am Kurs der Bundeskanzlerin

 

herummerkeln

 

und mehr Mut in der Wirtschaftspolitik verlangen, zeigt wie wenig die CDU an echten Erfolgen noch vorweisen kann.

 

Der Jurist und Unionsfraktionsvize

 

Wolfgang Bosbach

eiert, wie immer, auch im Fall Koch orientierungslos herum.

 

Zitat Bosbach:

Die Absender des Briefes legen großen Wert darauf,

dass der Inhalt nicht als Distanzierung von der CDU Hessen und von Roland Koch

aufgefasst wird, aber exakt dieser Eindruck wird erweckt.”

Zitat Ende.

 

Solche Sätze sind nicht nur ein dialektisches Desaster für einen gelernten Juristen, sondern einfach

rethorischer Müll.

 

Der vermeintlich loyale CDU – Generalsekretär

 

Ronald Pofalla

 

lebt nach der Ansicht vieler CDU – Mitglieder und CDU – Wähler sowieso in einer Parallelwelt und nimmt Realitäten nur noch schemenhaft war.

 

Es verwundert deshalb auch nicht, dass der „fleißige” Parteisoldat sich dem Verteidigerlager zurechnet und seine seltsam anmutende Meinung äußert.

 

Zitat Pofalla:

Der Brief richte sich nicht gegen Koch.

Dieser Brief ist eine Reaktion auf ungerechtfertigte

Angriffe von Organisationen auf die CDU und hat mit der Wahlkampfauseinandersetzung von Roland Koch nichts zu tun.

Koch könne sich auf die volle Unterstützung der Union verlassen.

In der Union gebe es hierzu keinerlei Dissens.”

Zitat Ende.

 

Die vorgenannten Äußerungen belegen eindeutig die Befürchtungen der CDU – Mitglieder und CDU – Wähler, dass der noch amtierende CDU – Generalsekretär nicht mehr weis, was in der Partei so alles vorgeht.

 

Schon seit mehreren Wochen erreichen den DRSB e.V. Informationen, auch von

CDU – Mitgliedern und CDU – Wählern, die ein Ende des Politikers Koch wünschen.

 

Es geht also nur rein oberflächlich betrachtet um den rüden Wahlkampfstil von

 

Roland Koch,

 

der offensichtlich die untauglichsten Berater gefunden haben muss.

 

Die der CDU sehr nahe stehende

 

KonradAdenauerStiftung

 

kommt in ihrer sachlichen und emotionsfreien Analyse zu dem Ergebnis, dass

 

Roland Koch

 

sich die Verluste seiner Partei bei der Landtagswahl selbst zuzuschreiben hat. Das Thema Jugendgewalt soll zwar auf große Resonanz gestoßen sein, die politischen Lösungsansätze aber weniger.

 

Das soll nach der Ansicht der

 

KonradAdenauerStiftung

zu einem

Glaubwürdigkeitsdefizit

 

geführt haben, dass letztlich die gigantisch hohen Stimmenverluste von 12% auslöste.

 

Auch so kann man die

eigentlich wahren Gründe für den Niedergang der CDU verdrängen.

Der„Spalter

Roland Koch

hat mit seinem extrem polarisierenden Wahlkampf nicht nur mögliche

 

Wahlverweigerer oder Wechselwähler

 

verschreckt, sondern im großen Maße zu einer, in Hessen nicht gekannten,

 

Wählerwanderung

den Startschuss gegeben.

 

In Wahrheit steht jedoch die Bundeskanzlerin

 

Dr. Angela Merkel

 

auf dem Prüfstand und im Fokus der immer lauter werdenden massiven Bürger – Kritik.

 

Die Diskussionen über die total verfehlten politischen Entscheidungen der Bundeskanzlerin werden überall offen und ohne Rücksicht geführt.

 

Vollkommen zu recht befürchtet der regierende Bürgermeister von Hamburg

 

Ole von Beust

 

am Wahlabend ein ähnliches Debakel wie bei seinen Parteifreunden in Hessen.

 

SPD – Politiker bezeichneten treffend die rethorischen Klimmzüge des Hanseaten als

 

Heldentum nach Ladenschluss.”

 

Denn hätten in Hessen die rüden Wahlkampfmethoden zum Erfolg geführt, würde auch von Beust dieses Rezept höchstwahrscheinlich kopiert haben. Die Situation in Hamburg ist brenzlig und wird von erkennbarer Trostlosigkeit begleitet.

 

Hamburg

wird somit die nächste Station

auf dem Weg in das politische Abseits der CDU sein.

Das Kernproblem der Bundeskanzlerin

 

Dr. Angela Merkel

 

ist jedoch, dass sich komplette Teile aus dem so genannten bürgerlichem Lager von der CDU abwendet und durchaus gezielt zur Gruppe der

 

Protestwähler

wechselt.

 

Die von Gerhard Schröder so sehr gerne beschworene

 

bürgerliche Mitte

 

hat sich bereits aufgelöst und betrachtet sogar den Aufstieg der neuen Linken zur bundesweiten Partei mit wachsender Schadenfreude.

 

Deutsche Bürger

 

fühlen sich zunehmend als die Schlacht – Opfer einer neoliberalen und korporatistischen

 

Wirtschafts- und Steuerpolitik,

 

die sie quasi wie eine Weihnachtsgans ausnimmt und abbrät.

 

Rasant steigende Flächenarmut,

Mehrwertsteueranhebung um 3%,

rasant anwachsende Sozial- und Gesundheitsversicherungsbeiträge,

Benzin- Energie- und Stromkosten geraten völlig außer Kontrolle,

MindestlohnDebakel,

Kürzung der Kilometerpauschale,

ständig steigende Rentenbeiträge bei Verschlechterung der Leistung

sowie die

Desaster um die Riester- und Rüruprente

 

pflastern und kennzeichnen den deutschen Leidensweg, den die Bundeskanzlerin den deutschen Bürgern aufbürdet.

 

Schon recht bald aber rollt die nächste Desasterwelle auf die deutschen Bürger zu.

 

Die

energiewirtschaftliche Sanierung der Altbauten,

 

die jetzt schon in Baden – Württemberg als Pflichtaufgabe für alle Hausbesitzer beschlossen ist, wird bundesweit eingeführt.

 

Wie soll ein aktueller Rentenbezieher, der gerade einmal sein Haus abbezahlen konnte, die Sanierungsmaßnahmen finanzieren, wenn die Rentezahlungen schon heute kaum noch zum Überleben reichen?

 

Wenn die aktuellen Rentenbezieher, realisieren was für ein Kuckucksei

 

Dr. Angela Merkel

 

zu Ostern bereithält, müssen die Mitarbeiter der Poststelle im CDU – Haus in Berlin verdreifacht werden.

 

Die CDU – Parteibücher kommen dann containerweise zurück. Groben Schätzungen zur Folge wird die CDU in kürzester Zeit

 

5% bis 8% Parteiaustritte

verkraften müssen.

 

Vermutlich fabuliert dann der CDU – Generalsekretär

 

Ronald Pofalla

von einer vorübergehenden

Frustration der Mitte.

Neoliberalistisch und korporatistisch

geprägte finanzielle Abzocke der deutschen Bürger sowie die aufgeführten negativen Entwicklungen in Deutschland werden auf Dauer die Wahlchancen der CDU / CSU deutlich verringern.

 

Die Schulpolitik ist in unserem Land ausschließlich Ländersache, dass Verschlampen von bildungspolitisch notwendigen Maßnahmen rechnen die Bürger aber der CDU zu.

 

Ein solides Bildungssystem

ist und bleibt die allerbeste Vorsorge gegen

Jugendkriminalität und Armut.

 

Bundeskanzlerin

Dr. Angela Merkel

 

versteht offensichtlich die Zeichen der Zeit nicht mehr oder kann womöglich auch ihren Politikstil nicht mehr korrigieren und verbessern.

 

Die CDU marschiert unter der Merkelführung auf einem stark abschüssigen Weg direkt ins politische Abseits.

 

Beschwörungsrituale der CDU – Führung zur Geschlossenheit erscheinen da nur als ein untauglicher Versuch zur Rettung zu werden.

 

Der tapfere Parteisoldat der SPD,

 

Franz Müntefering,

 

erkannte für sich die Zeichen der Zeit und machte den Weg frei für eine möglicherweise bessere Sozialpolitik seiner Partei.

 

Nach den jahrelangen Erfahrungen, die der DRSB e.V. mit Frau Dr. Angela Merkel machen musste, wird nur ein ähnlicher Schritt der CDU eine neue Chance einräumen.

 

Frau Dr. Merkel

machen Sie den Weg frei für eine den deutschen Bürgern nutzmehrende Politik zum Wiedererlangen des Wohlstands.

 

Die Mehrheit

wird es Ihnen und Ihrer Partei danken.

 

 

 

DRSB

 

Wir kämpfen seit 20 Jahren mit der Stimme der Demokratie

für

einen modernen Sozialstaat,

sichere, langfristige Arbeitsplätze,

sinnvolle, gerechte und lernfähige Rentensysteme,

sichere, gerechte und leistungsfähige Sozialsysteme,

und für

korruptionsfreie Demokratie in Deutschland und der EU.

 

Veröffentlicht unter Alle Artikel

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>